E-Learning effektiv gestalten – so funktioniert das Learning Change Management System

Donnerstag, 06. Februar 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

E-Learnings sind von Haus aus dafür geeignet, um aktuelle Inhalte zu transportieren. Digitale Kurse lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand anpassen. Zugleich müssen die Kurse von den Teilnehmern akzeptiert werden, damit sich nachhaltige Lernerfolge erreichen lassen. Und schlussendlich sollte all dies mit dem geringstmöglichen finanziellen und organisatorischen Aufwand erfolgen. Wie funktioniert das in der Praxis? Hier erfahren Sie, wie das Learning Change Management System gelingt.

E-Learning effektiv gestalten – so funktioniert das Learning Change Management System

Unter dem Begriff Change Management werden in der Wirtschaft alle Strategien, Prozesse und Systeme zusammengefasst, die ein Unternehmen planvoll zu einem vorab definierten Ziel bringen. Dies geschieht durch einen fortlaufenden Veränderungsprozess– und ist notwendig, um Unternehmen und Organisationen an sich ständig verändernde Rahmenbedingungen anzupassen.1

Was hat Change Management mit E-Learning zu tun? Sehr viel. Digitale Weiterbildungen sind wichtige Bausteine hin zu diesem Veränderungsprozess. Zugleich stehen die Kurse selbst im Fokus: Auch sie müssen stetig an neue Bedingungen angepasst werden, um nützlich zu sein und akzeptiert zu werden. Dafür stehen verschiedene Strategien zur Verfügung.

Klassisches Lernen vs. E-Learning: User Experience im Fokus

Klassische Lernmedien haben einen entscheidenden Nachteil: Sie lassen sich nicht einfach aktualisieren und vermitteln starre, lineare Inhalte. Noch immer schauen sich viele E-Learnings diese Strukturen ab. Klassische Web Based Trainings (WBT) lassen Aktualisierungen nur unter hohem Aufwand zu – dies hat zur Folge, dass viele Unternehmen darauf verzichten und nicht aktuelle Inhalte vermitteln.2 Das langweilt die Teilnehmer, und die Kurse verfehlen ihren gewünschten Erfolg.
Nicht nur die Aktualität, auch die User Experience spielt eine Rolle bei der Akzeptanz. Im Jahr 2016 veröffentliche die US-amerikanische Research-Agentur Brandon Hall die Studie „Learning Technology 2016: Embracing Innovation for a Better Learner Experience.“Laut dieser hängt der Erfolg der angebotenen Kurse in hohem Maße von der User Experience ab. Je schlechter sie abschneidet, desto weniger erfolgreich waren die angebotenen Kurse. Eine schlechte User Experience kann viele Ursachen haben: Neben veralteten Inhalten sind ein nicht mehr zeitgemäßes, starres Layout, fehlende interaktive Elemente und/oder Feedback-Instrumente Gründe, dass die Learnings im Sande verlaufen.

Die Potenziale von E-Learnings nutzen

Was sind dann gute Inhalte? Wie sollte ein E-Learning aussehen, dass die oben genannten Prämissen bestmöglich erfüllt? Das sind die Zutaten für gute E-Learnings:4

  • Ansprechendes Design: Das können die Corporate Farben des Unternehmens oder eine andere, ansprechende Farbgestaltung sein. Ein aufgeräumtes, übersichtliches Layout, in dem die Teilnehmer sich schnell und intuitiv zurechtfinden, ist eine weitere wichtige Voraussetzung für schnelle und nachhaltige Lernerfolge.
  • Zielgruppengerechte Ansprache: Holen Sie die Teilnehmer dort ab, wo sie stehen. Die Inhalte und Wordings sollten sich an der Jobposition orientieren, auch am Alter der Teilnehmer.
  • Relevante Inhalte: Das sind Inhalte, die exakt zur Zielgruppe passen. Vermitteln Sie die wesentlichen Inhalte – nicht mehr und nicht weniger.
  • Interaktion und Feedback: E-Learnings können die Teilnehmer aktiv mit einbeziehen. Nutzen Sie Medien wie Chats, Foren oder Videochats. Das Gelernte prägt sich so wesentlich besser ein.
  • Spaß an der Sache: Wenn Lernen Spaß macht, bleiben die Teilnehmer bei der Sache und die Inhalte werden besser und langfristiger behalten.

