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Die Umwandlung von Präsenztraining in E-Learning

Donnerstag, 19. Dezember 2019 - Kategorie: E-Learning Trends

Sie wollen E-Learning anbieten und überlegen, wie Sie die Inhalte eines Präsenztrainings in Content für E-Learning verwandeln? Da sich die Strukturen und Anforderungen beider Lernsysteme grundsätzlich voneinander unterscheiden, ist ein direkter Transfer des Lerninhalts nicht möglich; das Zauberwort der Stunde lautet Transformation. Hier lesen Sie Wissenswertes über die Umwandlung von Lerninhalten und worauf es bei den einzelnen Schritten der Digitalisierung ankommt.

Die Umwandlung von Präsenztraining in E-Learning

E-Learning repräsentiert eine zeitgemäße Form des Lernens, die auf dem Einsatz digitaler Endgeräte basiert. Handelt es sich bei Letzteren um mobile Varianten wie Netbooks, Smartphones oder Tablets, eröffnet E-Learning ein Höchstmaß an Flexibilität. Die Lerninhalte stehen dabei - unter Nutzung unterschiedlicher Kommunikationstechnologien - in digitaler Form zur Verfügung.2 Die Gründe für die Umwandlung von Präsenzkursen in E-Learning-Modelle sind vielfältig und umfassen unter anderem Verbesserungen in den Bereichen der Effizienz, der Zugänglichkeit und der Umweltfreundlichkeit. Eine weitere wesentliche Rolle spielt das Komprimierungsverhältnis, da das Vermitteln eines Lerninhalts im Rahmen von E-Learning nur die Hälfte der Zeit eines Präsenztrainings in Anspruch nimmt.3 Im Folgenden geht es darum, was bei der Didaktik und der Methodik im Rahmen des E-Learnings zu beachten ist und wie Lerninhalte sinnvoll transformiert werden.

Die Unterlagen der Präsenzschulungen auf dem Prüfstand

Wenn Sie aus Präsenzschulungen Lerninhalte für E-Learning erstellen, bildet die Sichtung des vorhandenen Schulungsmaterials den ersten Schritt. Dieses umfasst unter anderem Power-Point-Präsentationen, Arbeitsblätter, Handbücher und Tests. Dabei werden Sie feststellen, dass diese Materialien nicht 1:1 übernommen werden können, da sie zuerst an die Bedürfnisse selbstständig Lernender angepasst werden müssen. Daher sollten Sie zunächst im Zuge einer gründlichen Analyse herausfinden, welche Unterlagen für das E-Learning umgewandelt werden müssen. Anschließend legen Sie die Prioritäten bei den Inhalten fest, bevor Sie sich der Didaktik zuwenden.1

Kursunterlagen für E-Learning: ein Blick auf die Didaktik und die Methodik

Didaktik und Methodik befassen sich mit dem "Was" und dem "Wie" des Unterrichts. Beides muss beim E-Learning auf diese "andere Form des Lernens" abgestimmt werden. Dies bezieht die Auswahl der Inhalte, deren Gestaltung und Präsentation ebenso mit ein wie in weiterer Folge die Überprüfung der Lernerfolge. Speziell Lernaufgaben stellen wesentliche didaktische Elemente dar. Sie dienen dazu, den Vorgang des Lernens durch kognitive und/oder emotionale Prozesse zu aktivieren, zu sichern und zu überprüfen.4 In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass beim E-Learning verstärkt die rechte oder analoge Gehirnhälfte angesprochen wird. Sie ist vor allem für Emotionen, Fantasie und Empathie zuständig und steht in enger Verbindung mit den sogenannten Soft Skills. Bei der linken Gehirnhälfte dominieren Analytik, Logik und Vernunft; im Vordergrund stehen dabei die Informationen.

