Online oder Face to Face? Die Vorteile des E-Learnings

Donnerstag, 04. April 2019 - Kategorie: E-Learning Trends

Traditionelles Lernen Face to Face oder mit Online-Modulen? Ob Weiterbildungen, Schulungen, Einführungen neuer Software – die Frage stellt sich für jede Trainingseinheit neu. Dabei bietet E-Learning viele Vorteile, von monetären bis zu organisatorischen. Zweifellos hat auch das Face-to-Face-Learning seine Pluspunkte. Integriert werden beide Methoden im Blended Learning. Hier erfahren Sie mehr über die Vorteile des E-Learnings und wie Sie digitale Module mit persönlichen Kontakten gewinnbringend nutzen.

Online oder Face to Face? Die Vorteile des E-Learnings

Wissen ist bekanntlich Macht – doch nie hatten Mitarbeiter so wenig davon parat: Mitte der 80er-Jahre waren es noch durchschnittliche 75 Prozent von dem, was für den Job benötigt wurde. 20 Jahre später schrumpfte die Zahl auf nur noch zehn Prozent1. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass sich Technologien immer schneller entwickeln und Teams stetig auf den aktuellen Stand gebracht werden müssen. Die Frage lautet: Auf welche Weise? Traditionelle Lehrveranstaltungen, bei denen ein Trainer oder Coach einer Gruppe die neuesten Erkenntnisse liefert oder auf den Job vorbereitet, sind weitgehend passé. Ersetzt werden sie zunehmend durch E-Learning-Module. Diese lassen sich jederzeit und überall erarbeiten und bieten so eine hohe Flexibilität.

Machen Sie's digital!

Eine Studie enthüllt es: E-Learning wird bevorzugt. Die Unternehmensberatung Deloitte und die Fosway-Group nahmen das Lernverhalten von qualifizierten Mitarbeitern unter die Lupe2 und fanden unter anderem heraus, dass sie sich nicht nur gerne weiterbilden und einem Unternehmen, das ihnen diese Möglichkeit bietet, länger erhalten bleiben. Sie möchten am liebsten genau dann lernen, wenn sie gerade Zeit dafür haben – 56 Prozent bevorzugen diese flexible Art der Weiterbildung. 49 Prozent von ihnen präferieren das Selbststudium mit Online-Modulen, 44 Prozent schätzen Webinare und 40 Prozent lernen am besten per Video.

E-Learning bietet zahlreiche Vorteile, die die Anforderungen der Mitarbeiter erfüllen: Die Module lassen sich überall ausführen: zu Hause auf dem Notebook, wenn im Arbeitsalltag gerade Leerläufe sind, die so sinnvoll gefüllt werden, unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. Zudem kann jeder Lernende in seinem eigenen Tempo vorgehen. Manche halten sich mit dem einen oder anderen Modul länger auf und sind mit dem anderen schneller fertig, weil sie bereits Vorkenntnisse mitbringen. Die individuellen Vorkenntnisse und das Lerntempo lassen sich im Vergleich zu traditionellen Lernmethoden wesentlich besser abbilden. Viele Inhalte können digital sogar besser abgebildet werden – etwa wenn es um neue Softwarefunktionen geht.

Face to Face Learning – Vor- und Nachteile

Auch das traditionelle Lernen hat seine Vorteile. Deshalb ist es keine Frage von entweder oder, ob Sie auf E-Learning oder Face to Face Learning setzen sollten3. Nur wenn ein Coach oder Trainer den Lernenden gegenübersteht, können sich etwa Diskussionen ergeben, die mehr vermitteln als den reinen Lernstoff – und die stärker im Gedächtnis bleiben. Es ist zudem positiv für den Lernerfolg, als Teil einer Gruppe zu agieren, gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten und sich etwas von anderen abzuschauen – etwa wie einem Kunden bei einem komplexen Problem geholfen wird.

