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Tipps für die Wahl des richtigen LMS

Donnerstag, 30. Juli 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

E-Learning wird immer beliebter, denn es bietet Firmen die Möglichkeit, die interne Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu optimieren. Um den Nutzern online die Lerninhalte zur Verfügung zu stellen, benötigt Ihr Unternehmen eine entsprechende Lernplattform, ein sogenanntes LMS (Learning Management System). Doch welches LMS ist am besten für Ihre Firma geeignet? Die Auswahl der Lernplattform sollte sich an bestimmten Kriterien orientieren, die im Folgenden näher beleuchtet werden.

Tipps für die Wahl des richtigen LMS

LMS ermöglichen es Ihren Mitarbeitern, zeit- und ortsunabhängig zu lernen. Alle Inhalte sind auf dem PC, Notebook, Tablet oder dem Smartphone verfügbar. Die Zielgruppe wird direkt erreicht, wobei es unerheblich ist, wie viele Nutzer sich einloggen. Sie können verschiedene Lerntypen ansprechen und jeder kann in individuellem Tempo vorangehen. Damit das LMS seine Vorteile entfaltet, sollte es optimal zum Unternehmen passen. Hier ermöglichen bestimmte Kriterien die Beurteilung der vielfältigen Angebote.

Tipps für die Auswahl des richtigen LMS

Bei der Auswahl der passenden Lernplattform für Ihre Firma ist eine strukturierte Vorgehensweise empfehlenswert. Damit wird sichergestellt, dass die Anforderungen erfüllt und keine wichtigen Aspekte vergessen werden:

1. Ziele definieren

Das LMS sollte bestmöglich zu Ihrer Firma passen und die Lernziele erreichen, die zu einer Steigerung des Erfolgs und der Wettbewerbsfähigkeit führen. Wenn ein wichtiges Ziel darin besteht, die Umsätze zu erhöhen, und die Mitarbeiter des Vertriebs dahingehend weitergebildet werden sollen, ist dies ein operationables Ziel. Je konkreter die Zielvorstellung formuliert wird, desto leichter lässt sich die Realisierung kontrollieren. Eine Zieldefinition wäre beispielsweise ein um 20 Prozent gesteigerter Umsatz.

2. Mitarbeiter einbeziehen

Die Mitarbeiter bilden die Zielgruppe des LMS und deshalb ist es nötig, sich darüber Gedanken zu machen, welche Lernplattform zu Ihrem Team passt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass eine hinreichende Resonanz zwischen den Lernenden und dem LMS entsteht. Es stellen sich Fragen nach dem Alter der Lernenden, deren Fähigkeiten und der Anzahl der Nutzer, für die das LMS ausgewählt wird.

Sollen internetaffine Millennials trainiert werden, die im Umgang mit digitalen Medien versiert sind, oder soll das LMS Angebote für wenig technikaffine Nutzer zur Verfügung stellen? Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Mitarbeiter bei der Auswahl einzubeziehen, um die Akzeptanz von Anfang an zu maximieren und Widerstände abzubauen. Mit einer derartigen Beteiligung steigern Sie die Chance, dass Ihre Mitarbeiter die Angebote des LMS engagiert nutzen.1

Zudem ist es wichtig, den Schulungsbedarf festzustellen, damit Ihre Mitarbeiter sich genau das Wissen aneignen, das für das Erreichen der Ziele benötigt wird. Eine Vorgehensweise, die sich an den Anforderungen der verschiedenen Zielgruppen orientiert, hat sich besonders bewährt.

3. Funktionsumfang festlegen

In diesem Schritt wird überprüft, welche Funktionen das LMS beinhalten sollte, denn in dieser Hinsicht unterscheiden sich die verschiedenen Angebote erheblich. Achten Sie darauf, die Funktionen zu wählen, mit denen die Unternehmensschulungen perspektivisch am einfachsten erweitert werden können. Folgende Funktionen sind in modernen LMS integriert:

  • Unterplattformen für verschiedene Zielgruppen,
  • Möglichkeit der Integration in CRM-Systeme oder andere Software-Plattformen,
  • Kursfreigabe zur gemeinsamen Nutzung von Kursen in verschiedenen Unterplattformen,
  • White-Labeling zur Einbindung von Logos, personalisierten Anmeldeseiten und E-Mail-Benachrichtigungen,
  • Workflow-Automatisierung wie eine automatische Registrierung oder automatisierte Benachrichtigungen,
  • mehrsprachige Schnittstellen zur Einbindung von Mitarbeitern an ausländischen Firmenstandorten,
  • Berichtsfunktion, um den Lernerfolg zu verfolgen und einen Einblick in die Unterplattformen zu erhalten.

