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5 Ansatzpunkte für erfolgreiches digitales Lernen

Donnerstag, 21. November 2019 - Kategorie: Tipps & Tricks

Die Digitalisierung macht auch vor dem Bildungsbereich nicht halt. Experten sind sich einig, dass dem E-Learning die Zukunft gehört. Die Zuwachsraten in diesem Bereich sind beeindruckend, doch viele Unternehmen äußern sich kritisch. Der Wissenstransfer der Lerninhalte in die Realität fällt vielen Mitarbeitern schwerer als bei traditionellen Lernmethoden. Es stellt sich die Frage, welche Anforderungen E-Learning erfüllen muss, damit es seine Potenziale optimal entfalten kann.

5 Ansatzpunkte für erfolgreiches digitales Lernen

Das Konzept des E-Learnings setzt sich in allen Bereichen der Bildung immer mehr durch, auch in der betrieblichen Weiterbildung. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Viele Firmen haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Mitarbeiter auf diese Weise kein praxisrelevantes Wissen erwerben. Im Folgenden wird analysiert, wie E-Learning konzipiert werden sollte, um dieses Problem zu eliminieren.1

E-Learning ist ebenso wie andere Lernmethoden nur dann erfolgreich, wenn die Lerninhalte erfolgreich vermittelt werden und die Teilnehmer motiviert sind. Dafür müssen verschiedene Anforderungen erfüllt werden:2

  • Wissenstransfer ermöglichen
  • Qualitativ hochwertige Lerninhalte
  • Abwechslungsreiche Kursgestaltung
  • Mobiltauglichkeit sicherstellen
  • Erfolgskontrolle vereinfachen
  • Wissenstransfer ermöglichen

Bei der Konzipierung der Lerninhalte ist darauf zu achten, dass nicht nur die Vermittlung von Wissen im Vordergrund steht. Die Mitarbeiter benötigen außerdem detaillierte Informationen darüber, warum und wofür sie die neuen Fähigkeiten erwerben sollen. Das Aufzeigen des Praxisbezugs ist entscheidend für den Wissenstransfer der Kursteilnehmer. Damit die Umsetzung des Wissens in die Realität erfolgt, benötigen die Mitarbeiter die Möglichkeit zu üben. Learning by doing ist die beste Option, um zu verhindern, dass neues Wissen einfach versandet. Erhält der Mitarbeiter die Gelegenheit, sein Wissen direkt anzuwenden (Experiential Learning), wird er sich die Lerninhalte merken und diese dauerhaft verinnerlichen. Das Üben wird leider bei vielen Online-Kursen vernachlässigt. Deshalb fehlt den Mitarbeitern die Erfahrung und somit auch die Einsicht, dass die neuen Kenntnisse nützlich und real umsetzbar sind. Eine Lösung bietet der Einsatz von Simulatoren. Dies ist im Bereich der Pilotenausbildung bereits seit Jahren Standard.3

Qualitativ hochwertige Lerninhalte

Selbst wenn Ihre Mitarbeiter motiviert bei der Sache sind und die Kursinhalte prinzipiell interessant finden, ist das kein Garant für eine erfolgreiche Teilnahme. Ein wichtiger Kritikpunkt von Kursteilnehmern bezieht sich auf die Qualität der Inhalte. Kurse, die kein optimales Niveau bieten, frustrieren den Lernenden und vermitteln ihm das Gefühl, allein effektiver lernen zu können. Die Kursinhalte dürfen auf keinen Fall ausschließlich aus Texten bestehen.
Bei der Kursauswahl sollte darauf geachtet werden, hochwertige Anbieter zu wählen. Deren Kurse sind zudem im Hinblick auf die Aufteilung der Lerninhalte optimiert und präsentieren den Lernstoff in überschaubaren Lerneinheiten. Das Stichwort lautet Microlearning und bezeichnet die Splittung des Stoffs in Module, die in fünf, maximal sieben Minuten bearbeitet werden können. Live-Demonstrationen und Animationen bieten bessere Möglichkeiten, den Lernstoff nachzuvollziehen.

