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7 Tipps zum erfolgreichen E-Learning Mentoring

Montag, 04. September 2017 - Kategorie: Tipps & Tricks

Um erfolgreich zu lernen, braucht es eine konzentrierte Lernumgebung, eine positive Lernerfahrungen und einen Ansprechpartner, der bei Problemen unterstützt oder Feedback gibt. Wir haben Ihnen hier auf dem Blog bereits zahlreiche Tipps & Tricks vorgestellt, wie Sie Ihre Kurse inhaltlich noch besser, interaktiver und effektiver gestalten können. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen eine bisher weniger fokussierte Praxis der E-Kursbetreuung – im Folgenden kurz Mentoring - vorstellen.

7 Tipps zum erfolgreichen E-Learning Mentoring

Vom Mentoring langfristig profitieren

 

Einen persönlichen Mentor zur Seite zu stellen, bedeutet Arbeits- und Ressourcenaufwand. Allerdings ist es der Einsatz wert. Ein Mentor kann im Gegensatz zu generalisierten Lerninstruktionen, individuell auf Bedürfnisse und Herausforderungen der Lernenden – vor, während und nach Absolvieren des Lernkurses – eingehen.

Ein Mentoring-Programm aufzusetzen, ist eine wichtige Entscheidung, die vor Einführung Ihrer Lernkurse, gefällt werden sollte. Denn für ein erfolgreiches Mentoring müssen nicht nur Verantwortliche bestimmt, Ressourcen geschaffen und intensive Trainings bereit gestellt werden, es müssen auch geeignete Strategien und Tools entwickelt werden: Wie genau soll der Berater den Lernenden zur Seite stehen? Wie soll die Feedbackkommunikation integriert werden? Wie und über welche Kanäle soll individueller Support stattfinden? Und in welchem Umfang soll die Betreuung stattfinden?

Dies sind essentielle Fragen, die nicht spontan oder rückwirkend beantwortet und umgesetzt werden können. Natürlich soll auch hier festgehalten werden: Verbesserung und Fortschritt sind ein stetiger Lernprozess. Wenn Ihnen in Ihrem jetzigen Kurs entscheidende Punkte fehlen, die mit einem Mentoring aufgefangen werden können, ist keinesfalls auszuschließen, dass Sie gewisse Mechanismen immer noch einführen können. Ein umfassendes Programm, dass alle „Szenarien“ mitdenkt, kann jedoch am besten mit einer ausführlichen Vorbereitung gewährleistet werden.

Eine der wichtigsten Prämissen für ein erfolgreiches Mentoring ist die Berücksichtigung der Lernenden im Rahmen der Kurskonzeption. Der Teilnehmer soll etwas lernen und sein Wissen erweitern. Gleichzeitig sind die Erwartungen der Teilnehmer an ein interessantes, informatives und innovatives Programm heute recht hoch. Als Mentor sind Sie nicht für die Inhalte, sondern für die interaktiven Rahmenbedingungen zuständig. Wie können Sie die Kursteilnehmer involvieren und motivieren sich stetig zu verbessern. Wie werden Sie einer gleichberechtigten Unterstützung und Partizipationsmöglichkeiten gerecht?

 

Erfolgreiches Mentoring – 7 Wege um Herausforderungen zu begegnen

 

Wir wollen Ihnen hier 7 Tipps & Tricks vorstellen, mit denen Sie herausfinden können, wie Sie mit Herausforderungen im E-Learning Mentoring umgehen können. Somit gelingt Ihnen Schritt für Schritt der Weg zu einem exzellenten und fortgeschrittenen Mentoring Ihres E-Learning Kurses.1

1. Brechen Sie das Eis

In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Lösung im Umgang mit schwierigen Teilnehmern, die ihre Frustration oder Unzufriedenheit über Lernmisserfolge an Sie – vielleicht sogar in unangemessener Weise – herantragen, in der Kooperation liegt. Versuchen Sie das Problem an der Wurzel zu packen und nicht die Lernetappen Schritt für Schritt nachzuvollziehen. Der Kern der Unzufriedenheit liegt oft außerhalb der konkreten Wissensvermittlung. Versuchen Sie auf zwischenmenschlicher Ebene mit dem Nutzer zu kommunizieren. Wenn das Eis erst einmal gebrochen ist, ist der Teilnehmer empfänglicher für konkrete Hilfestellungen. Wenn es sich anbietet, suchen Sie den persönlichen Kontakt via Telefon oder im face-to-face Gespräch. So beugen Sie Missverständnissen vor, die im Schriftverkehr schnell aufkommen und die angespannte Situation unnötig strapazieren.

2. Lernen Sie einander kennen

Es ist häufig unvermeidbar, dass E-Learning Kurse an eine breite Masse an Nutzern gerichtet ist. Für Sie als Mentor sollte aber jeder Teilnehmer als Persönlichkeit im Vordergrund stehen. Nur so können Sie auf individuelle Fragen oder Herausforderungen eingehen. Ein einfacher Trick, um sich auf interpersonaler Ebene anzunähern: Bieten Sie den Teilnehmern vor oder zu Beginn des Kurses die Möglichkeit sich kurz vorzustellen. Das kann beispielsweise in einem Textfeld sein, in dem jeder seine persönlichen Ziele, Erwartungen und Bestrebungen formuliert. Diese Informationen können Sie entsprechend dokumentieren. Im besten Falle nutzen Sie diese „Datenbank“ dann bei Rückmeldungen oder Feedbackgesprächen und können somit individuelle Antworten geben. So hat jeder Teilnehmer das Gefühl als Person und nicht als Einer von Vielen wahrgenommen zu werden.

