Drei Tipps, wie Führungskräftetrainings mit neuen Technologien verbessert werden

Donnerstag, 23. Januar 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

Die Möglichkeiten moderner Technologien im E-Learning sind fast endlos – klar, dass sie auch beim Thema Führungskräftetraining eine wichtige Rolle spielen. Entsprechend viele Angebote gibt es hierzu auf dem Markt. Doch nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Hier wollen wir uns ansehen, wie Sie sich für die richtigen digitalen Instrumente bei Leadership Trainings entscheiden und wie Sie deren Einsatz auf die Lerninhalte abstimmen.

Drei Tipps, wie Führungskräftetrainings mit neuen Technologien verbessert werden

Die Anforderungen an ein modernes Leadership-Training-Programm sind vielfältig. Da soll ein gewisser Lerninhalt vermittelt werden, der Führungskräften und Entscheidungsträgern in Alltagssituationen weiterhilft. Der Lerninhalt soll passgenau auf die jeweilige Fragestellung oder Kompetenz abzielen. Im besten Falle werden die Inhalte nicht gleich wieder vergessen, sondern führen zu einer dauerhaften Kompetenz. Und nicht zuletzt muss sich die Lehrmethode auch gut in das (sowieso schon sehr volle) Pensum von Führungskräften eingliedern lassen. E-Learning-Angebote bieten hier klare Vorteile – wenn sie richtig eingesetzt werden. Wichtig ist, dass sie individuell passend und lebensnah gestaltet sind und der Lernfortschritt überprüfbar ist.1

Hohe Akzeptanz und Alltagstauglichkeit von E-Learning

Der Alltag einer Führungskraft ist voller Meetings und Termine. Und da soll man nebenbei noch seine Kompetenzen erweitern? Hier kommt der erste große Vorteil von E-Learning-Angeboten ins Spiel. Denn Kurse und Trainings, die zeitliche und örtliche Flexibilität zulassen, sind deutlich leichter in den Alltag zu integrieren als klassische Workshops mit festem Zeitplan. Zudem kommt es den Teilnehmern meist sehr entgegen, wenn sie die Kurse niedrigschwellig auf den eigenen Geräten wie dem Smartphone absolvieren können. Da die Weiterbildung in den meisten Fällen parallel zum Job abläuft, sollte sie sich auf kurze Lernsessions beschränken, die leicht zu bewältigen sind. Fünfminütige Microlearning-Angebote in regelmäßigen Abständen zu absolvieren, ist erfolgversprechender als mehrtägige Sessions mit vollem Pensum, aus denen man gar nicht alles an Informationen behalten kann.2 Ein weiterer Vorteil für das persönliche Engagement ist es, wenn die Lerninhalte nicht trocken per Frontalunterricht dargeboten werden, sondern beispielsweise in Form interaktiver Formate oder Mini-Games.

Technik und Zwischenmenschliches müssen kein Widerspruch sein

Auf den ersten Blick scheinen moderne Technologien und die oftmals psychologischen Inhalte von Führungskräftetrainings nicht gut zueinander zu passen. In der Praxis geht es jedoch nicht darum, den menschlichen Trainer durch Maschinen zu ersetzen. Hingegen können Trainer ihr Arsenal durch moderne Tools unterstützen und erweitern. Man denke nur an die vielfältigen Kommunikationsmittel, die Coaches und Trainern zur Verfügung stehen. Ob virtuelle Sprechstunden, Videochats oder Videoaufzeichnungen zur Analyse. Gerade Letzteres verspricht eine ganzheitliche, lebensnahe und realistische Erfahrung, die zur Verdeutlichung subtiler zwischenmenschlicher Situationen weit besser geeignet ist als reiner Text, sei er geschrieben oder gesprochen.3

Ganz ohne menschlichen Anleiter wird Weiterbildung auch mit der ausgefeiltesten Technik nicht funktionieren. Wohl aber kann dieser auf neue digitale Strategien zurückgreifen, um den Lernenden und ihren Bedürfnissen besser gerecht zu werden. Während der eine den persönlichen Austausch schätzt, bevorzugt der andere die Kommunikation vom Büro aus, und ein Dritter schreibt lieber Nachrichten. Dank einfacher, erschwinglicher und weit verbreiteter Kommunikationstools ist es kein Problem, das alles anzubieten. Es bleibt jedoch dem Anbieter überlassen zu bestimmen, wie sinnvoll die Möglichkeiten sich zum jeweiligen Lerninhalt und Lernziel verhalten.

