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Microlearning erfolgreich gestalten

Kategorie: Tipps & Tricks

Das Konzept des Microlearnings lässt sich erfolgreich mithilfe von E-Learning-Programmen umsetzen. Auf Basis eines lernzentrierten Ansatzes werden digitale Lernstrategien mit dem Ziel integriert, Lerninhalte in relativ kleinen Einheiten (Microlearning-Bits) bereitzustellen, sodass die Lernenden die Möglichkeit erhalten, in eigenem Tempo voranzugehen. Microlearning ist ein Trend im Bereich des digitalen Lernens und geeignet, die digitale Transformation im Weiterbildungsbereich von Unternehmen voranzutreiben. Worauf sollten Sie bei der praktischen Gestaltung achten?

Microlearning erfolgreich gestalten

Beim Microlearning werden umfassende Lektionen in kleinere, aufeinander aufbauende Module unterteilt. Damit letztlich die Inhalte der gesamten Lektion verstanden und in praktisches Anwenderwissen transformiert werden, ist die sorgfältige Planung der Microlearning-Module entscheidend. Nur wenn die jeweiligen Micro-Lernziele erreicht werden, kann die anschließende Lerneinheit erfolgreich bewältigt werden. Im Folgenden wird erläutert, welche Grundsätze dazu beitragen, dass Microlearning in der betrieblichen Weiterbildung einen nachhaltigen Lernerfolg generiert.

Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg des Microlearnings?

Bei Nutzung des Microlearning-Konzepts sollten Sie folgende Faktoren beachten, um Ihren Mitarbeitern nachhaltige Lernerfahrungen zu ermöglichen:

  • Voraussetzungen und Zieldefinition,
  • Inhalte aus anderen Kursen übernehmen,
  • minimalistische Designs,
  • Microlearning-Module erarbeiten,
  • kognitive Belastbarkeit beachten,
  • iterative Lernschleifen einbauen,
  • geeignete Medien und Formate auswählen,
  • mobile Nutzbarkeit aller Lernmedien sicherstellen,
  • Just-in-Time-Lernen bereitstellen,
  • starke Vereinfachung vermeiden.

Voraussetzungen und Zieldefinition

Bevor Sie damit starten, die Inhalte der Microlearning-Module zusammenstellen, steht die Beantwortung folgender Fragen an: Vor welche besonderen Herausforderungen stellt der Kurs die Teilnehmer und welche Art der Erfolgsmessung ist geeignet? Letztlich sind es die Ziele, die definieren, wie der Kurs aufgebaut sein sollte: geänderte Verhaltensweisen und neue fachliche Kompetenzen. Selbstverständlich sollten Sie in diese Überlegungen die Perspektive der Lernenden einbeziehen und sich fragen, was die Kursteilnehmer vom Microlearning erwarten. Die Lernziele sollten leistungsbasiert sein, also den Teilnehmern Wissen vermitteln, das direkt in der Praxis angewendet werden kann und ihnen die Erfüllung ihrer Aufgaben erleichtert.

Inhalte aus anderen Kursen übernehmen

Beim Microlearning spielt der Zeitaspekt eine große Rolle. Es ist deshalb sinnvoll, Inhalte aus bereits vorhandenen Kursen zu übernehmen und anzupassen. Auf diese Weise gelingt es am besten, schnell die Module zu entwickeln und den Kursteilnehmern bereitzustellen.

Minimalistisches Design verwenden

Die Inhalte der Module sollten ebenso wie die Formate hochwertig sein. Das betrifft die Videos, Grafiken und Bilder, die jedoch in ein minimalistisches Kursdesign eingebettet werden. Minimaler Text und das Weglassen irrelevanter Grafiken führen dazu, dass Microlearning die Vorteile des konzentrierten, fokussierten Lernens realisiert.

Microlearning-Module erarbeiten

Jetzt wird es Zeit, an die Gestaltung der Lehrpläne zu gehen, wobei die Herausforderung darin besteht, das Wissen in sinnvolle Abschnitte und Lerneinheiten zu splitten. Es ist nicht einfach, eine in sich logische Lektion sinnvoll in Micro-Lektionen aufzuteilen. Ziel ist es, den Arbeitsaufwand für die Bewältigung einer Lerneinheit auf fünf bis maximal zehn Minuten zu begrenzen. Dennoch sollte der Lernende danach das Gefühl haben, etwas Nützliches gelernt zu haben, das ihn weiterbringt. Microlearning sollte mit möglichst minimalem Lernaufwand, ohne Hilfe und direkt am Arbeitsplatz durchgeführt werden. Dann ist die Chance groß, dass Ihre Mitarbeiter sich immer mal wieder zwischendurch Zeit für ein neues Microlearning-Modul nehmen.

