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UX-Design im E-Learning-Bereich

Donnerstag, 30. April 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

Bei der User Experience (UX) steht der Nutzer im Mittelpunkt. Als UX-Designer sorgen Sie bei der Gestaltung von Webseiten oder Apps dafür, dass die intuitive Nutzung in den Fokus gerückt wird und der User sich auf einer Webseite oder in einer App mühelos zurechtfinden kann. Eine positive User Experience erhöht das Vertrauen in ein Produkt und stärkt somit seine Bedeutung.

UX-Design im E-Learning-Bereich

Haben Sie sich darüber Gedanken gemacht, warum das iPhone so beliebt ist? Natürlich liegt es an der Qualität des Produkts, doch das ist noch nicht alles: Es gibt keine Bedienungsanleitung für das Apple-Smartphone, denn das Gadget lässt sich intuitiv bedienen. Sämtliche Icons sind derart verständlich dargestellt, dass Missverständnisse unmöglich sind. Das ist natürlich auch Design - genau genommen UX-Design. Produktgestaltung allein ist heutzutage nicht mehr ausreichend, um ein Produkt erfolgreich zu vermarkten - das gilt für Tech-Gadgets ebenso wie für Webseiten und Apps. Hier heißt das Zauberwort UX-Design: Das Ziel eines jeden UX-Designers ist, die User Experience zu verbessern.

UX-Design für E-Learning-Kurse: Was muss man beachten?

Wer eine Webseite besucht oder eine App herunterlädt, um sich bestimmte Kenntnisse anzueignen, interessiert sich in erster Linie für das Kursmaterial. Dabei spielt das Design nur eine zweitrangige Rolle. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich für eine unverfängliche und optisch ansprechende Gestaltung zu entscheiden, die jedoch relativ neutral bleibt und sich nicht in den Vordergrund drängt. Dafür spielt die User Experience eine umso bedeutendere Rolle - und sie lässt sich nur mit einem einwandfreien UX-Design erzielen. Dieses Design ist ausgeklügelt und unauffällig, denn je weniger es von Usern wahrgenommen wird, desto besser ist es. Als UX-Designer haben Sie nicht die Aufgabe, einen E-Learning-Kurs optisch ansprechend zu gestalten, sondern stützen sich auf wissenschaftliche Forschungsmethoden und Statistiken. Sämtliche Lösungen haben eine solide wissenschaftliche Grundlage, der wiederum jahrelange Forschungsarbeiten zugrunde liegen. Als UX-Designer müssen Sie mit der Psychologie Ihrer User vertraut sein. Oft sind die einfachsten Lösungen die besten, denn User müssen sich ohne Hindernisse auf einer Website oder in einer App zurechtfinden können. Ist das Design trotz positiver ästhetischer Aspekte für eine schnelle und problemlose Navigation ungünstig, kann sich dies überaus negativ auf die User Experience auswirken. UX-Designer vollbringen die Arbeit eines digitalen Landschaftsarchitekten, der einen Park mit Wegen und Alleen gestaltet. Genauso verhält es sich mit der UX-Gestaltung - sämtliche Elemente müssen für User klar verständlich und übersichtlich angelegt sein.

Navigation einfach gemacht

Die meisten User, die einen E-Learning-Kurs absolvieren möchten, wünschen sich ein Programm, das in logische Schritte unterteilt ist und sie in kürzester Zeit zum Ziel führt. Als UX-Designer müssen Sie Ihr Zielpublikum stets vor Augen haben: E-Learning wird vor allem an Hochschulen und in Betrieben genutzt, wo die Zeit knapp bemessen ist. Der Hauptbeweggrund aller Lernenden ist es, sich mit dem Inhalt Ihres E-Learning-Kurses zu befassen und möglichst wenig Zeit darauf zu verwenden, mit dem User Interface zurechtzukommen. Deshalb muss die Navigation so intuitiv und klar wie nur irgend möglich sein.

Benutzen Sie bekannte Begriffe

Häufig kommt es vor, dass Brands ihren Produkten, Leistungen oder Features originelle Namen geben. Was jedoch bei physischen Produkten möglicherweise von Vorteil sein kann, ist bei Apps und Websites ein Störfaktor. Wenn Sie allgemeingültige Begriffe verwenden, können sich Ihre User problemlos orientieren und finden in Sekundenschnelle genau das, wonach sie gesucht haben. Wenn Sie Fachausdrücke benutzen, die in direktem Zusammenhang zum Kursinhalt stehen, sollten diese auf einfach verständliche Weise erklärt werden. Denken Sie als UX-Designer daran, dass die meisten User einen umfassenden E-Learning-Kurs von Ihnen erwarten. Daher sollte der Kurs so aufgebaut sein, dass keine weiteren Informationen eingeholt werden müssen und das Kursmaterial als geschlossene Einheit fungiert.

Wichtige Schritte beim UX-Design

Der erste Schritt beim Erstellen eines E-Learning-Kurses ist die Wettbewerbsanalyse. Als UX-Designer müssen Sie stets auf dem Laufenden sein, was Neuheiten angeht. Analysieren Sie die Webseiten und Apps Ihrer Konkurrenten und überlegen Sie sich, was Sie übernehmen würden und was Sie besser machen könnten. Als Nächstes sollten Sie sich ein Bild über Ihre potenziellen User machen. Dies geht am besten anhand sogenannter Personas - fiktiver User, die gewisse typische Eigenschaften aufweisen. Achten Sie darauf, einen E-Learning-Kurs für mehrere Personas zu entwickeln. Diese bilden zusammen Ihre Zielgruppe, nach deren Wünschen und Vorstellungen Sie sich richten. Da sich die einzelnen Nutzermodelle in vielen Punkten voneinander unterscheiden, fühlt sich beim Endprodukt jeder User persönlich angesprochen.2 Sind die Grundsteine erst einmal gelegt, geht es an den Aufbau des E-Learning-Kurses. Dabei müssen Sie jeden Schritt einzeln planen und sie anschließend aneinanderreihen. In dieser Phase ist es ratsam, potenzielle User in die Arbeit miteinzubeziehen, um weitere Meinungen einzuholen. Dabei können sogenannte Mock-ups behilflich sein. Bei diesen handelt es sich um einfache Prototypen von Apps und Webseiten. Mock-ups haben eingeschränkte Funktionalität, eignen sich jedoch für erste Usability-Tests. Weitere Tests werden am fertigen Produkt durchgeführt. In dieser Phase ist Feedback besonders wichtig und sollte auch beherzigt werden. Als UX-Designer müssen Sie immer daran denken, dass es Ihre Aufgabe ist, potenziellen Usern ein optimales Erlebnis zu bieten.

Beim UX-Design geht es in erster Linie um die Funktion einer Webseite oder einer App. Dazu gehören nicht nur einwandfreie Funktionalität, sondern auch ein logischer Aufbau sowie ein durchdachtes Konzept. Im Großen und Ganzen bleibt das UX-Design für User weitgehend unsichtbar, da es keine ästhetischen Merkmale besitzt. Ein gelungenes UX-Design zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es die User Experience zu einem intuitiven Erlebnis macht. Ohne eine Bedienungsanleitung gelesen zu haben, wissen User sofort, was zu tun ist, und finden sich ohne jegliche Mühe zurecht. Dies ist vor allem bei E-Learning-Kursen von großem Vorteil, da Usern durch eine verständliche Struktur mehr Zeit bleibt, sich den eigentlichen Inhalten zu widmen.


Quellen:
  1. Was ist eigentlich UX Design?
  2. WAS MACHT EIN UX DESIGNER?

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