E-Learning für die Medien- und Entertainment-Branche: Darauf kommt es an

Mittwoch, 14. August 2019 - Kategorie: Tipps & Tricks

Die Medien- und Entertainment-Branche zählt zu den wachstumsstärksten Märkten der Welt. Global werden TV-, Online- und Print-Unternehmen bis 2020 Experten zufolge einen Umsatz von bis zu 2,17 Billionen US-Dollar machen. Doch so stark die Branche ist, die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter lässt vielfach zu wünschen übrig. Dabei sollten gerade Medienexperten um die Wichtigkeit dessen wissen. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten digitales Learning der Medien- und Entertainment-Branche bietet und welche Potenziale in den verschiedenen Methoden schlummern.

E-Learning für die Medien- und Entertainment-Branche: Darauf kommt es an

Die Ansprüche von Kunden und Unternehmen steigen, und wer nicht mitgeht, verpasst den Anschluss. Das gilt in der Medienbranche wie in kaum einer zweiten. Die neuesten Technologien, die aktuellsten Trends, zukunftsweisende Themen und Anwendungen sind gefragt. Medien- und Entertainment-Fachleute agieren vielfach als Trendsetter. Sie spüren auf, was den Menschen gefällt, und geben ihnen, was sie wollen. Das gilt in allen Bereichen: Ob in Film, Fernsehen oder Radio, in Printmedien wie Zeitungen und Magazinen, im Web oder in Büchern. Und die Reichweite der Medien ist enorm – es gibt wohl kaum einen Menschen auf der Welt, der nicht mindestens eines davon konsumiert. Ebenso heterogen wie die „Kunden“ sind die Mitarbeiter der Branche aufgestellt: Print-, Online- und Videojournalisten, Regisseure, Produzenten, Redakteure, Licht- und Ton-Techniker, Grafikdesigner, Lektoren, Fotografen, Kameraleute – die Liste ist endlos.

In Sachen Weiterbildung gilt es, all diese unterschiedlichen Berufsgruppen stets auf dem neuesten Stand zu halten: Diejenigen, die „on Stage“ agieren, deren Gesichter man aus Blockbustern oder dem Fernsehen, deren Stimmen man aus dem Radion und deren Schreibe man aus den Print- und Olinemedien kennt. Dazu noch die Experten im Hintergrund, die dafür sorgen, dass die Maschinerie reibungslos läuft. Wie kann das gelingen?

E-Learning in einer schnelllebigen Branche

Rasche Veränderungen sind ein Kennzeichen der Medienbranche. Häufig ist jedoch nicht planbar und damit nicht vorhersehbar, was schon bald im Trend sein wird. Das kann verunsichern und verlangt nach einer klaren Kommunikation, deutlichen Vereinbarungen – und Werkzeugen, die die Schnelllebigkeit der Branche abbilden und ihr standhalten. Diese können nur digital sein, schließlich kommuniziert die Branche zunehmend auf diesem Wege.2 E-Learning hat darüber hinaus eine Reihe weiterer Vorteile für diese facettenreiche Branche mit ihren unterschiedlichen Berufsbildern:

  • Es lassen sich individuelle Lernziele erreichen.
  • Es ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen.
  • Die Mitarbeiter sind den Umgang mit digitalen Tools bereits gewohnt.
  • Es ist meist kostengünstiger.
  • Die Lerninhalte lassen sich einfach und schnell auf den neuesten Stand bringen. 

Mittlerweile haben sich im E-Learning so manche Trends herauskristallisiert, die ehemalige Nachteile aufwiegen. So ist mittlerweile eine direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern und mit den Seminarleitern via Social Media oder Videokonferenz Standard. Augmented Reality ermöglicht Einblicke in komplexe technische Hintergründe. Der angenehme Nebeneffekt: Die Vorstellungskraft wird durch die audiovisuelle Darstellung so aktiviert, dass das Gelernte besser im Gedächtnis bleibt.3 

Skills in der Medienbranche: Das wird benötigt

Eine starke Kommunikation, der gewiefte Umgang mit Sprache, die Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten, Entscheidungen zu treffen und oftmals sehr enge Deadlines einzuhalten – all das wird in allen Bereichen der Branche benötigt, ob auf dem Filmset oder in der Zeitungsredaktion. Dazu kommen Soft Skills wie Flexibilität, Selbstbewusstsein, Durchsetzungsstärke, ein umfassende Branchen- und Insiderwissen. Was kann E-Learning da noch tun? Die klare Antwort lautet: Eine ganze Menge. Denn gerade die besonderen Kennzeichen des digitalen Learnings bergen ein großes Potenzial. Schauen wir uns einmal genauer an, welche Methoden in der Medienbranche besonders interessant sind.