Durch zeitgemäße Trainings, die Logik und Soft Skills berücksichtigen, profitieren Lernende in beruflicher Hinsicht ebenso wie in alltäglichen Situationen. Bezogen auf das E-Learning bedeutet dies, dass die Gestaltung der Schulungsinhalte idealerweise die rechte Gehirnhälfte anspricht, und zwar am besten in folgender Form: durch intuitives Design, mit klar definierten Modulen für personalisiertes Lernen, durch die harmonische Integration von Bewertungen, Videos und Mind-Maps und durch begleitendes Storytelling mit anschaulich aufbereitenden Fallstudien, Comics oder unterschiedlicher Szenarien. Dazu gesellt sich die "Kultur der Empathie" mit einer vertrauten Sprache, einfacher Navigation und positivem Feedback sowie spielerisch aufgebauten Simulationen, Bedarfsanalysen und fördernden Maßnahmen.5,6

Grundlagen für das Umwandeln von Präsenzschulungen in E-Learning-Kurse

Wie bei jedem Projekt steht auch am Anfang der Entwicklung eines E-Learning-Kurses eine Analysephase. Existieren bereits Präsenzkurse, sollten Daten für die Analyse und das Instructional Design vorhanden sein, auf die professionelle Entwickler aufbauen können. Diese Phase beginnt mit dem Analysieren der Zielgruppe und setzt sich mit den Untersuchungen und Zusammenstellungen der (vorhandenen) Unterlagen fort. Im Anschluss werden die Lernziele definiert sowie die Inhalte eingeteilt und organisiert; den Abschluss bildet das Erstellen von Aktivitäten und Prüfungen.
Die einzelnen Schritte erfolgen auch im Rahmen der Umwandlung eines Präsenzkurses für das E-Learning. Der Grund dahinter ist, dass sich einzelne Punkte in der Zwischenzeit geändert haben können. Das kann die Zielgruppe ebenso betreffen wie die Inhalte, die Lernziele und/oder die Aktivitäten.3

Die Bedeutung von Instructional Design

Unter Instructional Design versteht man die Umwandlung von analogen Inhalten in digitale Lerninhalte; dieser IT-Prozess ist vor allem in der Erwachsenenbildung von großer Bedeutung. Instructional oder E-Learning-Designer übernehmen dabei folgende Aufgaben: Sie erheben den Schulungsbedarf und analysieren die Zielgruppe, um anschließend die Lernziele zu definieren und die passenden Lernstrategien zu entwickeln. Die nächsten Schritte umfassen die Gestaltung des Storyboards, die Sichtung und Strukturierung der Inhalte und die Erstellung von Multimedia-Elementen.
In der folgenden Phase entwickeln E-Learning-Designer Lerntests und Prüfungen, bevor sie das Layout entwerfen. Dieses beinhaltet unter dem Begriff Look-and-Feel die Schriften, Farben und Seitenlayouts, die später das Erscheinungsbild bestimmen. Dann wird der Kurs mithilfe eines E-Learning-Autorentools umgesetzt und in das Learning-Management-System (LMS) übertragen.1,7

Das ideale Autorentool für die Umwandlung Ihres Präsenztrainings

Das E-Learning-Autorentool bezeichnet die Software, mit der E-Learning-Kurse erstellt werden. Diese spielt bei der Umwandlung von Präsenzschulungen im E-Learning eine wesentliche Rolle und muss daher den Bedürfnissen des Kursanbieters wie der -teilnehmer entsprechen. Zu den Anforderungen an diese Tools zählen neben der reinen Erstellung des Kurses auch die Einbettung von Medien wie Bilder oder Videos sowie von Frage- und Feedback-Funktionen wie Multiple-Choice-Anwendungen. Zudem sollten sie die Strukturierung der Dokumente ermöglichen, um deren Datenpflege zu erleichtern.

Für die Wahl des passenden Autorentools ist das Aufstellen eines Anforderungskatalogs sinnvoll. Dieser umfasst unter anderem das Budget, das Handling, die Kompatibilität mit dem LMS Ihrer Wahl, die Eignung für mobile Endgeräte und den angebotenen Support. Das Autorentool bildet die Schnittstelle für die Umsetzung aller vorangegangen Maßnahmen.1,8 


Quellen:
  1. Don’t Just Transfer Classroom Training to E-learning – Transform!
  2. eLEARNING - Ideen, Begriffe, Infos - Ein Leitfaden zur Orientierung
  3. Präsenztraining in E-Learning umwandeln
  4. E-Learning. Didaktische Konzepte für erfolgreiches Lernen
  5. eLearning Design and the Right Brain
  6. Was versteht man eigentlich unter... Analoge Gehirnhälfte?
  7. Was ist Instructional Design?
  8. Wie finde ich das passende E-Learning-Autorentool?

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