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Lassen Sie sich inspirieren: So finden Sie das passende Design für Ihre E-Learnings

Donnerstag, 09. Januar 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

Designer von E-Learning-Kursen stehen vor großen Herausforderungen: Es gilt stets, ein an die Teilnehmer angepasstes E-Learning-Design zu finden. Dieses beeinflusst den Lernerfolg und die Akzeptanz der Teilnehmer in hohem Maße. Doch wo setzen die Entwickler der Kurse am besten an und wo finden Sie Inspiration? Hier erfahren Sie es.

Lassen Sie sich inspirieren: So finden Sie das passende Design für Ihre E-Learnings

Der Look bestimmt den Effekt: So lässt sich heute der Erfolg eines E-Learning-Kurses zusammenfassen. Wie ist eine Lektion aufgebaut, welche grafischen Elemente enthält sie und wie überraschend, anders und kreativ sind diese? All das beeinflusst, ob der Kurs als langweilig und altbacken wahrgenommen wird – oder als spannend. Je ansprechender die Grafik einer Lektion, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Teilnehmer sich auch mit den Inhalten beschäftigen.1 Das wiederum erhöht den Lerneffekt. Doch Instruktionsdesigner stehen hier vor einer Reihe von Herausforderungen: Sie müssen sämtliche Elemente identifizieren, die für eine effektive E-Learning-Lektion notwendig sind, die Inhalte planen sowie strukturieren und ein Storyboard erstellen.2 Dabei sind immer wieder neue Ideen für das Design gefragt – doch woher nehmen?

Bleiben Sie kreativ!

Jeder Kreativarbeiter kennt das Problem: Das Blatt bleibt weiß, die Ideen wollen einfach nicht kommen, der Kopf ist leer. Nun ist Inspiration gefragt. Schließlich geht es in einer gelungenen E-Learning-Lektion um mehr, als die Hintergrundfarbe zu bestimmen. Instruktionsdesigner binden zahlreiche Elemente in ihre Kurse ein:

  • Videos
  • Gamification-Elemente
  • Tonaufnahmen
  • Grafiken

Somit ist bei der Ideenfindung auch ein offener Blick notwendig. Getreu Albert Einsteins Motto „die Definition von Wahnsinn ist es, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“, finden Instruktionsdesigner ihre Ideen überall: Verlassen Sie ausgetretene Pfade und schauen Sie um die Ecke und über den Tellerrand. Neue, überraschende, ungewöhnliche Formen und Dessins begegnen Ihnen auf der Straße, beim Spaziergang durch den Park, in Comics, Filmen, Magazinen. Alles, was Sie benötigen, ist ein offenes Auge.

Inspiration aus dem Netz

Das bedeutet nun nicht, dass Sie das Internet bei Ihrer Inspirationssuche vernachlässigen sollten. Im Gegenteil. Social Media wie Pinterest und Instagram sind eine Quelle der Ideen. Suchen Sie nach Pins, Stichwörtern, die Ihnen die Pinnwände anderer User zu diesem Thema anzeigen, oder Hashtags bei Instagram und finden Sie neue Ideen und Gedanken zu Ihrem Oberbegriff. Lassen Sie sich dabei ruhig treiben, klicken Sie sich von Pin zu Pin, von Hashtag zu Hashtag. Selbst wenn Sie dabei noch nicht die zündende Idee haben, regen Sie immerhin Ihre Fantasie an.

Darüber hinaus sind digitale Magazine und Zeitungen eine reichhaltige Inspirationsquelle: Interaktive Elemente gehören bei einer Vielzahl renommierter nationaler und internationaler Zeitschriften mittlerweile zum guten Ton. Schauen Sie sich die Seiten der großen Zeitungen an – in Deutschland sind etwa die „Zeit“ oder die „Süddeutsche Zeitung“ gute Beispiele für ein abwechslungsreiches User-Design mit Video-Elementen und Grafiken. International können Sie sich bei der New York Times oder National Geographic frische Ideen holen.3

Bilder sagen mehr als Worte: Google, Flickr und Co.