E-Learning-Methoden für Hard Skills: Fakten, Fakten, Fakten

Der Umgang mit neuen Technologien, Content-Management- und Redaktionssystemen, Grafik- und Videoschnittprogrammen oder neuer Hardware ist in der Medienbranche an der Tagesordnung. E-Learning ist für Hard-Skill-Schulungen das beste Mittel. Hier kommen Szenarien wie Serious Games zum Einsatz, die selbst schwierige technische Zusammenhänge anschaulich erklären und dabei alle Sinne ansprechen.4 Vor allem haben die Teilnehmer Spaß und sind damit motivierter bei der Sache. Last, but not least, dürften Lern-Video-Games insbesondere Mitarbeiter der Medienbranche ansprechen – schließlich haben viele von ihnen mit ähnlichen Technologien tagtäglich zu tun. Mittels Lernmanagementsystemen lassen sich Serious Games – und andere E-Learnings – auf einfache Weise aktualisieren und an neue Inhalte anpassen. Geht es um weniger komplexe Themen, sondern eher um das Auffrischen von Inhalten oder um aktuelle News, sind kleine Lerneinheiten, sogenannte Microlearnings, interessant: Die Lektionen dauern nicht länger als höchstens 15 Minuten – meist sind sie noch kürzer und vermitteln klar umrissenes Wissen in zwei bis fünf Minuten. Sie lassen sich mobil aufrufen und passen ausgezeichnet in die schnelllebige Branche, bei der wenig Zeit bleibt, sich weiterzubilden. Mit Mircolearnings gelingt das in kurzen Pausen oder auf dem Weg zum Job.

E-Learning-Methoden für Soft Skills: mehr als Fachwissen

Soziale Kompetenzen, Zeitmanagement, Führungskompetenz, Verhandlungsstrategien, Rhetorik – all das zählt zu den Soft Skills, die in der Medienbranche ebenso gefragt sind wie Fachwissen. E-Learning-Kurse, die Soft Skills vermitteln, sollten auf die Interaktivität setzen: Gamification-Elemente wie Multiple-Choice-Antworten oder ein Quiz am Ende einer Lektion sind probate Mittel dafür.5 Mediale Bestandteile wie Audios und Videos sind weitere wichtige Elemente: Sie sprechen alle Sinne an, und das Gelernte bleibt besser im Gedächtnis. Für Soft Skills ist es allerdings unerlässlich, dass die Teilnehmer etwas tun. Deshalb sind interaktive Videos immer statischen Inhalten vorzuziehen.

Das Beste aus zwei Welten

Erfahrung ist in der Medienbranche alles. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass die ältesten Mitarbeiter die meiste Erfahrung haben. Die jungen sollten daher schnell aufholen. Das gelingt durch Blended Learning: Die Verbindung aus digitalem und Präsenzunterricht, bei dem die erfahrenen Mitarbeiter ihr Wissen weitergeben. So lassen sich aktuellste Inhalte mit dem geballten Know-how aus praktischer Erfahrung vermitteln – das ist die beste Chance, den Nachwuchs mit allen benötigten Skills zu versorgen.6


Quellen:
  1. eLearning For The Media And Entertainment Industry: What Is Required?
  2. Die digitale Transformation trainieren
  3. Virtual Reality ist da! Aber lohnt sich der Einsatz im eLearning?
  4. Alles, was Sie über Serious Games und Game-based Learning wissen sollten: acht Beispiele
  5. E-LEARNING FÜR SOFT SKILLS: ZEITVERSCHWENDUNG ODER UNTERSCHÄTZTES LERNFORMAT?
  6. eLearning For The Media And Entertainment Industry: What Is Required?

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