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Vom Präsenztraining zum E-Learning: So klappt die Umwandlung

Donnerstag, 16. April 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

Die Digitalisierung greift nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch im Bereich des Lernens um sich. An Schulen und Universitäten sowie in den Weiterbildungsabteilungen großer und mittelständischer Unternehmen werden statt Präsenztraining immer häufiger digitale Lerninhalte angeboten. Erfahren Sie hier, welche Vorteile E-Learning im Vergleich zu herkömmlichen Lernformen bietet, und wie die Umwandlung von Präsenztraining zu E-Learning reibungslos über die Bühne geht.

Vom Präsenztraining zum E-Learning: So klappt die Umwandlung

Vor Aufkommen des Internets stellte Präsenztraining die einzige Möglichkeit des Lernens dar. Erst das World Wide Web und anschließend das Web 2.0 mit seinen zahlreichen Anwendungen ließen neue Lernkonzepte entstehen. Diese richten sich vor allem nach den individuellen Bedürfnissen der Lernenden und helfen Unternehmen dabei, Kosten zu sparen. Statt kostspielige Weiterbildungsseminare zu organisieren, werden Lerninhalte nun per App oder über eine betriebseigene Plattform weitergegeben.1

Vorteile des E-Learning

In Zeiten der digitalen Welt ist das E-Learning eine zeitgemäße Art der Wissensvermittlung, da in seinem Rahmen relevante Kompetenzen und Soft Skills berücksichtigt werden. Es geht nicht mehr nur um trockene Fakten, sondern um das ganzheitliche Lernerlebnis. Natürlich können nicht alle Themen erfolgreich und im nötigen Umfang mit E-Learning behandelt werden, doch diese neue Form des Lernens erlaubt es, auf individuelle Lernbedürfnisse einzugehen. Aus einem standardisierten wird ein personalisierter Lernprozess, was das Erreichen festgelegter Ziele um ein Vielfaches vereinfacht. Das E-Learning ist flexibel und nimmt Rücksicht auf den modernen Lebensrhythmus. Gelernt werden kann immer und überall: in der Mittagspause, im Urlaub oder in der Bahn. Außerdem werden sowohl die persönliche Lerngeschwindigkeit als auch der Erfahrungsstand berücksichtigt. Da beim E-Learning verschiedene Medien zum Einsatz kommen, ist eine gewisse Abwechslung gewährleistet.

Auch für Unternehmen bietet das E-Learning zahlreiche Vorteile: So ist das Einsparen von Reisekosten für Präsenzseminare auf jeden Fall ein wichtiger Faktor, der E-Learning für Firmen so attraktiv macht. Außerdem fällt auch die Reisezeit weg, die Mitarbeiter bei Präsenzveranstaltungen auf sich nehmen müssen. Folglich sind Mitarbeiter häufiger an Ihrem Arbeitsplatz und können ihren Aufgaben nachgehen, wodurch der Arbeitsfluss nicht beeinträchtigt wird. Lernmethoden wie immersives Lernen, bei dem Virtual oder Augmented Reality zum Einsatz kommen, stellen ein wichtiges Bindeglied zwischen Theorie und Praxis dar. Obwohl immersives Lernen nicht immer geeignet und darüber hinaus mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, gehört es dennoch zu denjenigen Lernmethoden, die für Unternehmen auch in Zukunft interessant sein dürften.

Blended Learning: die richtige Mischung

Präsenztrainings wird es immer geben, da sich nur so die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden gewährleisten lässt, denn nur hier können Lehrende auf individuelle Fragen eingehen und die Gruppendynamik steuern. Doch wenn, wie früher üblich, der gesamte Lernstoff durchgenommen werden muss, ist dies nicht nur zeit- und kostenintensiv, sondern darüber hinaus auch noch ineffizient. Da Lernende unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten haben, befinden sich nach einer klassischen Präsenzveranstaltung nicht alle Lernenden auf demselben Wissensstand. Wird der theoretische Teil jedoch per E-Learning absolviert, sind sie optimal auf den Präsenzanteil vorbereitet. Diese Mischung aus klassischem Präsenztraining und E-Learning wird auch als Blended Learning bezeichnet. Blended Learning gehört zu den wichtigsten E-Learning-Trends und ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil von Weiterbildungs- und Hochschulkursen auf der ganzen Welt geworden. Dabei ist diese Lernmethodik auch insofern eine ausgezeichnete Lösung, als dass sie Lernende zu Selbstdisziplin und einem guten Zeitmanagement erzieht - Kompetenzen, die auch am Arbeitsplatz benötigt werden. 

