Compliance Training in Unternehmen

Montag, 25. September 2017 - Kategorie: E-Learning Trends

Lesen Sie darüber, was Compliance eigentlich ist, wieso die Integration sehr wichtig für den Erfolg Ihres Unternehmens ist, welche Faktoren Sie unbedingt berücksichtigen sollten und wie Sie ein gutes Compliance-Training gestalten. Mit diesem Artikel möchten wir darauf eingehen, dass Unternehmen heutzutage eine weitaus größere Verantwortung haben, als "nur" wirtschaftliche Leistungen zu erstellen.

Compliance Training in Unternehmen

Die Stichwörter „Compliance“bzw. „Compliance Training“ sind heutzutage in fast allen Branchen allgegenwertig und spielen eine wichtige Rolle für den Erfolg des jeweiligen Unternehmens. Im folgenden Artikel gehen wir darauf ein, was Compliance eigentlich bedeutet und warum die Integration und Ausführung ins eigene Unternehmen so wichtig ist. Außerdem erklären wir, welche Aspekte im Rahmen der Compliance unbedingt beachtet werden sollten. Abschließend widmen wir uns der Frage, wie Compliance richtig geschult werden kann und welche Rolle E-Learning in diesem Bereich spielt.

Übersetzt bedeutet Compliance „Einhaltung“, „Übereinstimmung“ bzw. „Regelbefolgung“. Im Großen und Ganzen geht es daher darum vorgegebene Regeln und Normen einzuhalten. Diese beinhalten nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern auch regulatorische Anforderungen, Soft Laws sowie interne Verhaltensregeln, welche meist im so genannten „Code of Conduct“ der Firma festgehalten sind.1
Wird ein sogenanntes Compliance-Management-System eingeführt, erfüllt dieses vor allem drei Funktionen1:

  • Präventionsfunktion: Vermeidung von Fehlverhalten & Förderung des integren Verhaltens
  • Aufdeckungsfunktion: Aufdeckung von Fehlverhalten und Regelverstößen
  • Reaktionsfunktion: Angemessene Sanktionen bei Non-Compliance & Anstoß von kontinuierlichem Verbesserungsprozess

Warum aber sollten sich Unternehmen mit dem Thema „Compliance“ auseinandersetzen? Dies hängt damit zusammen, dass Unternehmen heutzutage nicht mehr nur für die Herstellung wirtschaftlicher Leistungen verantwortlich sind, sondern in der Gesellschaft vielmehr als Werteträger angesehen werden. Das bedeutet, dass Unternehmen dringendst von einer Shareholder-Perspektive zu einer Stakeholder-Perspektive wechseln sollten: Die Betrachtung und der Einbezug aller möglichen Stakeholder eines Unternehmens (z.B. die Öffentlichkeit, die Kunden, die Mitarbeiter, die Investoren, die Regierung etc.) wird immer wichtiger, verstärkt jedoch auch die Aufmerksamkeit, die das Unternehmen nun von allen möglichen Seiten bekommt. Dies kann natürlich durchaus positive Auswirkungen haben, erhöht allerdings auch den Neuigkeitswert bei Compliance-Verstößen.2

Generell ist es wichtig Compliance-Inhalte auf die jeweilige Zielgruppe anzupassen1, jedoch gibt es allgemeine Compliance-Themen, die meist jede Firma betreffen. Zu diesen Themen gehören u.a. die folgenden Aspekte3:

  • Datenschutz
  • Informationssicherheit
  • Know-How-Abfluss
  • Arbeitssicherheit
  • Geldwäsche
  • Korruption
  • Kartellbildung
  • Interessenkonflikte
  • Code of Conduct
  • Gleichstellung & AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

Ziel ist es ein Wertesystem für das ganze Unternehmen zu schaffen. Allerdings dürfen Compliance-Regeln kein eingestaubtes Regelwerk sein, das irgendwo in der Ecke steht. Compliance Regeln müssen „Lebensregeln“ für alle Mitarbeiter (egal welches Levels) sein, die das Verhalten nachhaltig beeinflussen sollen. Daher ist es wichtig mithilfe von passenden Compliance-Trainings alle Bereiche des Unternehmens zu schulen. Diese Schulung sollte u.a. dafür da sein, Mitarbeiter in die persönliche Pflicht zu nehmen, Betroffenheit und Akzeptanz zu schaffen sowie Einstellungen und somit auch Verhalten zu ändern.2

Für die erfolgreiche Vermittlung von Compliance-Themen hat KPMG sechs sogenannte Prinzipien des praktischen Lernens erstellt. Wir nennen Ihnen die vier wichtigsten4:

  1. Kombination von Wissen, Skills und Motivation: Hierbei geht es um eine ausgeglichene Balance zwischen den einzelnen Aspekten.
  2. Real-Life Business Cases: Praktische Business Cases helfen dabei Compliance-Inhalte verständlich zu übermitteln. Daher sollten diese Cases stets relevant für die jeweilige Organisation und die angesprochene Zielgruppe sein.
  3. Interaktive Beispiele: Es sollten interaktive Beispiele integriert werden, durch welche sich die Zuhörer angesprochen fühlen. So erreichen Sie ein aktives Engagement.
  4. Zielgruppenentsprechende Anpassung: Alle Compliance-Trainings sollten die grundlegenden Aussagen (z.B. Inhalte des Code of Conducts) enthalten. Trotz allem muss die Informationsdarstellung manchmal an gewisse Zielgruppen angepasst werden.

Selbstverständlich können Compliance-Trainings in klassischen Präsenzschulungen unterrichtet werden. Da es jedoch wichtig ist regelmäßig und kontinuierlich zu schulen, bieten sich oftmals moderne E-Learning Lösungen an. Diese reduzieren den Zeitaufwand, den die einzelnen Mitarbeiter investieren müssen, da sie das Training genau dann anwenden können, wenn es ihnen passt. Außerdem kann die Geschäftsleitung ganz einfach verfolgen, wer bereits geschult ist und wer nicht. Mit der elektronischen Version der Schulung können außerdem ganz einfach, aktuelle und neue Inhalte verbreitet werden, bzw. spannende Real-Life Beispiele aus der Praxis verbreitet werden. So können Sie einen fast täglichen Umgang mit Compliance schaffen und erhöhen somit die Transparenz bzgl. dieses Themas. Je mehr Information und praktisches Wissen Ihre Mitarbeiter mit an die Hand bekommen, desto höher die Chance, dass Compliance-freundliches Verhalten entwickelt wird.2 


Quellen:
  1. Empfehlung für die Ausgestaltung und Beurteilung von Compliance-Management-Systemen
  2. Compliance-Trainings
  3. Online Compliance-Trainings
  4. Ethics & Compliance Trainings

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