E-Learning Inhalte bedarfsgerecht optimieren - So gehts

Mittwoch, 04. Oktober 2017 - Kategorie: Tipps & Tricks

E-Learning bietet Lösungen für eine Vielzahl komplexer Themen. Doch neben dem Format ist der Inhalt das entscheidende Erfolgskriterium. Um E-Learning effektiv so zu nutzen, dass die Lernenden davon tatsächlich in der Praxis profitieren, müssen Sie zunächst relevante Themen und Informationen identifizieren. Lesen Sie hier 5 wichtige Tipps, mit denen die erfolgreiche Konzeption gelingt.

E-Learning Inhalte bedarfsgerecht optimieren - So gehts

Mit E-Learning lässt sich eine Vielzahl an Problemen lösen, Herausforderungen bestreiten und Entwicklungsprozesse vorantreiben. Kurs-Formate lassen sich spezifisch auf bestimmte Themenfelder zuschneiden, so eignen sich Videos und simulierte Lernsequenzen ideal für interaktive und realitätsnahe Lernprozesse. Wohingegen Quiz oder Gaming-Elemente Informationen und Wissen gezielt abfragen, prüfen und entsprechend Lücken identifizieren und schließen können. Aber wie so häufig muss für die ideale E-Learning Lösung zunächst das tatsächliche „Problem“ identifiziert werden.

E-Learning Verantwortliche sind zwar Experten für die Umsetzung und inhaltliche Aufbereitung der Lerninhalte, doch sie stehen vor der großen Herausforderungen, Themenfelder zu identifizieren, die die reale Arbeitswelt der Lernenden tangiert. Einige E-Learning Inhalt ergeben sich klar aus Veränderungs- und/oder Umstellungsprozessen, wie Einführungen neuer Systeme, Produkte oder Richtlinien. Demgegenüber sind Team- oder Arbeitsbereich-spezifische Themen nicht unmittelbar für Außenstehende, bzw. E-Learning Verantwortliche, zu erkennen.

Um sicherzugehen, dass Sie mit Ihrem E-Learning Kurs auch tatsächlich die Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeiter erfüllen, braucht es einen Plan. Dafür müssen Sie geeignete Strukturen innerhalb Ihres Unternehmens etablieren, die Ihnen relevante Themenvorschläge zuspielen, z.B. aus dem Bereich der Entwicklung oder einzelner Arbeitsbereiche, und zum anderen einen Kanal für wechselseitiges Feedback ermöglichen. Mit der strukturellen Voraussetzung zur Evaluation schaffen Sie die ideale Grundlage, um relevante Kursinhalte zu schaffen und dem Problem der sogenannten „training gaps“ zu entgehen – sogenannte „blinde Flecken“ der Lernkurse, die die Übertragung des Gelernten in die reale Arbeitswelt verfehlen. Wir zeigen Ihnen im Folgenden fünf Tipps, die die wichtigsten Schritte zum erfolgreichen E-Learning zusammenfassen.1

 

1. Gehen Sie einen Schritt zurück

Nehmen Sie eine andere Perspektive ein. Um zu verstehen, was für die Lernenden von Relevanz ist oder wo die tatsächlichen Wissenslücken liegen, müssen Sie sich direkt „unters Volk mischen“. Und das, bevor Sie mit dem eigentlichen Kursdesign beginnen.
Um beispielsweise zu verifizieren, worin genau der Weiterbildungsbedarf eines Teams besteht, sollten Sie die Initiative ergreifen und z.B. das Feedback des Teamleiters einholen. Sie fungieren als Assistenz zur „Problem“-Identifizierung, indem Sie die richtigen Fragen stellen, Themenfelder ggfs. eingrenzen oder sogar (neu er-) öffnen. Als Berater können Sie so gemeinsam mit den Beteiligten Schritt für Schritt das tatsächliche Lernziel herausfiltern. Eine der wichtigsten und umfangreichsten Aufgabe, die sich aber am Ende mit einer höheren Lernerfolgsquote bemerkbar macht.

2. Stellen Sie sich die Frage nach den Sinn

Wenn Sie das Problem identifizieren können, sollten Sie sich die Frage stellen, ob die Art des Problems auch mit Weiterbildungsmaßnahmen gelöst werden kann. E-Learning bietet inzwischen eine große Vielfalt an Formaten und Lerntechniken, die nicht nur informative Lernziele abdecken, sondern auch interaktiven und sozialen Herausforderungen, wie Mitarbeiterbindung, Teambuilding, Business Entwicklungen, Konfliktmanagement, Motivationsförderung etc. begegnen.
Indem Sie das Thema korrekt einordnen, können Sie einschätzen, ob E-Learning an dieser Stelle wirklich Sinn macht.
Mit dieser Einschätzung stecken Sie gleichzeitig die Möglichkeiten und die Grenzen von E-Learning ab. Ein wichtiger Punkt, der gegenüber Mitarbeitern und Projektverantwortlichen deutlich macht, dass Erfolg und Zielerfüllung unter anderem nur dann mit E-Learning geleistet werden kann, wenn den Herausforderungen mit den verfügbaren Instrumenten begegnet werden kann.

3. Suchen Sie den Austausch

Erfahrungsaustausch ist Gold wert. Nicht nur in der Arbeitspraxis, sondern auch für erfolgreiches E-Learning. Um relevante E-Learning Inhalte zu bieten, sollten Sie den Austausch mit den Mitarbeitern suchen, um das Gesamtbild in Ihrer Kurskonzeption zu berücksichtigen. Was beschäftigt die Mitarbeiter, wo liegen die Herausforderungen, was erschwert und was erleichtert die Arbeit? Indem Sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter erfassen und den Kontext des Lernbedarfs einschätzen, lassen sich E-Learning Formate ideal an die Lernanforderungen anpassen, z.B. kurzfristige Lernkonzepte oder aber langfristige Trainings. Liegen die Erwartungen der Teamleiter und der Mitarbeiter auseinander, ist es als E-Learning Verantwortlicher gerade dann die Herausforderung, die beiden Bedürfnisse zusammenzuführen.

4. Nutzen Sie die Erfahrungen von Erfolgsprojekten und Lern-Vorbildern

Nutzen Sie E-Learning Erfolge für sich! Gelungene Lernprojekte oder besonders ausgezeichnete Lernperformances einzelner Nutzer sind die ideale Grundlage für erfolgreiche E-Learning Konzeptionen. Setzen Sie die Erfahrungen der Beteiligten ein, um Do’s and Don’ts für Ihr Projekt zu identifizieren. Dazu können Sie Interviewformate integrieren oder Mitarbeiter direkt in die Kursentwicklung miteinbinden.
Indem Sie positive Beispiele hervorheben oder vorbildliche Mitarbeiter als Experten integrieren, schaffen Sie nicht nur innovative, ergänzende Ressourcen. Sie stärken ebenfalls die Akzeptanz von E-Learning, setzen Lernanreize und erhöhen die Bereitschaft an der hier beschriebenen Produktion passgenauer Inhalte aktiv mitzuwirken.


Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Inhalte Ihrer E-Learning Kurse mit einer geeigneten Struktur und Vorgehensweise an die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter und Unternehmensziele anpassen, dann ist E-Learning im Unternehmen mit seinen Vorteilen der Flexibilität und Mobilität ein erheblicher Fortschritt in Richtung zielgruppengenaue Weiterbildung. Nutzen Sie die hier vorgestellten Tipps, um den Wandel von digitaler Lernkultur in Ihrem Unternehmen weiter zu optimieren.


Quellen:
  1. 5 Tips to Ensure Your eLearning Meets Learner And Business Needs

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