3. Bauen Sie „Beziehungen“ auf

Je mehr Sie sich persönlich einbringen, desto individueller und persönlicher wird auch Ihre Beratung. Wenn Sie es schaffen eine positive Beziehung zu den Teilnehmern aufzubauen, wird das einen Großteil Ihrer Arbeit erleichtern. Diese schaffen Sie nicht nur durch die ersten beiden genannten Schritte, sondern auch, indem Sie sich ganz persönlich mit Ihren Charakterzügen und Ihren Erfahrungen einbringen. Suchen Sie Wege und Formen, um mit Ihren Teilnehmern in Kontakt zu treten. Sie werden es Ihnen hoch anrechnen, wenn Sie persönlich für Fragen und Hilfe erreichbar sind.

4. Überzeugen Sie mit Professionalität

Es versteht sich fast von selbst, dass auch auf der hier vorgeschlagenen zwischenmenschlichen Ebene das professionelle Zusammenarbeiten im Vordergrund steht. Damit sind nicht nur kollegiale Umgangsformen – wie Respekt und Höflichkeit - gemeint, sondern auch Ihre Funktion als Berater. Interagieren Sie (nur) dann, wenn Ihre Hilfe benötigt wird. Zum Beispiel, wenn sich ein Teilnehmer – aus Diskussionen oder Lernmodulen - zurückzieht. Als Experte haben Sie den Überblick über Lernfortschritte und Aktivitäten der Nutzer. Reagieren Sie proaktiv, wie im Falle eines passiven Lernenden, und wählen Sie die „geeignete“ Kommunikationsform. Wichtig hier: der Ton macht die Musik – und so kommt es insbesondere in geschriebener Sprache schnell zu Missverständnissen, die telefonisch hätten vermieden werden können. Für bestimmte Themen eignet es sich zudem in einem persönlichen Gespräch zu einer Lösung zu kommen. Vermeiden Sie vorgefertigte (Standard-)Formulierungen und haken Sie gezielt nach. Jeder Nutzer ist individuell, auf dessen Anliegen entsprechend flexibel eingegangen werden sollte. Als professioneller Berater ist es dann fortführend Ihre Aufgabe, den „Lösungsweg“ eines Anliegens oder Problems der Nutzer mit zu verfolgen. Fassen Sie also beim Lernenden stetig nach.

5. Punkten Sie mit Glaubwürdigkeit

Der Nachteil an digitalen Welten: Wir können uns nur noch selten auf unseren persönlichen Eindruck von einer Person verlassen. Als Berater im Bereich E-Learning sollten Sie dieser digitalen Barriere entgegenwirken. Die Lernenden schätzen Sie als ersten Ansprechpartner, als Mentor und Experte. Indem Sie dieser Rolle pflichtbewusst nachkommen, schaffen Sie mehr und mehr Glaubwürdigkeit unter den Nutzern. Einige der oben genannten Punkte unterstützen dieses Vorhaben. Hinzu kommt, dass Sie mit Einfühlungsvermögen und Weitblick für die Bedürfnisse der Nutzer und einer hohen Flexibilität im Support Ihr Punktekonto weiter füllen können. Auch hier sei festgehalten: Fehler sind menschlich und oft unvermeidbar. Entscheidend ist die Kommunikation und der Umgang mit Fehlern. Agieren Sie authentisch, denn die Wahrnehmung der Nutzer ist entscheidend.

6. Erwarten Sie etwas – von sich und anderen

Ein hoher Anspruch an die eigene Leistung als Trainer und an die Fähigkeiten der Lernenden ist ein wichtiger Antrieb – und zeugt von Ehrgeiz. Das bedeutet aber auch, dass Sie zum einen als Mentor für die Qualität der Lernkurse einstehen und Verantwortung übernehmen. Zum anderen fungieren Sie als Vorbild für die Lernenden. Machen Sie von vornherein klar, dass Sie eine zielorientierte, konzentrierte Arbeitsweise und eine hohe Lernbereitschaft erwarten, die Sie z.B. in Guidelines festhalten. Im gleichen Zuge sollten Sie diesen Ansprüchen selbst gerecht werden. Sehen Sie Ihre Aufgabe nicht nur darin, den Kurs für Nutzer zu vereinfachen, sondern diese auch weiter zu motivieren. Das betrifft auch das Feedback – nehmen Sie Kritik und Bewertungen an und setzen Sie es direkt in der Praxis um.

7. Zeigen Sie den Nutzen auf

Nicht zuletzt aber unablässig. Wir lernen ungern, wenn wir nicht wissen, wie uns das Wissen weiterbringen soll. Zeigen Sie den Lernenden, dass ihre kontinuierliche Weiterbildung eine Investition in die Zukunft und Innovation ist. Ihre Motivationsstrategie kann das „Mindset“ der Lernenden beeinflussen und erweitern. Bieten Sie zum Beispiel weitere Ressourcen, Trainings oder vertiefende E-Learning Programme an.

 

Wenn Sie nur einige dieser Schritte anwenden, können die Lernenden von einem effektiven Mentoring profitieren. Ihr Ziel den Lernfortschritt und das Engagement der Kursteilnehmer kontinuierlich zu verbessern, wird mit Anerkennung belohnt. Als Mentor garantieren Sie einen reibungslosen Ablauf der E-Learning Kurse. Sie erreichen damit nicht nur zufriedene Nutzer, sondern leisten einen großen Beitrag um Weiterbildung in Ihrem Unternehmen effektiv und exzellent anzubieten.


Quellen:
  1. 8 Ways to Achieve eLearning Course Mentoring Excellence

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