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Vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis - 8 einfache Tipps

Montag, 26. Februar 2018 - Kategorie: Tipps & Tricks

Neben alltäglichen Aufgaben, Erinnerungen und Ablenkungen bleibt Lernenden für das aneignen und vor allem dauerhafte Behalten von Wissen oftmals kaum Zeit. Wie es Ihnen trotzdem gelingen kann, dass Ihre Nutzer sich an die neu erlernten Informationen erinnern, nun in acht einfach umsetzbaren Methoden.

Vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis - 8 einfache Tipps

Sie haben ein umfassendes E-Learning Training gestaltet, welches sowohl interaktiv die Nutzer einbindet, als auch ein klares Lernziel verfolgt, und möchten nun sichergehen, dass die Lernenden den Inhalt auch langfristig im Gedächtnis behalten? Natürlich hängt dies auch von der eigenen Motivation der Nutzer ab. Allerdings können Sie Ihr Training zugunsten der Wissenserhaltung gestalten, sodass es von den Lernenden nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis angewandt werden kann. Wie das geht, lernen Sie mithilfe folgender acht Tipps1.

1. Kennen Sie Ihre Nutzer

Die Arbeit beginnt meistens schon vor dem eigentlichen Erstellen des E-Learning Kurses: Nämlich mit der Analyse Ihrer Nutzer. Machen Sie Gebrauch von Befragungen und Interviews, um so viele Daten wie möglich zu sammeln. Und unterschätzen Sie diese Methode nicht. Denn wenn Sie über die Ziele, Präferenzen und bereits vorhandenem Vorwissen zu dem jeweiligen Thema genügend Informationen haben, können Sie das Training von diesem Punkt aus aufbauen und optimieren. Besonders wichtig ist es, bereits vorhandenes Wissen nicht zu wiederholen, da das Gehirn der Lernenden so mehr Kapazitäten für neue, relevante Informationen nutzen kann. Eine kognitive Überlastung wird somit vermieden, was Ihnen Ihre Nutzer danken werden!

2. Optionale Zusatzaufgaben

Der Begriff „verpflichtend“ wird oftmals mit einer abschreckenden Haltung der Nutzer entgegengenommen. Verbunden werden solche Trainings häufig mit uninteressanten und lang gezogenen Themen. Aus diesem Grund sollten Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, optionale Aufgaben in den Kurs zu integrieren. Motivierte Lernende nehmen solche Möglichkeiten gerne wahr, um Ihren aktuellen Wissensstand in Erfahrung zu bringen. Solche optionalen Zusatzaufgaben helfen außerdem bei der langfristigen Wissenserhaltung, da sie von den Nutzern mit positiveren Emotionen ausgeführt werden, als verpflichtende Aufgaben. So gelangen letztendlich die wichtigsten Informationen vom Arbeitsgedächtnis ins Langzeitgedächtnis. Ziel erreicht!

3. Microlearning Datensammlungen/Quellen

Schnell und einfach an Informationen zu gelangen ist in unserer heutigen Zeit durch das Internet zu einem selbstverständlichen Prozess geworden. Auch Ihre E-Learning Nutzer möchten diese Einfachheit im Alltag beibehalten, weshalb sich Microlearning Datensammlungen, also eine Art Bibliothek für kurz und knackig zusammengefasste Informationen, bestens eignen. Sie zielen auf die Bedürfnisse der Nutzer ab und sind zudem inhaltlich kurz, sowie einfach zugänglich. Die Datensammlung kann sowohl kurze Videos, Podcasts oderandere Microlearning Methoden enthalten. Sollte einer Ihrer Nutzer also ein mit dem Trainingsinhalt verbundenes Problem im (Job-)Alltag haben, kann er durch die Microlearning Datensammlung schnell an die benötigen Informationen gelangen und das Problem lösen. Eine deutlich einfachere Methode, anstatt sich erneut durch das gesamte Training klicken zu müssen! Solange Sie die zu lernende Information in ihre kleinstmögliche Einheit aufteilen, können Sie bei der Datensammlung nicht viel falsch machen.