Die technische Seite des E-Learning-Change-Managements

Die Bausteine für gutes E-Learning erfordern vor allem eines: eine entsprechende technische Infrastruktur. Die Brandon-Hall-Studie fand ebenfalls heraus, dass eben dies viele Unternehmen davon abhält, moderne, anpassbare E-Learnings anzubieten. Wer stattdessen auf veraltete WBTs setzt, wird keine nachhaltigen Erfolge erzielen. Die Crux liegt bereits im Dateiformat: Wenn stets die gesamte Datei geändert werden muss, um eine Kleinigkeit zu aktualisieren, erscheint der Aufwand zu hoch. Anders sieht es aus, wenn Sie in ein Learning Management System (LMS) investieren: Auf einer zentralen Plattform werden sämtliche Inhalte der E-Learnings gesammelt und lassen sich einfach mit wenigen Klicks anpassen und aktualisieren. Dabei greifen Sie stets nur auf den jeweiligen Baustein zu; andere Inhalte bleiben unberührt. In einem LMS legen Sie Kurse an, laden Materialien hoch und erstellen Lernbausteine.5 

So lassen sich interaktive Elemente, Gamification-Bausteine, Videos, Audios und Textdateien einbinden und schnell aktualisieren. Ändern sich Bedingungen, etwa aufgrund neuer Gesetze, Compliance-Regeln oder neu eingeführter Produkte, tauschen Sie einfach die jeweilige Datei aus. Moderne LMS lassen sich einfach mit anderen Systemen verknüpfen, greifen auf die unterschiedlichsten Unternehmensdaten zu und integrieren sie in E-Learnings, die aktuellstes Wissen vermitteln.6

E-Learnings als integraler Bestandteil des Change Managements

Digitale Weiterbildungen sind als Baustein eines stetigen Veränderungsprozesses unverzichtbar. Wo regelmäßig neue Strategien, Produkte und Ziele definiert werden, müssen die Mitarbeiter auf dem neuesten Stand bleiben. Sie über anstehende Veränderungen zu informieren, steigert zudem ihre Motivation und das Engagement – weil sie sich wertgeschätzt und als wichtiger Teil des Unternehmens fühlen. Gut geplante und aufbereitete E-Learnings, die neuestes Wissen anschaulich und nutzerorientiert vermitteln, sind ein kostengünstiger und effektiver Schritt dorthin.

E-Learning sollte innerhalb der Unternehmensstruktur kein separates Tool sein, das allenfalls dazu dient, neue Mitarbeiter zu schulen. Mit einem an weitere Systeme verknüpften LMS integrieren Sie die digitale Weiterbildung fest in der Unternehmensstruktur. Mit ständig veränderbaren Inhalten hat sie das Potenzial, sich selbst zu erneuern.

Fazit – E-Learning als agiles Instrument innerhalb einer dynamischen Unternehmensstruktur
Nichts ist so beständig wie der Wandel – was das Wesen des Change Managements skizziert, sollte auch fürs E-Learning gelten. Mit modernen Methoden binden Sie digitale Kurse in die Unternehmensstruktur ein und sind so in der Lage, den Teilnehmern stetig aktuelle, relevante Inhalte anzubieten. Im ansprechenden Design und mit interaktiven Elementen entstehen so effektive Kurse, die den Wandel im Unternehmen begleiten und abbilden.


Quellen:
  1. Change Management Definition – was ist Change Management?
  2. Das Learning Change Management System
  3. Learning Technology 2016: Embracing Innovation for a Better Learner Experience
  4. 5 Tipps für E-Learning Content
  5. Lernmanagement-Systeme (LMS)
  6. Learning-Content-Management-System: 5 wichtige Funktionen

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