WebCampus auf der LEARNTEC 2019

E-Learning Branchenbeispiel – Siemens

Mittwoch, 03. Oktober 2018 - Kategorie: E-Learning Trends

Der Konzern Siemens gilt als eines der fortschrittlichsten Unternehmen, wenn es um die Weiterbildung der Mitarbeiter geht. Doch obwohl der Konzern ein bereits etabliertes Trainingsprogramm besitzt, kommen durch den kontinuierlichen technischen Fortschritt und die ständige Weiterentwicklung des Unternehmens immer neue Herausforderungen dazu, welche es zu meistern gilt. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie ein Learning-Management-System Siemens zur Problemlösung verhelfen konnte.

E-Learning Branchenbeispiel – Siemens

Siemens Trainingsprogramm

Mit den Worten „Siemens ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit dem Fokus auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.“1 beschreibt sich der Konzern Siemens selbst auf der unternehmenseigenen Homepage. Auch was die Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter angeht, zählt Siemens zu den weltweit führenden Unternehmen. Unter anderem hat das Trainingsprogramm einen anerkannten Preis2(Brandon Hall Excellence Award) der Branche gewonnen.
Im Folgenden soll es um eine Division des Konzerns mit dem Namen Siemens BT, wobei „BT“ für Building Technologies steht, gehen. Die Zielsetzung der Division umfasst umweltfreundliche, energieeffiziente Gebäudetechnik und Infrastruktur. Die optimale Schulung der Mitarbeiter brachte das Unternehmen vor einige Herausforderungen, welche jedoch nicht mit dem üblichen Trainingsprogramm zu lösen waren. Aus diesem Grund wurde bei Siemens BT ein erweitertes Trainingssystem genutzt, welches wir Ihnen im Folgenden vorstellen werden.

Die Herausforderung

Obwohl der Konzern bereits seit über sechzig Jahren Trainings und Schulungen für ihre Mitarbeiter anbietet, sind bei der Division Siemens BT einige neue Herausforderungen3 aufgetreten:
Zunächst einmal müssen die Mitarbeiter lernen, mit komplexer Soft- und Hardware umzugehen, welche die gesamte Technik in Gebäuden steuern. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass das System fehlerfrei und ohne Zeitverzögerung installiert wird. Denn nur, wenn diese Herausforderung von den Mitarbeitern gemeistert wird, kann Siemens BT überhaupt profitabel sein. Des Weiteren sind diese Faktoren für die Kundenbindung und Reputation des Unternehmens besonders relevant.

Doch wieso konnte das übliche Trainingsprogramm/Lernsystem nicht genutzt werden?

Laut dem Siemens BT Manager George Kuhn war kein standardisierter Prozess verfügbar, um bereits vorhandene technische Fähigkeiten in der Arbeiterschaft zu dokumentieren und die Weiterentwicklung dieser zu analysieren. Zudem muss mittels des Lernsystems kontrolliert werden können, inwiefern die Systeminstallationen der Gebäude im Zeit- und Budgetrahmen liegen - ein Element was ebenfalls fehlte.
Da es sich bei Siemens um einen internationalen Konzern handelt besteht eine weitere Herausforderung darin, ein einheitliches Trainingsprogramm für mehrere Länder in über achtzig Standorten zu erstellen.

Die Zielsetzungen an das neue Lernsystems waren somit die Generierung einer höheren und zugleich messbaren Produktivität der Mitarbeiter, um eine Kostenreduktion bei den jeweiligen Systeminstillationen für die Gebäude zu erreichen. Zudem soll die Zufriedenheit der Arbeitnehmer durch das neue, angepasste Trainingsprogramm gesteigert werden, was im besten Fall zu einer verringerten Fluktuationsrate beiträgt. Insgesamt führen diese Faktoren im Optimalfall zu einer höheren Kundenzufriedenheit und langfristiger Kundenbindung.

Lösungsansatz

Während des Erstellungsprozesses für ein neues Trainingsprogramm hat Siemens BT zügig festgestellt, dass ein effektives LMS (Learning-Management-System) der Schlüssel zur Lösung der beschriebenen Probleme ist. Dieses soll dazu beitragen, die Gebäude-Systeminstallationen effektiver zu gestalten und zudem besonders nutzerfreundlich für die Mitarbeiter sein. Da das LMS durch Lernanalysen die aktuellen Fähigkeiten der Mitarbeiter messen kann wird außerdem sichergestellt, dass jeder Einzelne ein entsprechend angepasstes Trainingsprogramm bekommt (Stichwort personalisiertes Lernen).
Aufgrund dieser Vorteile entschied sich Siemens BT für einen Wechsel ihres traditionellen Lernprogramms zu einem LMS mit verbesserter Benutzerfreundlichkeit und einem Cloud-basierten Design. Somit konnten letztendlich die Herausforderungen der Siemens-Division beseitigt werden, da umfassende Analysemöglichkeiten geboten werden, welche auf die Mitarbeiter abgestimmte Trainingsprogramme garantieren. Zudem wird hervorgehoben, dass mittels des LMS Fähigkeitslücken der Mitarbeiter besonders schnell identifiziert werden können. Diesen kann dann mittels der passenden Schulungen einfacher entgegengewirkt werden, wodurch eine langfristige Weiterentwicklung der Mitarbeiter garantiert wird.