4. Visuelle Zusammenfassungen

Je nach Lerntyp kann sich das menschliche Gehirn Informationen durch visuelle Darstellungen besser merken, als durch bloßen Text. Egal ob Mindmaps, Graphen, Fotos oder Infografiken - Eine visuelle Zusammenfassung von Informationen hilft den Lernenden bei der aktiven Wissensaufnahme, sowie der langfristigen Wissenserhaltung. Zudem kann das Gehirn das Neugelernte besser mit dem bereits vorhandenen Wissen neuronal Verknüpfen. Achten Sie jedoch auf das „Gesetz der Nähe“, welches laut Gestaltpsychologie besagt, dass nah beieinanderliegende Dinge von unserer Wahrnehmung gruppiert werden und andersherum weit voneinander entfernte Dinge als zusammenhangslos wahrgenommen werden. Passen Sie also bei Ihren visuellen Darstellung auf, dass die Lernenden nicht fälschlicherweise Informationszusammenhänge verwechseln.

5. Gamification

Wie Sie sicherlich bereits in vielen Blogbeiträgen von uns gelesen haben, ist Gamification eine weitere Möglichkeit für Lernende, Wissen einfach beizubehalten. Besonders bei trockenen Themen, kann diese Methode Trainings auflockern und die Teilnehmer zu mehr aktiver Partizipation bewegen. Dies führt wiederrum zu einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass das Erlernte langfristig im Gedächtnis bleibt. Durch Gamification Methoden, wie das Sammeln von Punkten oder Erreichen von höheren Leveln bei einer erfolgreich ausgeführten Aufgabe, bleibt der Lernende am Ball und lässt sich nicht so leicht von Nebenaktivitäten ablenken. Eine weitere Möglichkeit stellen sogenannte „Serious Games“ dar, welche etwas weniger spielerisch sind, jedoch denselben positiven Effekt für die Wissensverarbeitung bringen.

6. Lernpausen & Wiederholungen

Unser Gehirn besitzt (leider) keine unbegrenzten Kapazitäten, weshalb Lernpausen für langfristige Wissensaneignung eine enorm wichtige Bedeutung haben. Dadurch wird eine kognitive Überlastung unseres Verstands vermieden. In Kombination mit regelmäßiger Wiederholung kann der Nutzer die neuen Informationen somit einfacher verarbeiten und abspeichern. Optimal wäre es, wenn Sie den Inhalt des E-Learning Kurses so gestalten, dass verschiedenen Abwandlungen auftauchen, sodass dem Lernenden nicht die Lust am Wiederholen vergeht. Beispielsweise wird dasselbe Thema im ersten Schritt in einem kurzen Video erklärt, gefolgt von einer auf Gamification-Methoden basierten Aufgabe und abschließend eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Nebenbei werden auf diesem Wege auch noch verschiedene Lerntypen abgedeckt!

7. Mobilfreundlichkeit

Besitzt Ihre Webseite ein responsives Design? Vereinfacht gesagt, bedeutet responsives Webdesign, dass Ihre E-Learning Plattform sich auf verschiedenen Geräten (Smartphone, Laptop, Tablet) bezüglich Form, Design und Größe anpasst. Warum ist dieses Thema so wichtig? Immer mehr Menschen führen Online-Trainings auf dem Smartphone durch, während sie unterwegs sind. Aus diesem Grund muss Lernen zu etwas werden, was problemlos und jederzeit möglich ist. Denn wenn Lernende die Möglichkeit besitzen, immer und überall das Neuerlernte zu wiederholen, bleibt es auch länger im Gedächtnis.

Tipp: Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Webseite responsiv ist, können Sie es auf speziell darauf ausgerichteten Webseiten testen. Einfach den Link Ihrer E-Learning Plattform eingeben, und sehen, ob sie das Merkmal Responsivität besitzt. (Zum Beispiel hier.)

8. Nutzergenerierte Inhalte

Ermutigen Sie Ihre Nutzer, selbst Hand anzulegen und Grafiken, Zusammenfassungen oder ähnliches als Teil des E-Learning Kurses zu erstellen. Auf diesem Weg können Sie sichergehen, dass die Lernenden den Inhalt wirklich verstanden haben, was der erste Schritt zur Wissenserhaltung ist. Denn wenn man Informationen nur auswendig lernt, bleibt meistens nicht viel im Langzeitgedächtnis hängen. Angewandtes Wissen ist hier das Stichwort. Eine super Methode, die Ihren Nutzern zu nachhaltigem Wissensaufbau verhilft!


Geben Sie der Vergesslichkeit keine Chance und verhelfen Sie mit diesen Tipps Ihren E-Learning Nutzern zur Erhaltung des neu gelernten Wissens. Nebenbei profitieren davon nicht nur die Lernenden. Auch für Sie springt dabei eine höhere Qualität Ihrer Trainings raus!


Quellen:
  1. 9 Knowledge Retention Techniques for eLearning

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