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Big Data in LMS-Reportings

Freitag, 03. Februar 2017 - Kategorie: Tipps & Tricks

Die meisten Learning-Management-Systeme heutzutage bieten eine umfassende Reportingfunktion an. Hand in Hand mit solch einer Funktion gehen große Mengen an Datenmengen, so genannte Big Data. Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen fünf Big Data Arten in Reportings zeigen und fünf Tipps an die Hand geben, wie Sie diese bestmöglich nutzen können.

Big Data in LMS-Reportings

Die meisten E-Learning-Plattformen haben mittlerweile ein integriertes Reporting-Tool, das es Ihnen ermöglicht, Informationen über das Lernverhalten Ihrer Nutzer und über die Effektivität Ihres E-Learning zu gewinnen. Häufig werden durch das Reporting-Tool und andere LMS-Funktionen große Datenmengen produziert, was es schwierig macht, die relevanten Informationen herauszufiltern. In diesem Artikel erhalten Sie 5 wichtige Tipps1 darüber, welche Daten Sie erfassen sollten und wie Sie diese am sinnvollsten nutzen können, um Ihr E-Learning zu optimieren.

 

  • 1. Vervollständigungsquote

Arbeiten Ihre Lernenden einen Kurs wirklich von Anfang bis Ende durch? Wenn ja, wie lange brauchen sie dafür? Wie groß ist der Anteil der Lernenden, der den Kurs vollständig bearbeitet hat? Die Daten des Reporting geben Ihnen Antworten auf diese Fragen. Diese erlauben es Ihnen nicht nur, Rückschlüsse auf das Lernverhalten Ihrer Nutzer zu ziehen, sondern auch über die Effektivität Ihres Kursangebots. Wenn ein Großteil der Lernenden einen Kurs nicht abgeschlossen hat, sollten Sie diesen möglicherweise noch einmal überarbeiten.

 

  • 2. Lernverhalten und Fortschritte Ihrer Nutzer

Können die Lernenden die Kurse mühelos bewältigen? Oder gibt es eventuell Probleme bei der Bearbeitung von bestimmten Aufgaben? Daten über das Abschneiden Ihrer Lernenden in einzelnen Kursen können Ihnen dabei helfen, das Lernverhalten und den Lernstatus Ihrer Nutzer besser nachvollziehen zu können. Daraus können Sie beispielsweise ableiten, ob Sie den Lernenden eventuell noch weitere Unterstützung zukommen lassen sollten. Außerdem erleichtert dies die Vergabe von individuellem Feedback.

 

  • 3. Prüfungsergebnisse

Ergebnisse von Wissensabfragen geben Ihnen gut messbare Daten, die Sie nutzen können, um Ihr E-Learning zu verbessern. Besteht der Großteil der Nutzer die Kurse, scheinen Sie einen sinnvollen Lernansatz zu haben, während Sie dagegen bei einer hohen Durchfallquote möglicherweise über ein neues E-Learning-Konzept nachdenken sollten. Außerdem helfen Ihnen diese Daten dabei, die Stärken und Schwächen jedes Lernenden zu identifizieren und diese zur Erstellung von personalisierten Lernpfaden zu nutzen.

 

Umfrageergebnisse geben Ihnen die Möglichkeit direktes Feedback von Ihren Lernenden zu bekommen. Nutzen Sie diese Daten zur Verbesserung Ihres E-Learning-Designs, um so das Lernerlebnis für Ihre Nutzer zu optimieren. Durch die Umfrageergebnisse erhalten Sie auch Informationen darüber, ob und wie die Lernenden das Gelernte in Ihrem Arbeitsalltag anwenden können.

 

  • 5. Social Learning Daten

Die Daten, die Sie aus Social Learning Aktivitäten entnehmen können, sind zwar nicht ganz so einfach zu messen, jedoch erlauben Sie Ihnen noch einmal eine ganz andere Sichtweise auf das Lernverhalten Ihrer Nutzer zu entdecken. E-Learning-Foren, private Gruppe in Social-Media-Kanälen oder Online-Gruppenprojekte bieten gute Möglichkeiten für offenes Feedback und gegenseitige Bewertungen der Lernenden. Sehen Sie diese Daten als Ergänzung zum Feedback durch klassische Evaluationsbögen und nutzen Sie die Meinungen Ihrer Lernenden zur Verbesserung Ihres LMS.

