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Die richtigen Fonts für Ihren E-Learning-Kurs

Donnerstag, 02. April 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

Der Begriff "Font" stammt aus dem Englischen und bedeutet Schriftart. Kaum jemand hat sich nicht mindestens einmal im Leben Gedanken darüber gemacht, welche Schriftart am besten zu einer Einladung oder einem Dankschreiben passt. Dasselbe gilt für Online-Content, denn auch in der digitalen Welt spielt die Präsentation eine überaus wichtige Rolle. Hier erfahren Sie, welche Fonts ihren Content zur Geltung bringen und welche Typografieregeln Sie unbedingt beachten sollten.

Die richtigen Fonts für Ihren E-Learning-Kurs

Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie bestimmte Marken mit einer spezifischen Schriftart in Verbindung bringen? Fonts können einen ebenso großen Einfluss wie ein Markenlogo haben und müssen deshalb mit Bedacht gewählt werden. Dasselbe gilt für Onlinekurse, bei denen die optische Darstellung ein wichtiger Faktor ist. Es ist unmöglich, sich einen E-Learning-Kurs ohne Schrift vorzustellen. Selbst dann, wenn Sie in erster Linie auf Videos setzen, wird Ihr E-Learning-Kurs dennoch einen Titel oder sogar Kommentare enthalten, die dem Zuschauer das Thema näherbringen und wichtige Informationen weitergeben. Bei der Wahl einer Schriftart sollten Sie Ihr Zielpublikum klar im Auge behalten. Kreieren Sie Content für Gründer? Richten sich Ihre Onlinekurse an Kinder oder Jugendliche? Möchten Sie seriös oder eher locker und humorvoll wirken? All diese Überlegungen haben eine direkte Auswirkung auf die Wahl der Fonts für Ihren E-Learning-Kurs.Stimmen Schriftart und Inhalt nicht überein, kann dies verschiedene Folgen haben: Der Leser ist verwirrt, nimmt den Inhalt nicht ernst oder verzichtet sogar gänzlich darauf, sich mit ihm auseinanderzusetzen.

Grotesken und Serifen: Was ist das?

Warum wecken bestimmte Fonts humorvolle Assoziation, andere wiederum appellieren an unsere seriöse Seite? Wenn Sie sich die verschiedenen Schriftarten anschauen, werden Sie einen wichtigen Grundsatz feststellen: Einige Fonts verfügen über feine Linien, die einen Buchstabenstrich quer zu seiner Grundrichtung abschließen. Diese Linien heißen Serifen und kommen im Buchdruck sowie in Dokumenten vor. Serifenschriften haben ihren Ursprung in der griechischen Lapidarschrift, die in Stein gemeißelt wurde. Tatsächlich vermitteln Serifen-Fonts eine gewisse Förmlichkeit. Times New Roman ist die wohl berühmteste und am weitesten verbreitete Serifenschrift. Sie wurde speziell für die britische Tageszeitung The Times im Jahre 1931 entworfen und auch nach dieser benannt. Serifenlose Schriftarten, die in der Fachsprache auch als Grotesken bezeichnet werden, haben eine andere Entstehungsgeschichte. Diese wurden von der Werbeindustrie ersonnen, um den Bedarf an auffälligen Schriften für Slogans zu decken. Im Gegensatz zu Serifenschriften haben Sans-Serif-Schriften keine Serifen, die Strichstärke der Buchstaben ist gleichmäßig. Heute gibt es eine Fülle serifenloser Schriften - allein die berühmte Schriftart Helvetica kennt rund 40 Variationen. Letztendlich handelt es sich bei beiden Schrifttypen um klassische Drucktypen mit der ihnen eigenen Typometrie. Wurden sie optimiert, können diese Fonts am Bildschirm zwar gut aussehen, doch ist bei kleinen Schriftgrößen die Lesbarkeit beeinträchtigt. Deshalb ist es empfehlenswert, bei der Erstellung von Onlinekursen auf sogenannte Systemschriften zurückzugreifen, die sogar in kleinen Schriftgraden gut lesbar sind. Sehr beliebt sind die Fonts Georgia und Verdana, die sich durch Ebenmäßigkeit und Harmonie auszeichnen und dank einer großen Laufweite auch bei einer kleinen Schriftgröße eine gute Lesbarkeit aufweisen.

