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Darum sollten Sie Ihr Compliance-Training inhouse abhalten

Donnerstag, 15. Oktober 2020 - Kategorie: Tipps & Tricks

Viele Unternehmen überlassen die Schulungen ihrer Mitarbeiter Profis. Anstatt Coaching-Experten im eigenen Haus zu beschäftigen, lagern sie E-Learning-Kurse aus und profitieren von ausgewiesenem Know-how sowie geringeren Kosten. Doch diese Strategie ist nicht zwangsläufig immer richtig. Insbesondere Compliance-Trainings sollten Sie besser intern abhalten. Erfahren Sie mehr darüber, warum das so ist.

Darum sollten Sie Ihr Compliance-Training inhouse abhalten

Regelmäßige Compliance-Schulungen sollten fester Bestandteil eines Trainingsprogramms im Unternehmen sein. E-Learnings eignen sich ausgezeichnet für die Vermittlung von Regeln, Normen und Gesetzen. Mit praxisnahen Beispielen und multimedialer Unterstützung prägen sich die Lektionen oftmals besser ein als beim klassischen Frontal-Training.

Was bedeutet Compliance?

Der Begriff Compliance beschreibt die Einhaltung von unternehmensspezifischen Richtlinien, Verhaltenskodices und gesetzlichen Normen. Compliance-Vorschriften regeln das Miteinander im Unternehmen und bilden eine Basis für den Umgang zwischen Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kunden und Partnern. Sie reichen von allgemeinen Verhaltensanforderungen bis hin zum Verhalten gegenüber Wettbewerbern. Auch wie im Falle eines Verstoßes gegen die Regeln verfahren wird, ist Bestandteil der Richtlinien.

Diese internen Unternehmensregeln sind feste Bestandteile der Philosophie, Strategie und Ausrichtung – und sie sollten von allen Mitarbeitern verinnerlicht werden. Dazu müssen diese sie erst einmal kennen – was oft genug nicht der Fall ist.1 Dabei kann ein Compliance-Verstoß im schlimmsten Fall sogar strafrechtliche Konsequenzen haben. Dass alle Mitglieder des Unternehmens wissen, wie sie sich in spezifischen Situationen zu verhalten haben, ist daher unerlässlich. Compliance-Schulungen sind demnach unverzichtbar – und zugleich eine Herausforderung.

Herausforderung Compliance-Training

Die Compliance-Regeln stellt die Unternehmensführung auf. Sie erfordern Fingerspitzengefühl, müssen unter Einhaltung geltender Normen und Gesetze formuliert werden und zugleich lebbar sein. Dementsprechend birgt auch ihr Training Herausforderungen – so wie alle Inhouse-Schulungen. Planung ist alles, und es müssen zahlreiche Faktoren bedacht werden: der Wissensstand der Zielgruppe, die Präsentation und der Aufbau der Lernmodule.

Compliance-Training auslagern: Diese Gefahren drohen

Compliance-Schulungen bergen darüber hinaus einige Besonderheiten, und Fehler können fatale Folgen haben. Eine fokussierte Vorbereitung ist daher immens wichtig – und sie geschieht oftmals unter Zeitdruck. Da ist es verlockend, den Job extern zu vergeben. Die folgenden Punkte verdeutlichen, warum das keine gute Idee ist.2 

Unvollständige Informationen

Compliance ist ein sensibles Thema – und in jedem Unternehmen anders geregelt. Selbst wenn das ausgewählte Schulungsteam schon viele hervorragende Ergebnisse geliefert hat, muss das nicht zwingend auf alle Inhalte zutreffen. Die Crux liegt in diesem Bereich darin, dass externe Trainer oftmals nicht wissen, welche Regeln im Betrieb herrschen. Diese vollständig zur Verfügung zu stellen, ist aufwendig, erhöht die Trainingsvorbereitung und somit die Kosten – und birgt ein weiteres Problem.

Firmeninterna werden weitergegeben

Die Compliance-Regeln von Unternehmen werden oftmals offiziell bekannt gegeben, etwa auf der Website oder in einem offiziellen Dokument. Bei einer ausführlichen Vorbereitung kann es jedoch passieren, dass andere interne Informationen durchsickern, die nicht in fremde Hände geraten sollten. Das können finanzielle Details, Sicherheitsrichtlinien oder strategische Informationen sein. Zwar können Sie vorbeugen, dass diese weitergetragen werden, indem Sie eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben lassen – doch besser ist es, wenn Details gar nicht erst das Unternehmen verlassen.