Google als Inspirationsquelle? Die Suchmaschine birgt mehr Potenzial, als Sie womöglich meinen. Geben Sie Ihre Themen doch einmal in die Google-Bildersuche ein – Sie werden überrascht sein und sich durch Millionen von Bildern klicken können. Auch Fotodatenbanken wie Flickr sind interessante Anlaufstellen. Oder Sie stöbern in den Datenbanken der großen Stockfoto-Agenturen wie Shutterstock oder iStockphoto. In diesem Zusammenhang sollten Sie allerdings auch eines beachten: Weniger ist mehr. Setzen Sie sich ein zeitliches Limit oder begrenzen Sie die Anzahl der Seiten, die Sie durchsuchen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie in der Bildflut untergehen.

Sprechen Sie darüber

Ihre Ideen drehen sich im Kreis, und Sie haben trotz intensiver Suche noch immer keine Idee für Ihren Kurs? Dann ist Brainstorming angesagt. Zwar arbeitet der E-Learning-Designer häufig allein an der Kursgestaltung. Das bedeutet jedoch nicht, dass er nicht andere aus dem E-Learning-Team mit ins Boot holen kann. Sprechen Sie über die geplanten Inhalte, nutzen Sie die unterschiedlichen Perspektiven und das Know-how Ihrer Kollegen.

Vor allem, wenn Sie Gamification-Elemente in Ihre Learnings zu integrieren planen oder Inhalte via Serious Games zu transportieren, sind Spiele eine ausgezeichnete Quelle für Ideen: Ob auf Ihrem Smartphone, Ihrem PC oder am heimischen Wohnzimmertisch: Spiele sind immer auch Design.3 Und sie umfassen zahlreiche Elemente, die sich in einer E-Learning-Lektion wiederfinden: einen einfach verständlichen Aufbau, eine simulierte (Lern-)Umgebung, motivierende Parts wie Siegertreppchen oder Bestenlisten, die gute Leistungen belohnen, sind nur einige von zahlreichen Beispielen.

Nutzen Sie Mind-Mapping

Mind-Mapping ist Ihr persönliches, visualisiertes Brainstorming. Es kann am Anfang der Ideenfindung stehen, um sich Themen, Inhalten und Lernzielen zu nähern, oder am Schluss, um Ihre Ideen und Inspirationen zu sortieren und aufzubereiten.

So funktioniert Mindmapping:4

  • Erstellen Sie eine individuelle Struktur mit einem speziellen Mindmapping-Programm wie Mindmaple, per PowerPoint oder notfalls manuell.
  • Tragen Sie sämtliche Ideen ein, die Sie bereits haben oder die Ihnen auf Ihrer Suche begegnet sind und nützlich sein können. Bewerten Sie noch nicht – das folgt später.
  • Fügen Sie Ihren Stichwörtern passende Bilder hinzu. Gegebenenfalls ist eine (neue) Bildersuche notwendig. (Siehe Abschnitt „Bilder sagen mehr als Worte“.)
  • Lassen Sie Stichwörter und Bilder auf sich wirken.

Sie haben nun sämtliche Ideen für die Kursgestaltung visualisiert. Schauen Sie sich Ihr Mindmapping genau an und spüren Sie in sich hinein: Gefällt Ihnen, was Sie sehen, oder gibt es Entwicklungspotenzial? Bleiben Sie dran! Erfahrene Konstruktionsdesigner wissen, dass es immer wieder zu Blockaden bei der Ideenfindung kommen kann. Mit der Zeit lernen Sie, die hier genannten Methoden ständig anzuwenden – und Sie werden überall Inspiration finden: im Alltag, im Netz, im Gespräch mit den Kollegen.


Quellen:
  1. 6 Ways To Find Design Inspiration For Your eLearning Course
  2. Eine Einführung ins Instruktionsdesign
  3. 10 ungewöhnliche Inspirationsquellen für E-Learning-Designer
  4. Wie Sie visuelle Design-Ideen für Ihre E-Learning-Kurse brainstormen

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