WebCampus auf der LEARNTEC 2022
Ihre WebCampus Lernplattform in wenigen Werktagen!

Die fünf gängigsten Vorurteile im E-Learning und die Wahrheit

Donnerstag, 28. Mai 2020 - Kategorie: E-Learning Trends

E-Learning ist ineffektiv, teuer, schwierig zu implementieren ... viele Menschen haben ihre feste Meinung über digitales Lernen. Oftmals handelt es sich dabei jedoch nicht um Erfahrungen, sondern um den sogenannten Confirmation Bias, auf Deutsch "Bestätigungsfehler": die Neigung, Informationen und Fakten so zu interpretieren, dass sie die eigenen Erwartungen erfüllen. Im E-Learning kann es wie in allen anderen Bereichen fatal sein, diesem aufgesessen zu sein - denn so scheitern selbst die besten Projekte.

Die fünf gängigsten Vorurteile im E-Learning und die Wahrheit

Vorurteile begegnen uns überall: Per Definition handelt es sich dabei um ein Urteil, das auf bislang nicht geprüften Tatsachen basiert. Im E-Learning begegnen sie uns folglich vor allem von denjenigen, die noch an nicht an digitalen Kursen teilgenommen haben. Womöglich haben sie von anderen gehört, dass der Lernerfolg ausblieb, der Kurs unübersichtlich war, die Zeit fehlte oder die Technik versagte. Auch nachlässig geplante Learnings können die Meinung der Teilnehmer ins Negative wandeln. Wir stellen Ihnen die fünf gängigsten Vorurteile im E-Learning vor und räumen mit ihnen auf.2

Vorurteil 1 - Digitale Weiterbildung erfordert umfassendes Technik-Know-how

Haben Sie schon einmal an einem Computer gearbeitet, beruflich oder privat? Die meisten Menschen werden diese Frage mit "Ja" beantworten, und wenn es nur der tägliche Umgang mit dem Smartphone ist. Digitales Lernen bedeutet nicht, dass Programmierkenntnisse oder umfassendes Wissen über die technischen Hintergründe vorhanden sein muss. Es handelt sich schlicht um digital unterstütztes Lernen. Anstatt vor Büchern sitzen die Teilnehmer vor einem Monitor und klicken sich von Lektion zu Lektion. Im Prinzip sind das bereits alle Unterschiede zu herkömmlichen analogen Lernmethoden. Assoziiert werden digitale Kurse jedoch häufig mit kompliziert gestalteten Oberflächen, die sich am besten von ausgewiesenen Experten bedienen lassen.3

Wie bei analogen Methoden kommt es beim E-Learning jedoch vor allem auf die Inhalte an. Diese sind im E-Learning oftmals spannender und abwechslungsreicher als es ein Frontalunterricht oder die Lektüre von Fachliteratur sein kann. Wer also meint, er habe die technischen Kenntnisse für E-Learnings nicht, sollte sich die Frage stellen, ob er ein Smartphone bedienen kann. Lautet die Antwort "Ja", ist das Vorurteil entkräftet.

Vorurteil 2 - E-Learning macht einsam

Viele stellen sich unter dem Begriff E-Learning einen kahlen Computerraum vor, in dem sie einsam und alleine, ohne jegliche Kommunikation nach außen die notwendigen Lektionen abarbeiten. Möglicherweise gab es in der Frühzeit digitaler Lernkonzepte solche Szenarien. Heute gehören sie dank Social Media, Feedback-Tools, Foren und Messaging-Diensten der Vergangenheit an. E-Learning ist alles andere als unpersönlich: Gute digitale Kurse umfassen immer Möglichkeiten zur Kommunikation mit anderen Teilnehmern und der Kursleitung.

Vielfach können sich die Teilnehmer selbst einbringen, etwa mit Videotelefonaten in der Gruppe oder mit dem Kursleiter. Für diesen ist es ohnehin eine gute Idee, sich zu zeigen. Kurse mit persönlicher Note motivieren stärker und sind damit erfolgversprechender.

Vorurteil 3 - Theorie top, Praxis Flop?

In computergestützten Weiterbildungen werden doch vor allem theoretische Inhalte vermittelt - wie können sie einen Praxisbezug herstellen? Bei diesem Vorurteil handelt es sich um einen klassischen Confirmation Bias - der falscher nicht sein könnte. Zwar stimmt es, dass Gruppenübungen und Rollenspiele im E-Learning nur eingeschränkt durchführbar sind. Doch es sind nicht alleine diese Methoden, die anwendbares Fachwissen vermitteln - im Gegenteil. Was im direkten Unterricht nicht getan werden kann, verlagert sich in den (Job-)Alltag.

