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So optimieren Microlearning-Einheiten das Onboarding

Montag, 28. Juni 2021 - Kategorie: Tipps & Tricks

Der neue Mitarbeiter ist da – und er möchte eingearbeitet werden. Ein guter Onboarding-Prozess im Unternehmen ist wesentlich für einen starken Start und stellt die Weichen für erfolgreiche Arbeit, motivierte Mitarbeiter und so letztendlich für unternehmerische Erfolge. E-Learnings spielen eine immer wichtigere Rolle für die Onboarding-Strategie. Insbesondere kurze Lernhäppchen, sogenannte Microlearnings, erweisen sich als clevere Tools für die Einarbeitungszeit.

So optimieren Microlearning-Einheiten das Onboarding

Was ist eigentlich Microlearning?

Bei Microlearnings handelt es sich um kurze, übersichtliche Lerneinheiten. Sie dauern üblicherweise nicht länger als circa fünf Minuten und verfolgen ein konkretes, klar definiertes Lernziel.

Diese kurzen Lektionen erfordern besondere Strategien bei der Aufbereitung: Die vermittelten Daten und Fakten sollen sich einfach verinnerlichen lassen. Außerdem sollen sie schnell, mit wenig Aufwand sowie im Idealfall überall verfügbar sowie mit einem effektiven, eindeutigen Ergebnis abschließbar sein. Diese Form des E-Learnings kommt daher vor allem für die Vermittlung bestimmter Inhalte infrage:1

  • Schnellstart-Anleitungen, etwa für Maschinen oder IT-Ausrüstung
  • Handlungsbezogene Informationen wie Tipps für Corporate-konforme Korrespondenzen oder Dresscodes
  • Vertiefung bekannter Fakten und Eröffnung neuer Perspektiven
  • Wiederholung von bereits erlernten Inhalten

Wichtig: Microlearning bedeutet nicht, komplexe Informationen in übersichtliche Häppchen zu gliedern.2 Stattdessen geht es darum, Daten und Fakten so aufzubereiten, dass sie einen hohen praktischen Nutzen aufweisen und zu direkten Handlungen befähigen.

Das macht die „Lern-Nuggets“ so interessant für das Onboarding. Sie ergänzen das Learning on the Job und damit die Praxis durch wichtige Zusatzinformationen und helfen dabei, dass neue Informationen nachhaltiger im Gedächtnis bleiben. Microlearnings lassen sich als „das Wichtigste in Kürze“ bezeichnen – und spielen damit eine tragende Rolle im Einarbeitungsprozess.

Besser onboarden: Mit diesen Strategien klappt’s

Microlearnings richtig einzusetzen, ist maßgeblich für den Erfolg des E-Learning-Angebots. An die Kurzform angepasste Inhalte sind dabei wesentlich. Doch welche Elemente gehören in das Mini-Format?

Erst simulieren, dann anwenden

Die notwendigen Arbeitsmittel, Anweisungen und Wordings, das Einrichten von Accounts oder Passwörtern, aber auch einfache Handlungen, etwa an Maschinen oder Kassensystemen: Dinge wie diese gehören zu den Basics, die neue Mitarbeiter lernen müssen. Sie „on the Job“ zu erläutern, ist oftmals zeitaufwendig, mitunter fehlen die Ressourcen. Besser, schneller und meist nachhaltiger lassen sie sich in übersichtlichen Lerneinheiten vermitteln. Sie simulieren etwa den Start eines Arbeitstags oder das Einloggen ins System. Vielfach kommen dafür Gamification-Elemente wie kurze Rollenspiele zum Einsatz.

Bilder sagen mehr als Worte

Statt Textwüste mit langer Lesezeit lieber drei Grafiken: Oftmals drücken Bilder Fakten prägnanter und eindeutiger aus als eine langwierige Erklärung. Sie sind ideal, um Arbeitsabläufe eindeutig zu erläutern oder die Struktur des Unternehmens zu verdeutlichen. Infografiken reduzieren die transportierten Informationen auf das Wesentliche und sind einfach und auf einen Blick erfassbar.3 Wichtig: Diese Voraussetzungen müssen Grafiken in Microlearning-Einheiten zwingend erfüllen. Es nützt wenig, zwar auf die Macht der Bilder zu setzen, diese jedoch mit Inhalten zu überfrachten. Fassen Sie sich kurz: Drei Bilder pro Lernschritt genügen.

