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So gehen Sie bei der Planung für E-Learning-Content strategisch vor

Donnerstag, 29. Juli 2021 - Kategorie: Tipps & Tricks

Spätestens seit der Corona-Krise ist E-Learning für Unternehmen unabdingbar geworden. Doch schon lange davor war digitales Lernen im Kommen! Schließlich bringt die digital ermöglichte Weiterbildung viele Vorteile mit sich: u.a. Kostenersparnis, Zielgruppen- und bedarfsgerechte Lerninhalte und die ständige Aktualisierung Ihrer Lerninhalte. Doch wie geht man die Planung von Online-Schulungsinhalten am besten an?

So gehen Sie bei der Planung für E-Learning-Content strategisch vor

Es gilt einiges zu beachten, schließlich sind Sie mit Ihren Lernenden nicht im gleichen Raum: Das sorgt für veränderte Rahmenbedingungen, und es ist umso wichtiger, dass Sie bei den Lerninhalten strategisch vorgehen.

Warum Content Strategy?

Leider haben viele Firmen weder genügend Leute noch Zeit oder Technologie, um Content eigenständig aufzubereiten. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden auf sie angepasste Lerninhalte zur Verfügung stellen, erzielen bessere Ergebnisse als Firmen, die dies nicht tun.

Unternehmen mit einer durchdachten Content Strategy verzeichnen höhere Produktivität, mehr Engagement ihrer Beschäftigten, effektivere Teamarbeit und bekommen nützliches Feedback vom Management. Außerdem spiegelt sich die gesteigerte Zufriedenheit Ihrer Beschäftigten in der Tatsache wider, dass diese über einen längeren Zeitraum bei Ihnen tätig sind.

Die richtige Vorgehensweise: der Hausbau

Doch wie richtig vorgehen, um Content als Lern- oder Schulungsinhalt strategisch zu erstellen und zu vermitteln?

Auf elearningindustry.com wird die Metapher des Hausbaus herangezogen: Zunächst braucht es das Fundament: das Was und Warum. Danach kümmert man sich um die einzelnen wesentlichen Räume wie Küche und Bad. Damit ergänzen Sie Ihr Fundament mit Dingen, die Ihre Hausbewohner alias Ihre Mitarbeitenden täglich brauchen.

Anschließend können Sie sich an die Einrichtung machen und die Möbel auswählen, mit denen Sie die einzelnen Räume ausstatten. So fühlen sich Ihre Mitarbeitenden sicher in Ihren Räumlichkeiten, sprich bei der täglichen Ausführung ihrer Aufgaben. Sehen wir uns das Ganze genauer an!

1. Das Fundament schaffen

Um ein E-Learning-Schulungsprogramm erfolgreich aufzubauen, braucht es also zunächst ein starkes Fundament. Sie sollten Ihren Lernenden zu Beginn darlegen, welche Inhalte mit welchen Zielen vermittelt werden sollen, warum es diese Lernvorgaben gibt.

Steht man zu Beginn eines Lernprogrammes, kann die Überflutung durch neue Fachbegriffe überwältigend sein. Umso wichtiger, dass Ihre Schüler wissen, was und warum sie es verinnerlichen müssen. Denn: Wer weiß, welchen konkreten Nutzen er aus Erlerntem ziehen kann, tut sich beim Lernprozess um einiges leichter.

2. Die wesentlichen Zimmer ausbauen

Die Grundlage ist geschaffen, jetzt heißt es, sich auf den Kern zu konzentrieren. In unserer Hausbau-Metapher gestalten Sie also jetzt die wesentlichen Zimmer wie Küche und Bad. Dafür sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Was brauchen Ihre Schützlingejetzt? Mit was müssen sie das Fundament der Lernenden aufstocken, damit sie effektiv arbeiten können? Was sind die wesentlichen Lerninhalte, damit ihre Schützlinge beim Absolvieren ihrer täglichen Aufgaben erfolgreich werden?

3. Einrichtung und Deko

Sie haben Ihren Lernenden das Fundament und das wesentliche Wissen mitgegeben, damit diese erfolgreich ihren Beruf ausüben können. Jetzt kommt es zur Einrichtung und Deko, damit Ihre Hausbewohner sich in Ihren Zimmern auch wohlfühlen.

Sprich: Ihre Mitarbeitenden haben ihre Routine gefunden und sich an die Ausführung ihrer Aufgaben gewöhnt. Doch jetzt sollten Sie dafür sorgen, dass sie sich in ihrer Arbeitsweise auch sicher fühlen und Erfolge für sich verbuchen.

