Warum mobiles Lernen von hoher Bedeutung ist

Donnerstag, 18. April 2019 - Kategorie: E-Learning Trends

Mobil muss sein: Auch Lerninhalte werden zunehmend über mobile Geräte abgerufen. Das bietet zahlreiche Chancen für Ihre E-Learning-Projekte, doch auch Herausforderungen. Alles über die Do´s und Dont´s im M-Learning.

Warum mobiles Lernen von hoher Bedeutung ist

Über mobile Geräte haben Ihre Kursteilnehmer zu jeder Zeit und von jedem Ort aus Zugriff auf ihre Kurse. Ob auf der sprichwörtlichen grünen Wiese, bei der Auszeit in der Mittagspause oder in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit – lernen ist heute überall möglich. Damit mobiles Lernen (auch M-Learning genannt) funktioniert, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein. Das betrifft die Aufbereitung der Inhalte ebenso wie die technische Infrastruktur. Fragen der Sicherheit stellen sich ebenfalls. Worauf Sie beim Thema M-Learning achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum mobiles Lernen?

Das Smartphone ist allgegenwärtig: Eine Befragung des E-Learning-Portals Elucidat aus dem Jahr 20181 ergab, dass 96 Prozent der Menschen es bei offenen Fragen zur Hand nehmen. Sie googeln, lassen sich zum Ziel navigieren, schlagen bei Wikipedia nach. Bis zu zehnmal in der Stunde überprüfen sie ihr Smartphone zudem auf neue Nachrichten. Elucidat fand außerdem heraus, dass 56 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen am liebsten genau dort etwas lernen möchten, wo sie gerade Zeit dafür haben. Dagegen bevorzugen nur 41 Prozent, ihre E-Learning-Module am Schreibtisch zu bearbeiten. So liegt es auf der Hand, E-Learning mobil zu machen.

M-Learning funktioniert allerdings nur, wenn Inhalte aus den Lehrmodulen so aufbereitet werden, dass sie sich auf dem kleinen Smartphone- oder Tablet-Bildschirm komfortabel abrufen lassen. Responsive Design lautet das Schlagwort: Webseiten oder digitale Inhalte, die sich plattformübergreifend optimal darstellen lassen. Die Notwendigkeit beim E-Learning ist jedenfalls gegeben – und sie wird immer wichtiger. Im Jahr 2021 werden weltweit rund 2,3 Milliarden mobile Nutzer allein von digitalen Videos prognostiziert2. Das passt zu den Ergebnissen des Trendmonitors E-Learning3: Videobasierte Lerneinheiten werden demnach immer wichtiger. Rund 71 Prozent der Befragten stufen Videos als sehr bedeutsam für zukünftiges E-Learning ein. Bis zum Jahr 2020 wächst der mobile Datenverkehr via Smartphone um durchschnittlich 54 Prozent4. M-Learning wird damit langsam aber sicher zu einer Notwendigkeit, die zumindest zusätzlich angeboten werden soll, um letztendlich die Akzeptanz Ihrer E-Learning-Projekte zu steigern und so den Lernerfolg zu erhöhen.

Gute Gründe für mobiles Lernen

Immer mehr Menschen nutzen mobile Endgeräte für die unterschiedlichsten Anwendungen – und sie haben gute Gründe dafür. Mehr Komfort, eine schnellere Datenverfügbarkeit, immer auf dem Laufenden bleiben: Die Nutzungsszenarien sind vielfältig. Sie lassen sich auch auf Ihre E-Learning-Projekte adaptieren. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) zählt die sieben wichtigsten Gründe für mobiles Lernen in einem Whitepaper auf5. Neben der ohnehin schon weitverbreiteten Nutzung von Smartphones und Co. stellt der Verband die hohe Flexibilität in den Fokus: Zeit- und ortsunabhängiges Lernen sei vor allem vor dem Hintergrund zunehmender Reisetätigkeit von Mitarbeitern interessant. Wer häufig beruflich unterwegs ist, hat im Unternehmen schlicht wenig Zeit, sich weiterzubilden. Live-Seminare und Präsenzveranstaltungen kann er häufig nicht wahrnehmen, weil er zum Beispiel beim Kunden oder auf Messen unterwegs ist. Mit M-Learning lassen sich etwa Leerlaufzeiten zwischen zwei Kundenterminen nutzen und es ist auch im Ausland verfügbar. Plattformübergreifende Lernsysteme erlauben es zudem, dass Lektionen, die am stationären Rechner begonnen wurden, sich mobil fortführen lassen.
Die Nutzer dort abholen, wo sie stehen