Abwechslungsreiche Kursgestaltung

Der Alltag Ihrer Mitarbeiter ist stressig, und deshalb sollten die Weiterbildungskurse, die beim E-Learning zur Verfügung gestellt werden, abwechslungsreich gestaltet sein. Spaß am Lernen ist der beste Motivator. Haben die Mitarbeiter jedoch das Gefühl, dass die Kurse eine zusätzliche Belastung sind, werden sie ein Gefühl der Reaktanz entwickeln und nur ungern daran teilnehmen. Neben der zeitlichen und kognitiven Belastung wird auch Langeweile als unangenehm empfunden. Wenn die Kurse nur aus endlosen Texten bestehen, schweifen die Teilnehmer genauso vom Lernstoff ab wie bei langweiligen Präsenzschulungen. Abwechslung wird dadurch erreicht, dass immer wieder andere Arten von E-Learningkursen angeboten werden. Videobasierte Kurse und Lerninhalte, die gamingbasierte Elemente enthalten, sorgen für motiviert mitarbeitende Kursteilnehmer. Auch die bereits erwähnten Simulationen sind beliebt und optimieren zudem den Transfer des neuen Wissens in die Praxis.

Viele Teilnehmer an E-Learning-Kursen äußern den Wunsch, abschließend mit einem Menschen zu sprechen, um Fragen zu klären. Hochwertige Kurse implizieren eine persönliche Betreuung, bieten Foren an und generieren Netzwerke, um einen persönlichen Kontakt zu gewährleisten. E-Learning kann auch nur dann sein Potenzial entfalten, wenn die Voraussetzungen in technischer Hinsicht vorhanden sind. Zusätzlich sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter über die persönlichen Voraussetzungen verfügen, um erfolgreich an den Kursen teilzunehmen. Der problemlose Umgang mit den digitalen Medien wird beim E-Learning vorausgesetzt. Das ist nicht immer der Fall, und dann muss zunächst eine Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgen.4

Mobiltauglichkeit sicherstellen

In den letzten Jahren ist kaum ein Arbeitnehmer an der mobilen Internetnutzung vorbeigekommen. Mobile Endgeräte bieten privat und beruflich schnellen Zugriff auf Webinhalte. Das sollte auch beim E-Learning berücksichtigt werden. Im besten Fall ist der Kursinhalt per App abrufbar, sodass die Teilnehmer auf alle Inhalte direkt über ihr Smartphone zugreifen können. Browserbasierte Anwendungen sind meist nicht für die Nutzung auf dem Smartphone geeignet, da weder die Funktionen noch die Architektur daraufhin optimiert wurden.

Die höchsten Wachstumsraten beim E-Learning werden im Bereich des Mobile Learnings erwartet. Bieten Sie daher den Nutzern unterschiedliche Möglichkeiten an, auf Kursinhalte zuzugreifen. Technische Schwierigkeiten durch Probleme mit der Kompatibilität oder eine schlechte Tonqualität führen zu Frustration, die wiederum der Feind der Motivation ist. Eine Hilfsseite mit FAQs bietet den Mitarbeitern die nötige Unterstützung. Auch Chat-Funktionen haben sich bewährt und helfen dabei, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die den Lernprozess beeinträchtigen.

Erfolgskontrolle vereinfachen

Nicht nur die Teilnahme an Online-Kursen sollte komfortabel gestaltet werden, Gleiches gilt für die Lernkontrollen. Der Lernfortschritt von Weiterbildungsmaßnahmen und Pflichtunterweisungen muss kontrollierbar sein. Das betrifft die Frage, ob die betreffenden Mitarbeiter tatsächlich am Kurs teilgenommen haben. Darüber hinaus wird eine Kontrolle hinsichtlich des Lernerfolgs erwartet.

Wenn die Lerninhalte Quizfragen enthalten, um den Kurs interessanter zu gestalten, kann dieses Format für eine Lernkontrolle genutzt werden. In diesem Fall kennen die Teilnehmer die Vorgehensweise bereits, was den Druck nimmt und von der Prüfungssituation ablenkt. Damit der Lernerfolg sich einstellt, benötigen sie Zeit zum Lernen und zum Üben. Kurze Schulungseinheiten, Erinnerungsmails und Deadlines schaffen eine Struktur. Damit soll verhindert werden, dass Mitarbeiter aus dem Gefühl heraus, die Lerninhalte seien jederzeit verfügbar, die Teilnahme aufschieben und schließlich in Zeitnot geraten.


Quellen:
  1. 5 Reasons Why Your Employees Are Unable To Apply eLearning In The Real World
  2. Aber bitte mit Smartphone – warum sich E-Learning neu erfinden muss
  3. 8 Probleme beim Online-Training und die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten
  4. E-Learning im Unternehmen

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