Übrigens müssen Leadership Trainings nicht allein aktuellen Führungskräften vorbehalten sein. Diese behandeln ja viele Soft Skills wie Verhandeln, Überzeugen, Rhetorik, Zeitmanagement, etc. Wenn ein Unternehmen feststellt, dass diese Skills auch normalen Angestellten in ihrem Berufsalltag zugutekommen, können entsprechende Lerneinheiten leicht auch Angestellten (und potenziell zukünftigen Führungskräften) angeboten werden. Die Kosteneffizienz von E-Learning macht deutlich mehr möglich, als das mit persönlichen Coaches der Fall wäre.

Lerninhalte lebensnah vermitteln

Der zweite Faktor, der über die Tauglichkeit digitaler Lehrinstrumente entscheidet, ist die Anwendbarkeit. Gerade bei oben genannten Soft Skills trainiert man den Umgang mit anderen Menschen. Es spricht natürlich nichts dagegen, weiterhin auf Kursformate mit Rollenspielen unter den Teilnehmern zu setzen. Das setzt jedoch voraus, dass die Teilnehmer die Übung ernst nehmen und ein gewissen Verständnis ihrer Rolle mitbringen.

Videokurse sind dieser Methode in vielen Fällen überlegen, da professionelle Schauspieler die behandelten Szenarien genau abbilden können und die Essenz der Lerninhalte lebensnah illustrieren.4 Auch digitale Simulationen sind in diesem Bereich schon recht weit fortgeschritten, sodass auch heikle Situationen wie an einem Flugsimulator geübt werden können, ohne dass es in der realen Welt zu unangenehmen Konsequenzen kommt.

Lernerfolge evaluieren

Das alte Wissen-rein-Erfolg-raus-Modell zeigt in der Praxis viele Schwächen. Wie jeder aus der Schule weiß, landen die meisten Inhalte im Kurzzeitgedächtnis und werden nach der Prüfungssituation wieder verdrängt. Um Wissen und Kompetenzen dauerhaft zu verfestigen, müssen sie angewandt und geübt werden. An diesem Punkt können E-Learning-Programme einen weiteren Vorteil ausspielen, indem sie nicht nur der Wissensvermittlung dienen, sondern auch den gewünschten Lernerfolg evaluieren. Das kann in Form von Quiz, Fragebögen, einer Selbsteinschätzung vor und nach der Übung oder der Erhebung anderer Indikatoren geschehen. Teilnehmer erhalten dadurch ein realistisches und greifbares Bild von dem, was sie an neuen Fähigkeiten gelernt haben.5 

Ein regelmäßig durchgeführtes Follow-up verhindert, dass die Lerninhalte in Vergessenheit geraten. Dadurch ergibt sich nicht nur ein kurzfristiges, sondern auch ein längerfristiges Bild vom Lernerfolg. Die Evaluationen helfen bei der Entscheidung, welche Skills und Inhalte in Zukunft behandelt oder vertieft werden sollen. Die Frage, ob ein Training erfolgreich war, wird mit konkreten Daten beantwortet.

Zusammenfassung

Wenn es darum geht, das richtige Weiterbildungsangebot für Führungskräfte auszuwählen, sollten Sie auch ein Auge auf die technische Umsetzung der Angebote haben: Ermöglichen diese eine individuell angepasste Umsetzung, etwa in Form von Microlearning, niedrigschwelliger Technologie und flexiblen Zeitplänen? Sind die Inhalte alltagsnah aufbereitet und decken sie wirklich die Fähigkeiten ab, die Sie erwerben möchten? Findet eine Evaluation statt, mit der der Lernfortschritt abgebildet wird? Wenn Sie diese Fragen bejahen können, haben Sie ein taugliches Instrument zum Leadership Training, von welchem die Teilnehmer umfassend profitieren können.


Quellen:
  1. 3 Tips To Enhance Your Leadership Training With Technology
  2. Führungskräftetraining: Marathon oder Sprint?
  3. 3 Reasons Why eLearning Is Key To Leadership Training And Development
  4. So nutzen Sie Videos und Tonspuren für ein besseres E-Learning-Erlebnis
  5. Lernziele überprüfen im E-Learning

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