So erstellen Sie spannende Inhalte zu langweiligen Themen

Mittwoch, 10. April 2019 - Kategorie: Tipps & Tricks

Erzeugen Ihre E-Learning-Kurse bei Ihren Teilnehmern regelmäßig Gähn-Attacken? Das könnte an der Präsentation der Inhalte liegen. Nicht immer sind die Themen von Weiterbildungen hoch spannend. Oftmals müssen trockene Fakten vermittelt werden – und das sorgt nicht gerade für Begeisterung bei den Teilnehmern. Es kann jedoch anders laufen. Hier erfahren Sie, wie Sie selbst mit langweiligen Themen Aufmerksamkeit erzielen.

So erstellen Sie spannende Inhalte zu langweiligen Themen

E-Learning boomt - und das Lernen in den eigenen vier Wänden, in den Pausen oder unterwegs bietet zweifellos viele Vorteile. Doch kann es unter Umständen auch mal langweilig werden – vor allem, wenn das Thema nicht gerade für Luftsprünge bei den Lernenden sorgt. Die Kunst eines erfolgreichen E-Learning-Projekts ist es, auch trockene Inhalte spannend zu gestalten und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu halten. Das kann durch die Art der Texte geschehen, die mit überraschenden Fakten Aufmerksamkeit auf sich lenken. Oder durch die Gestaltung, die mit Videos, kurzen Textblöcken, Grafiken und Fotos abwechslungsreich wird. Hier stellen wir Ihnen drei Methoden vor, wie Sie drögen Themen Spannung verleihen: mit der Gestaltung, der Formulierung der Fakten und dem Wecken von Emotionen.

Lineare vs. nicht lineare Gestaltung: So bleibt die Aufmerksamkeit erhalten

Lineare Kurse sind einfach zu gestalten: Inhalte werden Schritt für Schritt abgearbeitet, und das in möglichst kurzen Einheiten. Sie imitieren quasi eine Vorlesung1. So einfach wie ein solcher E-Learning-Kurs zu gestalten ist, so langweilig kann er jedoch sein. Die Teilnehmer klicken sich von Einheit zu Einheit, haben aber nur wenig oder gar keine Gelegenheit, die Inhalte zu reflektieren und sie in ihrem eigenen Tempo abzuarbeiten. So bleibt nur wenig hängen und der Kurs ist im schlimmsten Fall umsonst. Ein nicht linearer E-Learning-Kurs geht anders vor: Die Antworten des Nutzers beeinflussen die weiteren Kursinhalte. So lassen sich individuelle Kurse absolvieren, die etwa Vorkenntnisse berücksichtigen oder die Lernenden dazu animieren, selbst eine Lösung für ein definiertes Problem zu finden – und diese nicht auf dem Silbertablett präsentieren.

Der Spannungsbogen wird bei einem solchen nicht linearen E-Learning-Kurs vor allem durch die Art der Präsentation erreicht. Selbst trockene Themen lassen sich so vermitteln – die Motivation kommt durch die individuellen Ziele und die Herausforderungen, die sich im Laufe des Kurses ergeben. Aufmerksamkeit lässt sich auch dadurch erzielen, dass sich die Kurse individuell an den Kenntnisstand und die Vorlieben der Teilnehmer zuschneiden lassen. Mancher bevorzugt eine mediale Aufbereitung mit Videos und interaktiven Elementen. Andere lesen womöglich lieber ein PDF. Bieten Sie mehrere Optionen an. So erhöhen Sie die Bereitschaft, überhaupt am E-Learning-Kurs teilzunehmen – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Inhalte hängen bleiben.