Die Unternehmenskultur wird nicht abgebildet

Unter dem Begriff Unternehmenskultur lassen sich zahlreiche Faktoren zusammenfassen: Er beschreibt die Werte, Einstellungen, sozialen Normen, Symbole, den Umgang miteinander und somit auch Gefühle und Handlungen. Jede Firma hat ihre ganz eigene Corporate Culture, die sich im Alltag auf verschiedene Weise manifestiert: im Umgang mit Kritik, in der Kommunikation, der Motivation und der Wertschätzung Mitarbeitern, Führungskräften und Kollegen gegenüber.3
Wer die Kultur nicht kennt, kann sensible Themen wie Compliance-Regeln womöglich nicht so abbilden, dass die Schulungsteilnehmer am Ball bleiben und die Bestimmungen verinnerlichen. Ein solches Training bleibt an der Oberfläche. Zwar vermittelt es die Fakten, ist jedoch nicht mit Leben gefüllt. Doch nur wenn Compliance gelebt – und von Vorgesetzten vorgelebt wird –, halten sich alle an die Normen.

Zeit und Aufwand können sich erheblich erhöhen

Soll der Kurs in die Tiefe gehen und das Team auch im Sinne der Unternehmenskultur emotional ansprechen, ist das Unternehmen selbst gefragt. Externe Trainer können Fakten liefern und diese mitreißend vortragen – doch wenn es um Details geht, ist mitunter ein hoher interner Aufwand notwendig. Hier ist eine transparente Kommunikation das A und O. Doch wer schon einmal zwischen externen Coaches, der Personal- und Compliance-Abteilung sowie der internen Schulungsabteilung jongliert hat, weiß, dass dies nicht immer ein Spaziergang ist. Verzögerungen, Missverständnisse, womöglich sogar sprachliche Hürden erschweren häufig den Austausch.

Die Aktualität ist nicht immer gegeben

Gesetze und Verordnungen können sich ändern, und genauso stellt auch das Unternehmen mitunter rasch neue Regeln auf. Das geschieht oftmals nach konkreten Vorfällen, für die es bislang keine Richtlinien gab. Auch Sicherheitsanweisungen werden häufig schnell aktualisiert. Wird das Compliance-Training extern vergeben, fehlen aktuelle Neuerungen in der Schulung mitunter, weil die Trainer von ihnen noch nichts wissen.

Unvorhergesehene Kostensteigerung

Die oben genannten Herausforderungen bedeuten nicht nur für das Unternehmen Aufwand – diesen betreiben auch die beauftragten Trainer. Das stellen sie in Rechnung. Das macht es bei der Vorbereitung und Buchung einer externen Compliance-Schulung oftmals schwer abzusehen, welches Budget veranschlagt werden sollte. Wer sich der Risiken eines ausgelagerten Trainings bewusst ist, kann das Schulungsteam im Gegenzug von Anfang an in die Planung mit einbeziehen. Das dürfte jedoch die Kosten nicht signifikant senken.

Fazit: die perfekte Compliance-Schulung – Bausteine für effektive Kurse

Ein digitaler Kurs ist für die Vermittlung von Compliance-Regeln ideal. Zeit und Aufwand minimieren sich – jedenfalls, wenn er inhouse und damit von Mitarbeitern gestaltetet wird, die die Regeln bereits kennen und die Unternehmenskultur verinnerlicht haben. Microlearnings erweisen sich für das Compliance-E-Learning als besonders effektiv.4 Die kurzen Trainingseinheiten bleiben einfacher im Gedächtnis als lange Lektionen und lassen sich idealerweise flexibel abrufen, wann immer es notwendig ist. Mobile Learnings lassen sich via App vom Smartphone, Tablet oder Notebook abrufen – in jedem Fall von unterwegs und von jedem Ort aus. So sind Mitarbeiter in der Lage, bei Zweifeln direkt das entsprechende (Micro-)Modul aufzurufen, und bekommen die Regel anschaulich erklärt.


Quellen:
  1. Compliance-Regeln und -Richtlinien im Unternehmen einführen
  2. 7 Risks Of Not Offering In-House Compliance Training
  3. Unternehmenskultur entschlüsselt: Diese Basics müssen Sie kennen
  4. Compliance-Trainings: Wissensmanagement durch Microlearning

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