So ist der Praxisbezug im E-Learning durchaus gegeben, nämlich in Form von Handlungsanweisungen und Beispielen, die anschließend direkt geübt werden können. Denn digitales Lernen hat einen wichtigen Vorteil im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen: Die Kurse lassen sich überall durchführen. Moderne E-Learnings sind für Smartphones und Tablets optimiert, sodass die Teilnehmer diese auf dem Weg zum Job oder in der Pause durchgehen können. Da sie Wissen in überschaubaren Häppchen vermitteln, prägen sich Informationen schnell ein und lassen sich vor allem sofort erproben. Ohne praktische Übungen prägen sich keine Lerninhalte ein - weder in der Gruppe vermittelte noch online erfahrene.

Vorurteil 4 - E-Learning berücksichtigt keine individuellen Lernmethoden

Die einen lernen am besten mit Texten, andere müssen Informationen sehen, wieder andere hören sie sich lieber an - und viele meinen, E-Learning ginge auf diese Unterschiede in keinster Weise ein. Dabei ist hier wiederum das Gegenteil richtig. Gut geplante Kurse umfassen eine Vielzahl verschiedener Inhalte: auf kurze Texte folgen Videos und Audios, Quizze fragen das bisher Gelernte ab, spielerische Elemente, das sogenannte Gamification, lockern den Kurs auf und wecken den Spieltrieb der Teilnehmer. Das wiederum motiviert - denn Spielen macht Spaß und wer Freude am Lernen hat, behält die Inhalte besser.

Diese Tatsachen entkräften das Argument der mangelnden Individualität. Analoger Präsenzunterricht oder das Selbststudium kann dagegen oftmals viel weniger auf den Einzelnen und seine Lernpräferenzen eingehen. Zudem bestimmen die Teilnehmer digitaler Kurse das Tempo üblicherweise selbst. Sie können die Einheiten jederzeit unterbrechen und zu gegebener Zeit durchführen, Kurse und Lektionen nach Bedarf wiederholen, unterwegs, am Wochenende und in Pausen lernen.4

Vorurteil 5 - Entweder-oder: Schlägt E-Learning den Präsenzunterricht?

Lerne ich vor dem Computer oder mit einem Lehrer effektiver? Die Frage stellt sich im Prinzip nicht, denn beide Wege haben ihre Vorteile. Bietet ein Unternehmen, eine Hochschule oder ein Weiterbildungsinstitut E-Learning an, bedeutet das nicht, dass physische Kurse aufgegeben werden. Das sogenannte Blended Learning verbindet beide Formen sinnvoll miteinander.5 So werden digitale Inhalte und Präsenzunterricht zu einer Einheit, in der sich die Vorteile beider Methoden vereinen.

So bietet es sich etwa an, praxisnahe Inhalte im Gruppenunterricht zu vermitteln. Die theoretischen Kenntnisse erarbeiten die Teilnehmer vorher oder nachher digital.

Fazit - Gut geplant ist halb gewonnen

E-Learning ist weder Science Fiction noch handelt es sich um ein Buch mit sieben Siegeln. Die soziale Komponente kann bei optimal aufgebauten Kursen ebenso gegeben sein wie beim Präsenzunterricht. Die meisten Vorurteile im E-Learning erweisen sich bei näherem Hinsehen als entkräftet - der Confirmation Bias schlägt hier voll zu. Die Lösung sind gut geplante digitale Learnings mit intuitiver Benutzerführung und abwechslungsreichen Inhalten.


Quellen:
  1. Confirmation Bias: So gefährlich ist der Denkfehler
  2. 5 Vorurteile gegenüber E-Learning – und die Fakten!
  3. Vorurteil E-learning
  4. Voll im Trend: E-Learning
  5. Blended Learning in der Praxis

E-Learning Newsletter

Wir informieren Sie quartalsweise über aktuelle Themen und Trends im E-Learning.

Newsletter Anmeldung

E-Learning Feed

Abonieren Sie unseren RSS Feed

WebCampus

Heimat Deines Wissens.

Alphabrik GmbH
Telefon: +49 (0) 40 30 20 803 0
Telefax: +49 (0) 40 30 20 803 99

Mitglied im BITKOM e.V.

Innovationspreis IT - Best of 2018
WebCampus made and hosted in Germany
DIQP Service Qualität 2017 / 2018: sehr gut
Kontaktieren Sie uns

Sie finden uns auch auf:

© 2021 Alphabrik GmbH