Auch junge Menschen, die sogenannten Digital Natives, spricht mobiles Lernen an. Viele nutzen gar keinen stationären Rechner mehr, sondern rufen sämtlich digitale Inhalte via Smartphone auf. Die Nutzung von Apps ist für sie selbstverständlich und so liegt es nahe, das Thema Weiterbildung digital anzugehen. Das gilt zunehmend nicht mehr nur für die junge Generation – ältere Mitarbeiter haben ihr mobiles Endgerät ebenfalls ständig bei der Hand. Das eröffnet die Möglichkeit, Lerninhalte genau dann abzurufen, wenn sie benötigt werden – so wie Sie bei Wikipedia oder Google nachschlagen. M-Learning-Lektionen sind in der Regel in kleine Schritte aufgeteilt. Wissen wird häppchenweise vermittelt, die Inhalte sind kompakt, knackig und klar aufbereitet. Damit sind sie prädestiniert dafür, sie „mal eben schnell“ abzurufen, zu wiederholen und so langfristig im Gedächtnis zu speichern.

Vor- und Nachteile des M-Learnings

An jedem Ort, zu jeder Zeit, wann immer Wissen benötigt wird – M-Learning zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus, die von den Teilnehmern an E-Learning-Kursen in vielen Fällen erwünscht ist. Vor allem Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, schätzen die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und lassen sich eher zur Weiterbildung motivieren, wenn sie die Inhalte mitnehmen können. Lern-Einheiten auf dem Smartphone oder Tablet spielerisch zu gestalten – Stichwort Serious Games – erhöht die Motivation noch mehr. Und: M-Learning lässt sich unkompliziert und preisgünstig an verteilten Standorten einsetzen. Ob Ihre Mitarbeiter in Berlin oder Hongkong sitzen, sie alle können sich zur selben Zeit dieselben Inhalte anschauen.

So bietet mobiles E-Learning viele Vorteile. Doch es gibt auch Herausforderungen. Eine davon ist das Thema Sicherheit: Wenn Sie Lerninhalte überall hin mitnehmen können, spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle. Schließlich handelt es sich häufig um sensible Inhalte und Firmeninterna. Smartphones und Tablets sind per se bereits eine Bedrohung für die Datensicherheit im Unternehmen6. Wird mit privaten Endgeräten auf Firmendaten zugegriffen, wie es beim M-Learning in der Regel der Fall ist, können vertrauliche Daten in falsche Hände geraten. So sind es dem BITKOM zufolge insbesondere vor allem Sicherheitsbedenken, die Unternehmen heute davon abhalten, mobiles E-Learning einzuführen. Erst 17 Prozent der Groß- und 7 Prozent der mittelständischen Unternehmen setzen auf M-Learning. Dabei birgt mobiles Lernen vielfältige Potenziale – und nicht zuletzt auch neue Herausforderungen für die IT-Abteilung der Unternehmen.


Quellen:
  1. Profile of a modern learner
  2. Mobiles Lernen wird der Umsatzbringer No. 1 
  3. Anzahl der mobilen Nutzer digitaler Videos weltweit in den Jahren 2016 und 2017 sowie eine Prognose bis 2021
  4. Jährliche Wachstumsrate der Anzahl mobiler Endgeräte im Vergleich zum Datenverkehr bis 2020
  5. Sieben gute Gründe für mobiles Lernen
  6. Wie viel Sicherheit braucht Mobiles Lernen?

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