Eine E-Learning-Einheit kann aus vielen verschiedenen Lernmethoden bestehen. Häufig werden Inhalte durch betriebsinterne Kanäle weitergeleitet, doch auch YouTube-Videos, Podcasts oder Apps können dazu eingesetzt werden, das Lernen spannender und abwechslungsreicher zu gestalten. Inzwischen bedienen sich viele Institutionen der Gamification: Bei dieser Lernform werden Inhalte mit spielerischen Elementen angereichert, um sie lebendiger zu machen und dadurch die Motivation zu stärken. Beim Blended Learning kommt es zu Überschneidungen mit herkömmlichen Lernkonzepten, wenn sich Lernende zu Gruppen zusammenschließen oder sich auf Foren austauschen. Hier lässt sich beobachten, wie E-Learning trotz individueller Ansätze den Gruppenzusammenhalt stärkt und somit soziale Kompetenzen fördert.

Schritte zum Erfolg

Der Übergang vom klassischen Präsenztraining zum E-Learning ist eine Herausforderung. Die Lösung ist jedoch nicht, einfach bestimmte Themen in ein E-Learning-Format zu packen. Vielmehr müssen Lehrende versuchen, eine passende Mischung aus Präsenztraining und E-Learning zu finden, die mit der Zeit in Richtung E-Learning gesteuert werden kann. Nicht alle Inhalte eignen sich für die Umwandlung zu digitalen Lerninhalten. Deshalb muss der Umwandlung eine gewissenhafte Analyse vorausgehen.2 Lernziele und Zielgruppe müssen genau definiert sein, die Inhalte logisch organisiert. Dabei müssen Sie sich überlegen, welche Inhalte für welche Lernformen geeignet sind.

Bei der Umwandlung analoger in digitale Kurse kommt das sogenannte Instructional Design ins Spiel, denn Inhalte müssen auch optisch an das neue Medium angepasst werden. Beim Instructional Design werden Lerninhalte sortiert und der jeweils geeigneten Lernform zugeordnet. Je nach Lernziel und Zielgruppe werden multimediale Elemente wie Bilder, Videos und Audio-Clips eingefügt. Instructional Design ist deshalb so wichtig, da es sicherstellt, dass E-Learning-Kurse richtig strukturiert und auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sind. Während der Umwandlung von analogem in digitalen Content werden Informationen aktualisiert und der neuen Lernumgebung angepasst. Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines jeden E-Learning-Kurses ist das Abschlussquiz. Anhand dieser Quizze können sowohl Lehrende als auch Instructional Designer Mängel aufdecken und gegebenenfalls korrigieren. Die Quizauswertung kann in die nächste Lerneinheit einfließen oder im Rahmen einer Präsenzveranstaltung besprochen werden.

Präsenztraining und E-Learning ergänzen einander auf sinnvolle Weise, wobei sich der Fokus immer mehr auf digitale Lernformen verschiebt. Viele Unternehmen wandeln ihre analogen Weiterbildungskurse in E-Learning-Kurse um, da sich dadurch auf direktem Wege Kosten sparen und Kompetenzen erhöhen lassen. Bei der Umstellung von Präsenztraining auf E-Learning muss eine klare Strategie befolgt werden, die den Präsenzanteil schrittweise verringert.


Quellen:
  1. LERNEN IM DIGITALEN ZEITALTER – IST DAS PRÄSENZTRAINING GESCHICHTE?
  2. Präsenztraining in E-Learning umwandeln

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