Um die Ecke denken: Erstellen Sie überraschende Inhalte

Nicht alle Inhalte haben das Potenzial zum Tagesgespräch zu werden. Die Kunst liegt darin, sie so zu gestalten, dass Sie die Aufmerksamkeit der Kursteilnehmer wecken. Das kann allein durch eine ansprechende Sprache geschehen2. Ein Beispiel:
Willkommen bei unserem E-Learning-Kurs! In den folgenden 50 Lektionen erfahren Sie, wie sich der neue Sozialkassentarifvertrag auf die Baubetriebe auswirken wird. Auch unser Unternehmen wird sich mit diesen Fragen auseinandersetzen müssen. Es ist daher wichtig, dass Sie auf dem neuesten Stand sind.
Nicht gerade spannend, nicht wahr? Freuen Sie sich schon auf die kommenden 50 Lektionen? Mit Sicherheit eher nicht. Anders könnte es jedoch aussehen, wenn der Kurs so angekündigt wird:

Keine Anpassungen seit vielen Jahren – es ist höchste Zeit für einen neuen Sozialkassentarifvertrag3. Arbeitnehmer warten seit Jahren auf eine Erhöhung. Doch welche Auswirkungen wird das auf unser Unternehmen haben? Rechtssicherheit auf der einen, zahlreiche Neuerungen auf der anderen Seite. Erfahren Sie jetzt mehr und holen Sie sich alle nötigen Informationen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufmerksamkeit der Teilnehmer geweckt ist, dürfte wesentlich höher sein. Die Inhalte sind dieselben, nur der Fokus hat sich geändert. Eine ansprechende sprachliche Gestaltung ist die halbe Miete, um Ihre Teilnehmer bei der Stange zu halten und sie auch für trockene Inhalte zu begeistern. Achten Sie bei der Formulierung von Fließtexten auf diese Punkte – und Sie werden sich über ein wesentlich erhöhtes Aufmerksamkeitslevel freuen können:
Fassen Sie sich kurz. Verwenden Sie kurze, prägnante Sätze, die die wichtigsten Fakten zusammenfassen.
Überraschen Sie: Beginnen Sie mit einer Information, die Ihre Leser voraussichtlich nicht kennen oder nicht mit den Kursinhalten in Verbindung bringen. Natürlich sollten Sie hier nicht einfach irgendetwas in den Raum werfen – es sollte schon im weiteren Sinne mit Ihrem Kursthema zu tun haben.

Nutzen Sie ergänzende Grafiken: Visualisieren Sie die Informations-Häppchen mit Grafiken und Fotos. So bleiben die Fakten besser im Gedächtnis. Noch besser sind interaktive Grafiken und Videos4. So ziehen Sie die Teilnehmer direkt ins Geschehen. So können Sie Gefahren visualisieren und Gefahrenpunkte erlernen lassen, neue Fakten vermitteln und vor allem die Teilnehmer selber darauf kommen lassen.

Gefühle vs. Fakten – erstellen Sie emotionale Verbindungen

Die harten Fakten vergisst man mitunter schnell, vor allem, wenn sie nicht per se spannend sind. Anders sieht es jedoch mit Gefühlen aus. Das kennen Sie mit Sicherheit aus eigener Erfahrung: Ereignisse oder Geschichten, die bei Ihnen große Freude oder Verärgerung hervorgerufen haben, bleiben im Gedächtnis. Nutzen Sie diese Tatsache für Ihre E-Learning-Projekte. Besonders geschickt stellen Sie es an, wenn Sie mit dem Mittel des Storytelling arbeiten5. Verpacken Sie die Fakten in eine Geschichte, die Emotionen weckt. Schaffen Sie ein Szenario, das die Teilnehmer kennen, idealerweise eine Situation aus dem Arbeitsalltag. Das können Erfolge oder Misserfolge sein, typische Situationen, die alltäglich vorkommen, oder Zukunftsszenarien. Mit einer durchdachten Dramaturgie bleibt die Aufmerksamkeit über die gesamte Story erhalten. Kombinieren Sie das Storytelling mit oben genannten Kniffen – einer ansprechenden Gestaltung und prägnanten, überraschenden Texten – und profitieren Sie von E-Learning-Modulen, die im Gedächtnis bleiben.


Quellen:
  1. 3 Ideen für eine persönlichere E-Learning-Erfahrung
  2. 3 strategies to turn boring topics into engaging content
  3. Änderungen 2019: Neue Gesetze und Regelungen im Überblick
  4. 5 Ideen für motivierende Interaktionen statt langweiliger Auflistungen
  5. Das Löwenzahn-Prinzip

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