Allerdings ist diese Form des Lernens vergleichsweise schwer zu organisieren und sie kostet mehr als E-Learning. Es muss Zeit gefunden werden, während derer die Mitarbeiter nicht für ihren eigentlichen Job zur Verfügung stehen. Lehrkräfte kosten, und das nicht zu knapp. Die Kurse müssen organisiert werden, es muss ein Raum zur Verfügung stehen und für die Dauer der Weiterbildung gegebenenfalls Vertretungen bereitgestellt werden. Jede Menge Aufwand also, der sich vermeiden lässt, wenn Sie auf digitale Weiterbildungen setzen.

Das Beste aus zwei Welten

Blended Learning lautet das Zauberwort, mit dem Sie die Vorteile des Face-to-Face-Learnings mit denen von digitalen Weiterbildungen vereinen4. Blended bedeutet übersetzt „vermischt“ – und so mixen Blended-Learning-Methoden die Vorteile von E-Learning mit denen der traditionellen Präsenz-Lehre. Innerhalb eines Kurses können so digitale Module mit Präsenzveranstaltungen, Webinare mit Online-Vorlesungen, Gruppenarbeiten mit Video-Tutorials kombiniert werden – und das sind nur einige mögliche Beispiele. Die Planung einer Weiterbildung oder einer Schulung mit Blended Learning erfordert allerdings einige Organisation. Denn es müssen mitunter Lehrer gebucht und Räume vorbehalten werden. Eine Alternative sind Video- oder Skype-Konferenzen, bei denen sich die Lerngruppe zwar verbal austauscht, aber sich lediglich hört oder auf dem Bildschirm sieht.

So gibt es ganz unterschiedliche Blended-Learning-Modelle, die jeweils mal mehr, mal weniger Präsenz erfordern und dennoch den persönlichen Kontakt als Lern-Plus in den Fokus stellen5:

Face-to-Face-Modell: In einem Präsenzkurs werden zusätzlich Online-Module zur Verfügung gestellt. Sie werden meist direkt vor Ort bearbeitet, in Ausnahmefällen außerhalb der Kurszeit. Mitunter stehen weiterführende Lernunterlagen online zur Verfügung.

Rotations-Modell: Der Unterricht findet abwechselnd online und vor Ort statt. Auch hier lassen sich im Präsenz-Unterricht Online-Module integrieren, mit der Möglichkeit, offene Fragen direkt klären und Fragen diskutieren zu können.

Flex-Modell: Vornehmlich handelt es sich beim Flex-Modell um Online-Kurse. Trainer und Coaches können jedoch zu festgelegten Zeiten kontaktiert werden – persönlich, per Skype, (Video)-Chat oder telefonisch – und beantworten offene Fragen. Zu bestimmten Terminen oder bei auftretenden Problemen sind zudem persönliche Treffen vorgesehen.

Eigener Blend / Self Blend: Zusätzlich zum Face-to-Face-Kurs werden weiterführende Online-Kurse angeboten. Diese können zum Beispiel Spezialwissen oder zusätzliche Module umfassen und das Präsenzangebot sinnvoll ergänzen.

Online-Modell: Hier werden vor allem E-Learning-Module verwendet und die Kommunikation bei Diskussionen oder offenen Fragen findet online statt. Ergänzend können Präsenz-Termine wahrgenommen werden, sie bleiben jedoch die Ausnahme.

Mit Blended Learning erhalten Sie das Beste aus zwei Welten und verknüpfen die Vorteile des E-Learnings mit denen der Face-to-Face-Kommunikation. Dabei sparen Sie für Ihre Weiterbildungen, Auffrischungskurse, Seminare und Co. Geld und Zeit – und erfüllen zugleich die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter, die sich, wie die oben genannte Studie zeigt, vor allem Freiheit beim Lernen wünschen, während sie Wissen in vielen Bereichen am besten in persönlicher Kommunikation abspeichern können.


Quellen:
  1. Mitarbeiterschulungen: E-Learning versus Face to Face
  2. Profile of a modern learner
  3. Online learning vs face to face learning: why you should make the switch
  4. Blended Learning, welche Modelle gibt es und was sind die Vor- und Nachteile?
  5. Blended Learning

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