Bewegte Bilder für maximale Effekte

Videos aktivieren optische und kognitive Reize. Das macht sie besonders effektiv. Bewegtbilder mit Ton prägen sich schnell und nachhaltig ein, vermitteln Inhalte anschaulich und praxisnah. Damit sind sie geradezu prädestiniert, um als Learning-Nugget im Onboarding-Prozess zu fungieren. Ein klassisches Beispiel sind Schulungsfilme, die etwa das Unternehmen in Kurzform vorstellen oder Hintergründe von Arbeitsabläufen erläutern. Bei Videos gilt noch mehr als bei Grafiken: In der Kürze liegt der Clou. Die Aufmerksamkeitsspanne ist bei bewegten Bildern gering. Die Bereitschaft, die vermittelten Informationen in ihrer Gänze zu behalten, sinkt hingegen von Sekunde zu Sekunde: Auf Facebook beträgt die Abbruchrate bei Videos weniger als eine Minute, bei YouTube maximal fünf4.

Interaktive PDF-Dateien – der Schlüssel zur Multimedialität

Im Laufe eines vollständigen Onboardings sind längere Texte mitunter unverzichtbar. Das gilt insbesondere, wenn komplexe Inhalte zu erläutern sind. Doch auch diese lassen sich in appetitliche Horsd’œuvre an Informationen umwandeln, und zwar mithilfe von interaktiven PDF-Dateien. Statische PDFs erlauben ausschließlich die Einbindung von Texten sowie Bildern, und der Nutzer arbeitet sie linear, von oben nach unten durch. Das höchste der Gefühle sind klickbare Inhaltsverzeichnisse. Das kann ermüdend sein – ähnlich wie ein analoges Handbuch. Interaktive PDFs, auch bekannt als Flip-Book, gehen einen anderen Weg. Sie transportieren die Inhalte ins HTML-5-Format, das die Einbindung von zahlreichen Features ermöglicht. In Flip-Books blättern Sie vor und zurück wie in einem Buch, setzen Lesezeichen und markieren wichtige Stellen. Mehr noch: Sie erlauben die Einbindung von Links, Audio- und Videodateien und damit Verweise auf weitere Informationen.

Erinnerung: So vielfältig die Möglichkeiten von interaktiven PDFs auch sind, reizen Sie sie im Microlearning nicht zu stark aus. Die Datei sollte sich in maximal fünf Minuten durcharbeiten lassen.

Welche Inhalte sind im Onboarding-Prozess unverzichtbar?

Jedes Onboarding ist anders und variiert nach Branche, Ausrichtung und Philosophie des Unternehmens, der Position des Mitarbeiters und seinen Vorkenntnissen. Einige feste Merkmale hat eine erfolgreiche Einarbeitung jedoch:

  • Sie informiert über die Strukturen und Hintergründe des Betriebs,
  • vermittelt die Firmenphilosophie und -strategie,
  • stellt Arbeitsprozesse und Tätigkeitsbereiche vor.

Die Onboardingphase beginnt im Idealfall bereits vor dem ersten Arbeitstag. Microlearnings erweisen sich dabei als ideal. Manche Unternehmen stellen z. B. eine interne App zur Verfügung, in der die Neuen (wann immer sie Zeit dazu haben) kurze Einheiten absolvieren. So bereiten sie sich auf den ersten Tag vor – auch mobil. Ein Onlineportal ist eine weitere Möglichkeit. Im Idealfall lässt es sich ebenfalls von unterwegs aus abrufen. So sind die Basics bei Arbeitsantritt bereits bekannt, und die Einarbeitung kann sich in den ersten Tagen auf die Vorstellung im Kollegenkreis und die Praxis, etwa das Learning on the Job, konzentrieren.

Fazit: Kurz und gut – Microlearnings für schnelle Ergebnisse im Onboarding-Prozess

Microlearnings transportieren Inhalte schnell, einfach erfassbar und auf das Wesentliche konzentriert. Im Onboarding vermitteln sie in der ersten Phase die Basics des Unternehmens. Später helfen sie mit Videos, Simulationen und Grafiken dabei, Erlerntes zu verinnerlichen und aus neuer Perspektive zu betrachten. Die kurzen Einheiten lassen sich praktisch überall absolvieren – in Pausen, auf dem Weg zum Job, nach Feierabend oder wann immer Fragen auftauchen. So entsteht ein ganzheitliches Lernerlebnis mit nachhaltigem Effekt.


Quellen:
  1. Beispiele für Microlearning: In Schulungen und im Alltag
  2. In Ministeps lernen – 4 Fakten zum Microlearning
  3. Überzeugende Vorteile von Infografiken für E-Learning-Kurse
  4. 7 Gründe für Microlearning & Learning Nuggets für mobiles Lernen

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