Darüber hinaus sollte das LMS die Voraussetzungen für das unkomplizierte Einladen neuer Nutzer, die Multimedialität sowie den problemlosen Datenimport bieten. Funktionen wie das automatische Versenden von Zertifikaten sind nützlich, für die meisten Firmen jedoch nicht zwingend notwendig.

4. Datenschutz und Sicherheit checken

Ihre IT-Abteilung ist ein wichtiger Ansprechpartner für die Beurteilung alternativer LMS. Dort wird die Frage beantwortet, ob das LMS lokal gehostet werden kann. Die IT sollte prüfen, ob eine Cloud-Lösung sinnvoll ist oder die Inhalte des LMS mit der eigenen Firewall gesichert werden müssen. Die Software des LMS muss auf deutschen Servern gehostet werden, um garantiert die Bestimmungen der DSGVO einzuhalten.

Ein weiterer Aspekt der Sicherheit ist die wirtschaftliche Stabilität des Anbieters, die Sie deshalb ebenfalls hinterfragen sollten. Im Idealfall wird eine jahrelange Zusammenarbeit angestrebt, sodass es sinnvoll sein kann, einem etablierten Anbieter den Vorzug zu geben.2

5. Demoversion testen

Wenn der Anbieter des ausgewählten LMS eine Demoversion zur Verfügung stellt, können Sie in einem Praxistest feststellen, ob Ihre Erwartungen erfüllt werden. Die strategische Entscheidung für ein LMS sollte gründlich abgewogen werden, denn sie bindet Ihre Firma einige Jahre. Der Praxistest ist eine gute Möglichkeit, sich vor Fehlentscheidungen zu schützen.

6. Kundenservice bewerten

Ein LMS ist eine sich permanent weiterentwickelnde Lernplattform, die sich immer wieder an veränderte Anforderungen anpassen muss. Der Kundenservice ist somit ein wichtiger Faktor, den Sie in die Entscheidung einbeziehen sollten. Es stellt sich die Frage, ob der Kundenservice von vornherein Bestandteil des Angebots ist oder dafür zusätzlich bezahlt werden muss. Die Ansprüche an den Kundendienst sind von Firma zu Firma unterschiedlich. Auf jeden Fall sollte überdacht werden, ob Service-Level-Vereinbarungen zu treffen sind, die bei Ausfällen in Kraft treten. Vergewissern Sie sich, dass Garantien vorhanden sind und wie hoch die Kosten für diese Garantien sind.3

Generell sollten Sie damit rechnen, besonders zu Beginn recht viele Fragen zu haben. Deswegen ist es vorteilhaft, wenn Ihnen ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht, der unkompliziert zu erreichen ist. Besteht der Service lediglich aus einem Call-Center, ist dies wenig vertrauenerweckend.

7. Preisvergleich anstellen

Auch der Preis spielt bei der Entscheidung für ein LMS eine Rolle. Viele Anbieter verlangen eine Grundpauschale und eine Nutzungsgebühr, die pro Anwender erhoben wird. Eine Berechnung der Gesamtkosten pro Jahr und der Vergleich mit den aktuellen Weiterbildungskosten klärt die Frage, ob sich die Investition lohnt.

Vor der Auswahl eines LMS sind einige Fragen zu beantworten. Doch es lohnt sich, diesen Aufwand zu betreiben. Sobald das LMS optimal auf die Anforderungen in Ihrem Unternehmen abgestimmt ist, wird es seine Vorteile bestmöglich entfalten und kann immer wieder perfekt angepasst werden. Insbesondere bei wachsenden Firmen ist dies von großem Vorteil.


Quellen:
  1. Checkliste LMS-Auswahl: In 10 Schritten zum passenden LMS
  2. Auswahl und Einführung eines Lernmanagement-Systems (LMS)
  3. So wählen Sie die passende Lernplattform für Ihr Unternehmen aus

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