Kognitive Belastbarkeit beachten

Die kognitive Belastbarkeit determiniert die Aufnahmefähigkeit für neue Informationen. Damit Microlearning in den Arbeitsalltag integriert werden kann, ist eine Begrenzung der Lerninhalte wichtig. Mehr als fünf, maximal zehn Minuten sollte es nicht dauern, eine Lerneinheit zu absolvieren. Gehen Sie getreu dem Motto "weniger ist mehr" vor.

Iterative Lernschleifen einbauen

Um sicherzustellen, dass die Micro-Lerneinheiten zum Ziel führen, ist häufigeres Testen nötig. Nach einem Modul, das zehn Minuten Bearbeitungszeit erfordert, ist eine einminütige Zusammenfassung des Inhalts und ein ebenfalls einminütiger Kurztest sinnvoll. Damit wird die Verankerung im Langzeitgedächtnis gefördert. Im Anschluss an die Kurztests sorgt ein wertschätzendes Feedback für eine hohe Motivation.1

Geeignete Medien und Formate auswählen

Berücksichtigen Sie bei der Zusammenstellung des Microlearning-Kurses, dass jeder Ihrer Mitarbeiter anders lernt. Lernpsychologen unterscheiden vier Lernstile: visuell, auditiv, kinästhetisch sowie lesen/schreiben. Mit einer Mischung aus verschiedenen Medien (Texte, Grafiken, Videos, Audiodateien, PDFs) vergrößert sich die Chance, alle Adressaten der Weiterbildung zu erreichen. Darüber hinaus wirkt die Abwechslung auf alle Teilnehmer motivierend.

Mobile Nutzbarkeit aller Lernmedien sicherstellen

Der Ausspruch "mobile first" gilt mittlerweile in allen Lebenslagen. Die Menschen haben über ihre mobilen Devices jederzeit Zugriff auf das Internet, das dadurch zum Informationsmedium Nummer Eins geworden ist. Profitieren Sie von dieser Tatsache, um das Microlearning voranzubringen. Die Microlearning-Bits werden am ehesten genutzt, wenn Ihre Mitarbeiter entscheiden können, wann und wo sie lernen. Videos, Gamified-Simulationen, interaktive PDFs und Grafiken sollten problemlos auf mobilen Geräten verfügbar sein.

Just-in-Time-Lernen bereitstellen

Aufgrund der Tatsache, dass Microlearning-Bits lediglich fünf bis zehn Minuten lang sind, können sie direkt dann bearbeitet werden, wenn die dabei vermittelte Fähigkeit benötigt wird. Das erhöht die Motivation engagierten Lernens erheblich. Stellen Sie also sicher, dass sich die Lernenden der direkten Anwendbarkeit bewusst sind und Lernmodule Anwendungsfähigkeiten vermitteln. Damit das Just-in-Time-Lernen funktioniert, ist die Nutzung einer Lern-App empfehlenswert. Auf diese Weise können Ihre Mitarbeiter jederzeit auf die Microlearning-Bits zugreifen.2

Starke Vereinfachung vermeiden

Kurze Lern-Module bedeuten nicht, die Inhalte zu kürzen und zu vereinfachen. Die Kunst besteht vielmehr darin, komplexe Inhalte in handhabbare Lerneinheiten aufzuteilen. Das Ziel ist beim Microlearning ebenso wie bei anderen Methoden des E-Learnings die Vermittlung praxisorientierten, fundierten Wissens. Durch die Verwendung von Videos, Grafiken oder Podcasts werden komplexe Zusammenhänge erfolgreich in relativ kurzer Zeit vermittelt. Hinsichtlich der Lernzielkontrolle ist eine Vereinfachung ebenfalls nicht effektiv, denn über einfache Quizfragen können Sie nicht feststellen, ob sich das Wissen verankert hat. Nutzen Sie deshalb herausfordernde Tests, um den Lernerfolg zu messen.

Microlearning ist eine sehr effiziente Methode des E-Learnings. Ihre Mitarbeiter werden die Möglichkeit schätzen, selbstbestimmt die Lern-Bits zu bearbeiten, und wesentlich motivierter mitarbeiten als bei einem achtstündigen Seminar. Vorteile der Methode liegen darin, dass jeder Teilnehmer in eigenem Tempo vorgehen kann, kleine Lerneinheiten weniger ermüdend und anstrengend sind und schneller Lernerfolge erreicht werden. Wenn Ihre Mitarbeiter das Wissen dann Just-in-Time anwenden können, entsteht eine positive Spirale aus Erfolg, Motivation und vermehrter Anstrengung.


Quellen:
  1. MICROLEARNING
  2. Microlearning – was ist das eigentlich?

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