Nun ist der Moment gekommen, in dem es um fortgeschrittene Kenntnisse geht und die Zusammenhänge der täglichen Arbeit sich langsam herauskristallisieren. Sie bauen also das Gerüst aus, an dem die Lernenden sich fortan orientieren können. Dieses Gerüst stellt das bisher Gelernte in einen Zusammenhang und ermöglicht es, den Überblick zu behalten.

4. Und wenn das Haus steht?

Steht erst mal dieses Gerüst für Ihre Schulung, wird es Ihnen leichterfallen, das Thema der Schulung auszusuchen. Dies ist Ihr vierter Schritt: Bestimmen Sie die Lernziele der einzelnen Etappen und entscheiden Sie sich, welche Benchmarks (= Maßstab für den Vergleich von Leistungen) Sie setzen wollen, damit Sie den Lernfortschritt Ihrer Lernenden regelmäßig vergleichen und überprüfen können.

Wichtig in dieser Phase ist, flexibel zu bleiben. Führen Sie ein Thema nach dem nächsten ein, analysieren Sie den Lernfortschritt und hören Sie auf das Feedback Ihrer Schüler, um Ihre Online-Schulung immer wieder anzupassen und zu verbessern.

5. Demokratisierung von Content Strategy

Wenn es darum geht, die Lerninhalte an ein ständig wachsendes Team zu vermitteln, sollten Sie auf die Demokratisierung der Content Strategy setzen. Das heißt: Holen Sie sich Experten aus Ihrem Team an Bord, die Sie mit Fachbereichen beauftragen. Dabei sollen diese sich an Ihren erarbeiteten Vorlagen und Leitfäden orientieren. Dies ermöglicht es Ihren Experten, schnell und effektiv zu arbeiten und fördert zusätzlich die Einheitlichkeit.

Wenn die Struktur für den Content vorgegeben ist, können sich alle auf das Wesentliche fokussieren: den Inhalt. Nur wenn Ihre Content Strategy es ermöglicht, dass verschiedene Experten zu verschiedenen Fachbereichen zusammenarbeiten können und der Content in der gleichen Struktur aufgearbeitet wird, erlaubt Ihre Content Strategy es Ihnen:

  • Dass Sie die verschiedenen Lerninhalte leicht erstellen
  • Dass Sie Ihren Content übersichtlich verwalten und organisieren können
  • Dass verschiedene Experten schnell neuen Content produzieren können
  • Dass Sie eine einheitliche Fachsprache verwenden
  • Dass Sie die Erstellung von Content möglichst unkompliziert an andere abtreten können

Um bei diesem demokratisierten Prozess der Content Herstellung ein „Content Chaos“ zu vermeiden, sollten Sie Ihr LMS (= Learning Management System) unbedingt so einstellen, dass es nur eine eingeschränkte Berechtigung gibt, um Content zu bearbeiten. Außerdem sollten Sie über das LMS standardisierte Vorlagen, Templates und Leitfäden zur Verfügung stellen. Als letzten Punkt sollten Sie unbedingt darauf achten, sich regelmäßig Feedback zu Ihren Lerninhalten einzuholen, damit Sie sich ständig weiterentwickeln und verbessern können.

Jetzt steht also der erfolgreichen Erstellung von digitalem Content nichts mehr im Wege! Sie wissen, dass Sie für Ihren Hausbau mit dem Fundament anfangen müssen, das Ihren Lernenden vermittelt, was und warum sie es lernen werden. Danach gilt es, die Routine bei Ihren Mitarbeitenden herzustellen, damit diese sich mit ihren täglichen Aufgaben sicher fühlen. Sind diese Basics vorhanden, sollten Sie Ihre Lernenden mit Wissen füttern, das Ihnen erlaubt, möglichst schnell Erfolge in ihrer Arbeitsweise zu verbuchen. Steht dieses Grundgerüst Ihrer Content Strategy, legen Sie die einzelnen Lernschritte fest und setzen Sie Benchmarks. Zu guter Letzt demokratisieren Sie Ihre Content Strategy, damit Sie möglichst flexibel bleiben!


Quellen:
  1. Vorteile von E-Learning
  2. Why a Learning Content Strategy Is Essential
  3. 5 Steps To Build And Scale Your Training Content Strategy

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