Zwölf E-Learning-Faktoren, die Sie unbedingt beachten sollten

Donnerstag, 13. Juni 2019 - Kategorie: Tipps & Tricks

Maßgeschneidertes E-Learning bedeutet nicht, das Rad stets neu erfinden zu müssen. E-Learning-Module und -Vorlagen können äußerst hilfreich sein, um keine wichtigen Elemente zu vergessen und eine auf Ihre Zielgruppe angepasste Lernerfahrung zu bieten. Hier erfahren Sie, worauf es bei optimal zugeschnittenen E-Learning-Modulen ankommt.

Zwölf E-Learning-Faktoren, die Sie unbedingt beachten sollten

Es gibt standardisierte Vorlagen, die Sie mit speziellen Authoring-Tools erstellen und bei denen Sie lediglich das Layout und die Inhalte individuell anpassen. Um diese soll es hier jedoch nicht gehen. Stattdessen beschäftigen wir uns mit den essenziellen Bausteinen eines E-Learning-Kurses.

Faktoren für erfolgreiches E-Learning

Eine solche Liste mit E-Learning-Bausteinen zu erstellen, hat mehrere Vorteile:

  • Sie bilden die Grundstruktur des Kurses
  • Sie erinnern Autoren an wichtige Inhalte, die keinesfalls vergessen werden sollten 

Zudem können die Kursteilnehmer nach Abschluss des E-Learnings immer wieder auf die Module zurückgreifen und das Gelernte wiederholen. Es prägt sich so besser ein und nutzt ihnen direkt im Arbeitsalltag.

Einige Ideen für das Erstellen von E-Learning-Modulen

Was sollten Sie beachten, wenn Sie Module für Ihre E-Learnings erstellen, die sich universell nutzen lassen? Hier finden Sie Tipps für erfolgversprechende Bausteine.

1. Was ist für die Teilnehmer drin?

Optimale Bausteine zeigen auf einen Blick, was die Teilnehmer vom Kurs haben: Was lernen sie, wie können sie die Inhalte in der Praxis anwenden, und warum ist der Kurs wichtig?

2. Wie läuft der Kurs ab? Oder: Eine kurze Anleitung für die Navigation durch das E-Learning

Neue und nicht unbedingt übliche Funktionen sollten verständlich sein: Zu Beginn des E-Learnings muss nicht jeder Button und jedes Feature mit einem Hilfe-Text unterlegt sein. Besser ist es, selbsterklärende, intuitiv begreifbare Inhalte anzubieten. Die Teilnehmer haben bereits einen Lerneffekt, wenn sie die Funktionen selbst entdecken, und dabei auch Spaß. Optional können Sie zusätzliche Hilfsmittel für diejenigen Teilnehmer bereitstellen, die sich mit digitalen System (noch) schwer tun. Hier gilt grundsätzlich: Holen Sie die Teilnehmer dort ab, wo sie stehen. Dafür ist es notwendig, dass Sie wissen, auf welchem Level sie sich jeweils befinden1.

3. Übung macht den Meister

Das eigentliche Lernen steht naturgemäß bei jedem E-Learning-Projekt im Fokus. Lernmodule sollten diese vier Voraussetzungen erfüllen:

  • A. Eine praxisnahe Lernumgebung. Der Kurs sollte ein glaubwürdiges Szenario bilden, in das die Teilnehmer sich hineinversetzen können und das möglichst nahe an ihren praktischen Erfahrungen orientiert ist.
  • B. Entscheidungen treffen: Die Teilnehmer sollten sich innerhalb des praxisnahen Szenarios für eine oder mehrere Aussagen / Aufgaben entscheiden können.
  • C. Konsequenzen setzen: Nach einer Entscheidung sollte eine Konsequenz folgen – im positiven wie im negativen Sinne, je nach Auswahl der Antwort.
  • D. Feedback ermöglichen: Eine objektive Rückmeldung, warum diese Konsequenz eingetreten ist, verbessert den Lerneffekt. Feedback ist ohnehin eines der wichtigsten Mittel, die Motivation im E-Learning zu erhöhen und damit den Lerneffekt zu steigern2

4. Die passenden Inhalte auswählen

Bei der Konzeption eines E-Learnings steht die Frage im Mittelpunkt, welche Inhalte unverzichtbar sind, damit die Teilnehmer den Kurs erfolgreich abschließen und von ihm profitieren. Idealerweise sind die Inhalte eng mit dem Arbeitsalltag verknüpft. Das erleichtert nicht zuletzt das Verständnis dafür, wie Entscheidungen zu bestimmten Konsequenzen führen.