Ressourcen-Problem

Zur erfolgreichen Entwicklung und Umsetzung des neuen, standardisierte Trainingssystems musste Siemens BT ein weiteres Problem lösen: Das Unternehmen besaß nicht genügend Mitarbeiter in der Lern- & Entwicklungsabteilung, um dieses umfassende Projekt durchzuführen. Eine Lösung wurde jedoch relativ schnell gefunden. Das Unternehmen holte sich Unterstützung durch externe Berater und Entwickler, welche bei der Entwicklung des neuen LMS beteiligt waren.

Der Veränderungsprozess

Für den Erfolg des neuen Trainingsprogrammes muss letzten Endes garantiert werden, dass der Wechsel zum neuen LMS problemlos und an allen Unternehmensstandorten einheitlich vollzogen wird. Um dies zu erreichen, hat das Management von Siemens BT die folgenden vier Schritte vollzogen:

1. Kontrolle
Manchmal tritt der Fall ein, dass einzelne Standorte der Siemens Division das neue Trainingssystem nicht implementieren. Sollte dieser Fall trotz der grundsätzlich starken Trainingskultur bei Siemens eintreten, werden die zuständigen Manager auf direktem Wege kontaktiert und auf das Problem hingewiesen.

2. Einbezug
Bei der Entwicklung vom neuen Lernsystem wurde sehr eng mit den jeweiligen Bereichsleitern der einzelnen Standorte zusammengearbeitet, um die optimalen Methoden für das Trainingssystem zu ermitteln. Durch das Einbeziehen dieser internen Empfehlungen wird zum einen eine höhere Effektivität des Trainings garantiert. Des Weiteren besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das neue System tatsächlichen umgesetzt wird. Denn letzten Endes kennen die jeweiligen Bereichsleiter die Schwächen ihrer eigenen Mitarbeiter am besten und nur wenn die eigentlichen Nutzer des LMS mit dessen Eigenschaften zufrieden sind, wird es auch wirklich genutzt.

3. LMS-Berichte
Mittels der integrierten Berichterstattung des neuen LMS können die Manager Erkennen, an welchen Standorten die größten Fähigkeits- und Wissenslücken bestehen. Die jeweiligen Bereichsleiter wurden informiert, sodass diese Ihre Mitarbeiter dementsprechend besonders fördern, und in Folge dessen die Wissenslücken schließen konnten.

4. Erfolg messen
Zur Sicherstellung des Erfolges des LMS wurden regelmäßige Online-Meetings mit allen zuständigen Managern abgehalten, bei denen über das Trainingsprogramm diskutiert werden konnte. Dies machte sowohl die Einführung, als auch Etablierung des Systems deutlich leichter, da beteiligte Personen ihre jeweiligen Sorgen und Probleme auf direktem Wege äußern konnten.


Resultate

Insgesamt wird berichtet, dass mehr als 90% der Mitarbeiter von Siemens BT das neue Trainingsprogramm positiv angenommen haben und auch die Manager sehr zufrieden sind. Es konnte zudem festgestellt werden, dass die Produktivität der Mitarbeiter deutlich gestiegen ist, da diese die Systeminstallationen der Gebäude deutlich schneller und mit einer geringeren Fehlerquote durchführen konnten. Somit wurden die vom Unternehmen zu Beginn gestellten Zielsetzungen durch die Implementierung des neuen LMS eindeutig erreicht.

Am Beispiel von Siemens BT wird deutlich, wie wichtig die richtige Auswahl eines passenden LMS für die jeweiligen Bedürfnisse einer Organisation ist. Denn nur durch ein angepasstes Trainingsprogramm können langfristige Zielsetzungen wie erhöhte Mitarbeiterproduktivität oder Kundenbindung auch wirklich durch die Arbeit der Lern- & Entwicklungsabteilung erreicht werden. 

Quellen:
  1. Siemens - ein weltweit führendes Unternehmen
  2. Siemens Wins Silver Brandon Hall Group Excellence in Learning Award
  3. How Siemens Used The ExpertusONE LMS To Achieve Standardized Training Excellence

E-Learning Newsletter

Wir informieren Sie quartalsweise über aktuelle Themen und Trends im E-Learning.

Newsletter Anmeldung

E-Learning Feed

Abonieren Sie unseren RSS Feed

Archiv

WebCampus

Heimat Deines Wissens.

Alphabrik GmbH
Telefon: +49 (0) 40 30 20 803 0
Telefax: +49 (0) 40 30 20 803 99

Mitglied im BITKOM e.V.

Innovationspreis IT - Best of 2016
WebCampus made and hosted in Germany
DIQP Service Qualität 2017 / 2018: sehr gut
Kontaktieren Sie uns

Sie finden uns auch auf:

© 2017 Alphabrik GmbH