Vor eindrucksvoller Kulisse: So wählen Sie den richtigen Hintergrund für Ihre Fonts

Sicherlich sind auch Ihnen in den Weiten des Internets ähnliche Webseiten begegnet: Der Text ist in viele kleine Absätze eingeteilt, von denen wiederum ein jeder mit einer anderen Farbe hinterlegt ist. Dabei kann auch die Stärke der Schrift variieren. Webseiten mit einem solchen Design wirken in der Regel sehr unübersichtlich - und genau das möchten Sie ja bei der Gestaltung Ihres Onlinekurses vermeiden. Aus diesem Grund sollten Sie mit farbigen Hintergründen sehr sparsam umgehen. Während Gelb einen Textmarker-Effekt aufweist und somit unter Umständen verwendet werden kann, sind Rot, Grün und Dunkelblau ganz und gar nicht geeignet, da sie störend wirken. Wenn Sie etwas hervorheben möchten, arbeiten Sie am besten mit Hellgrau oder sehr hellem Pfirsichrosa. Diese Farbtöne werden vom Auge zwar wahrgenommen, jedoch nicht als störend empfunden. Von Hintergrundbildern ist ebenfalls abzuraten. Wenn Sie dennoch ein Hintergrundbild verwenden, um das Design Ihres Onlinekurses ansprechender zu gestalten oder optisch auf das Thema einzugehen, sollten Sie auf eine klare Trennung zwischen Schrift und Hintergrund achten.

Schriftgröße, Ausrichtung und Zeilenabstände

Sobald Sie eine Schrift gewählt haben, müssen Sie sich Gedanken über die Schriftgröße und die Ausrichtung des Textes machen. Verzichten Sie auf Kursivdruck und Großbuchstaben, da diese auf dem Bildschirm nur schwer lesbar sind. Achten Sie zudem darauf, nicht mehr als zwei oder drei verschiedene Fonts zu kombinieren.

Damit das Resultat ansprechend aussieht und gut lesbar ist, müssen Sie den richtigen Zeilenabstand festlegen.2 Hier ist es ratsam, ein Tool zu verwenden, mit dem der Zeilenabstand individuell angepasst werden kann. Bedenken Sie, dass die Lesbarkeit direkt von der Schriftgröße abhängig ist. Der Text zu Ihrem Onlinekurs sollte einerseits groß genug sein, damit Ihre Lernenden ihn mühelos lesen können - andererseits sollte er nicht derart groß sein, dass Lernende alle drei bis vier Sätze scrollen müssen.3 Setzen Sie einen größeren Schriftgrad ein, um wichtige Informationen hervorzuheben.

Ein professionell gestalteter Onlinekurs lässt sich sofort an der Ausrichtung des Textes erkennen. Ist diese unregelmäßig oder fehlerhaft, wirkt das Design sofort unseriös. Längere Textabschnitte sollten immer linksbündig dargestellt werden. Dies bedeutet, dass alle Zeilenanfänge an eine gedachte vertikale Grenzlinie angereiht sind. Zentrierte Textabschnitte sind für Einleitungen oder Teaser-Texte geeignet, da sie optisch auffallen.

Die richtige Schriftart bildet einen wichtigen Teil Ihres E-Learning-Kurses und kann dessen Popularität entscheidend beeinflussen. Achten Sie darauf, dass Schriftart und Inhalt zueinander passen, und verzichten Sie auf grelle Farben. Kombinieren Sie die gewählte Schrift mit ähnlichen Schriften, um ein ganzheitliches Bild zu schaffen, und benutzen Sie Fettschrift oder einen größeren Schriftgrad, um bestimmte Textpassagen hervorzuheben. Mit der Wahl der richtigen Schrift ist der erste Schritt zum Erfolg Ihres E-Learning-Kurses bereits getan.


Quellen:
  1. 5 wichtige Typografie-Regeln für E-Learning-Designer
  2. 5 wichtige Typografie-Regeln für E-Learning-Designer
  3. Typography for e-learning content design

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