5. Wissen durch Wiederholungen einprägen

Wichtige Punkte eines Kurses sollten mindestens einmal im Laufe des Kurses wiederholt werden, zum Beispiel zum Abschluss jeder Lektion. Inhalte prägen sich zudem besser ein, wenn sie häufiger gelesen werden3. Hierfür bieten sich mobile Lösungen an.

6. Kritische Aktionspunkte nach Kursende

Der Mensch verfällt nur zu gerne in alte Gewohnheiten. Selbst nach dem erfolgreichen Abschluss eines E-Learning-Kurses kann es passieren, dass die Teilnehmer das Gelernte nicht oder nicht vollständig umsetzen. Damit das nicht passiert und das neue Wissen in die Praxis umgesetzt wird, kann es hilfreich sein, dem Kurs den einen oder anderen „Trigger“ hinzuzufügen – Hilfsmittel, die Teilnehmer dazu animieren, sich zu überlegen, wie und wo sie ihre neu gelernten Skills einsetzen. Diese Eigeninitiative fördert den Lerneffekt1. Übrigens hat auch das E-Learning selbst einen positiven Einfluss auf die Eigeninitiative4 im Beruf und das wiederum führt zu besseren Leistungen.

7. Arbeitsmaterialien herunterladen

Der beste E-Learning-Kurs nutzt wenig, wenn er es nicht ermöglicht, die gelernten Inhalte zu wiederholen. Vor allem in stark praxisbezogenen Kursen ist es unverzichtbar, sich Module und Lektionen erneut anzuschauen. Fragen sich die Teilnehmer, was in der einen oder anderen Arbeitssituation zu tun ist, sollte es ihnen leicht gemacht werden, die fraglichen Inhalte aufzurufen.
Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Sie können etwa PDF-Dokumente zum Download zur Verfügung stellen. Mobil verfügbar Kurse sind vor allem für Teilnehmer nützlich, die häufig unterwegs oder im Außendienst tätig sind.

8. Feedback, bitte!

Wie lässt sich ein aussagekräftiges Feedback von den Teilnehmern einholen? Feedback ist essenziell, um den Erfolg eines Kurses messen zu können. Dabei kommt es sehr stark auf die Formulierung der entsprechenden Fragen an. So sollten Sie offene und zu allgemein formulierte Fragen vermeiden, nicht zu viele, nicht zu wenige Fragen stellen5. Wenig hilfreich ist es etwa, einfach ein Freitextfeld zur Verfügung zu stellen, in das die Teilnehmer ihr Feedback eintragen sollen.

9. Bewertung der Lernergebnisse

Ein bis zwei Wochen nach Abschluss des Kurses ist es an der Zeit, dass die Teilnehmer die Erfolge bewerten. Nicht zu verwechseln ist dieser Punkt mit dem Feedback direkt nach dem Kurs. Hier geht es vielmehr um eine realistische Einschätzung, ob die Lernziele in der Praxis erreicht werden konnten.

10. Die finale Auswertung

Nach drei bis zwölf Monaten, je nach Kursschwerpunkt, lässt sich eine Bestandsaufnahme machen, wie gut die Teilnehmer ihr neues Wissen einsetzen und was sie von der Theorie in den Arbeitsalltag mitgenommen haben. Hierzu kann es notwendig sein, Vorgesetzte oder Kollegen zu befragen.

11. Sharing is caring

Geben Sie den Kursteilnehmern die Möglichkeit, das E-Learning zu teilen. Wenn sie begeistert von dessen Umsetzung und den Lernerfolgen sind, möchten sie das anderen mitteilen. Die Sharing-Optionen können über soziale Medien oder über das Unternehmensnetzwerk erfolgen.

12. Erinnerungen wecken

Sorgen Sie für Möglichkeiten, dass die Teilnehmer selbst längere Zeit nach Abschluss des Kurses noch auf die Unterlagen zugreifen können und / oder den Kurs wiederholen können. Nur was regelmäßig wiederholt wird, bleibt im Langzeitgedächtnis.


Quellen:
  1. Agiles Lernen im Unternehmen: Die Rolle der E-Learning Anbieter im Wandel
  2. Effektives Feedback steigert den Lernerfolg im eLearning
  3. Traditional eLearning Is Dead...
  4. E-Learning fördert Eigeninitiative
  5. Wie aussagekräftig ist das Feedback auf Ihren E-Learning-Kurs tatsächlich?

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