 

Zwar wissen Sie jetzt, welche Daten man am besten erfassen sollte, jedoch ist die reine Erfassung wertlos, wenn Sie die Daten nicht sinnvoll nutzen. Wofür Sie die Daten am besten nutzen sollten und was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie in den nächsten 5 Tipps.

 

  • 1. Finden Sie den richtigen E-Learning-Ansatz

Nutzen Sie die Ergebnisse der Datenerfassung um den E-Learning-Ansatz zu finden, der am besten zu Ihrem Unternehmen und Ihren Lernenden passt. Die Auswertung der richtigen Daten hilft Ihnen dabei, auf die Bedürfnisse Ihrer Nutzer einzugehen und Ihr Lernkonzept ständig zu überarbeiten und zu verbessern. Bekommen Sie beispielsweise als Feedback, dass den Lernenden häufig die Motivation zum Online-Training fehlt, können Sie diese Information nutzen, um Ihre Kursstruktur zu ändern und zum Beispiel durch Gamification attraktiver zu gestalten.

 

  • 2. Sehen Sie das große Ganze

Vertiefen Sie sich nicht zu sehr in Details, sondern versuchen Sie auch bei großen Datenmengen immer das Gesamtkonzept im Auge zu behalten. Nutzen Sie die erfassten Daten zur Analyse der Stärken und Schwächen Ihrer gesamten E-Learning-Strategie. Wenn Sie nicht die Zeit und die Ressourcen haben, um diese Auswertung selbst zu machen, wäre vielleicht Outsourcing eine Option für Sie.

 

  • 3. Fokussieren Sie sich auf übergeordnete Ziele

Die Erfassung und Auswertung großer Datenmengen bringt zwar viele Vorteile für Sie, jedoch ist dieser Prozess auch sehr aufwendig. Behalten Sie deshalb immer im Hinterkopf, was genau Sie herausfinden wollen und was Ihre übergeordneten Ziele sind. Konzentrieren Sie sich immer auf ein messbares Ziel zurzeit und werten Sie nur die dafür relevanten Daten aus. Wenn Sie beispielsweise die Wissenslücken einzelner Lerner analysieren wollen, ist es hilfreicher das individuelle Feedback und den Fortschritt der betroffenen Nutzer zu betrachten als die Abschlussquote aller Lernenden, die eher für einen Gesamtüberblick nützlich ist.

 

  • 4. Die Verbesserung Ihres E-Learning ist nie „fertig“

Legen Sie zusammen mit Ihrem E-Learning-Team regelmäßige Termine fest, an denen Sie die erfassten Daten auswerten. Die Evaluation Ihres E-Learning sollte ein kontinuierlicher Prozess sein, der zu einer stetigen Verbesserung Ihres Lernangebots führt. Achten Sie allerdings bei der regelmäßigen Erfassung und Auswertung von Daten auf den Datenschutz. Nutzen Sie beispielsweise Verschlüsselungsverfahren und erlauben Sie nur ausgewählten Personen den Zugriff auf die Daten.

 

  • 5. Wählen Sie ein datenergiebiges LMS

Achten Sie bei der LMS-Wahl darauf, dass Sie sich für ein datenergiebiges System entscheiden. Werden Sie sich vor der Entscheidung für ein LMS darüber bewusst, welches Ihre Lernziele sind und prüfen Sie, ob diese mit dem Reporting-Tool des entsprechenden Systems erfasst werden können.

 

Wie Sie sehen, ist der Umgang mit großen Datenmengen einfacher als man anfangs denken mag. Wenn Sie diese Tipps beachten, sollten Sie von nun an problemlos den Daten-Dschungel Ihres LMS durchforsten können und die Informationen zur sinnvollen Verbesserung Ihres LMS nutzen können.


Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Umgang von größeren Datenmengen beim E-Learning? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar, wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen bezüglich dieses Themas!


Quellen:
  1. 5 types Of Big Data To Extract From your LMS And How To Use It

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