Nicht-lineare E-Learning-Kurse: 8 wertvolle Tipps

Montag, 19. Juni 2017 - Kategorie: Tipps & Tricks

Jeder Lerner ist anders und bringt so seine individuellen Vorlieben mit. Um diese Einzigartigkeit besser in den E-Learning Alltag unterbringen zu können, ist es möglich nicht-lineare Kursstrukturen zu entwickeln. Dies bedeutet, dass der Lerner die Reihenfolge und das Tempo selbst bestimmen kann. Im folgenden Artikel geben wir ihnen 8 wertvolle Tipps, die Sie bei der Erstellung von nicht-linearen Strukturen einhalten sollten.

Nicht-lineare E-Learning-Kurse: 8 wertvolle Tipps

Eine klare Kursstruktur kann für einige Lerner super sein, andere bevorzugen dagegen eine etwas freiere Gestaltung, die dem Kursteilnehmer eine selbstständige und personalisierte Arbeitsweise ermöglicht. Solche Kurse ohne festen Lernpfad (nicht-lineare Kurse) bieten dem Lerner viel Freiraum, jedoch sollten Sie bei der Erstellung solcher Kurse einige Dinge beachten, damit Sie und Ihre Kursteilnehmer auch alle Vorteile des nicht-linearen Lernens nutzen können. Im folgenden Artikel erhalten Sie 8 Tipps1 für ein effektives Lernszenario ohne festen Lernpfad.

 

1. Attraktive Kursübersicht

Erstellen Sie am Anfang Ihres E-Learning-Kurses eine Kursübersicht, die der Lerner eigenständig erkunden kann. Sie können das Design dieser Übersicht passend zum Kursthema gestalten und durch Graphiken und Animationen auflockern, um die Neugierde und das Interesse des Lerners zu wecken. Außerdem kann durch so eine Übersicht der gesamte Kursinhalt in einzelne Lerneinheiten unterteilt werden, sodass der Kursnutzer einen guten Überblick über die zu bearbeitenden Inhalte bekommt.

2. Klare Ziele und Erwartungen

In einem nicht linearen Kursdesign können sich die Kursnutzer den Lernpfad zwar selbst aussuchen, jedoch sollten die generellen Lernziele und Erwartungen an den Lerner trotzdem klar formuliert werden. Starten Sie Ihren Kurs deshalb mit einer detaillierten Beschreibung der Anforderungen und Ziele des Kurses. Erläutern Sie in diesem Zusammenhang auch den Nutzen des Kurses und den Bezug zum Alltag.

3. Erstellung einer Microlearning-Bibliothek

Helfen Sie Ihren Lernern dabei, möglichst einfach und schnell auf genau die Information zugreifen zu können, die sie in einer bestimmten Situation brauchen. Erstellen Sie dafür eine Microlearning-Bibliothek, die aus vielen kleinen Lerneinheiten besteht, die die Lerner einzeln abrufen können, ohne einen kompletten Kurs durchlaufen zu müssen. Muss der Lerner beispielsweise gerade ein Problem lösen oder eine Aufgabe bearbeiten und ihm fehlt dazu eine wesentliche Information, kann er durch die Microlearning Bibliothek schnell und effektiv sein Wissen auffrischen.

4. Bereitstellung von zusätzlichem Lernmaterial

Stellen Sie optionales Lernmaterial für die Lerner bereit, die die Grundlagen mühelos bewältigen. Auch hier bietet sich eine Art Bibliothek an, in der zusätzliche Lerneinheiten gesammelt werden, die die Lerner nutzen können, um Ihr Wissen zu vertiefen und optionale Kurseinheiten zu absolvieren.

5. Starten Sie mit den Grundlagen

Zwar ist die Reihenfolge in nicht linearen Kursen nicht vorgegeben, jedoch sollten Sie bei der Erstellung einen groben Kursaufbau nicht vernachlässigen. Starten Sie Ihren Kurs mit einer Auswahl von Lerneinheiten, in denen zunächst erst einmal nur Grundlagen behandelt werden, und bauen Sie Ihren Kurs darauf auf. Erfahrene Lerner können diesen Teil nach Belieben überspringen und mit fortgeschrittenen Übungen weitermachen. Geben Sie Ihren Kursnutzern zusätzlich die Möglichkeit, auch in fortgeschrittenen Übungen zu den Grundlagen zurückzukehren, um ihr Wissen aufzufrischen.

6. Beurteilung des Wissensstandes vor Kursstart

Erfassen Sie den Wissensstand Ihrer Lerner bevor diese den Kurs starten. So können Sie herausfinden, auf welchem Niveau sich der Kursnutzer befindet und ob er eher mit den Grundlagen starten sollte oder es mehr Sinn macht, diese zu überspringen und mit schwierigeren Einheiten zu beginnen. Letztendlich sollten Sie dem Lerner aber immer die Möglichkeit geben, die Reihenfolge der Lerneinheiten selbst zu bestimmen.

7. Geben Sie direktes Feedback

Unterstützen Sie Ihre Lerner auch während der Kursbearbeitung. Manche Lerner wissen vielleicht gar nicht, dass sie sich in bestimmten Bereichen möglicherweise noch verbessern können. Geben Sie also ruhig direkt nach jeder Lerneinheit Feedback und verweisen Sie wenn nötig auf andere Lerneinheiten und regen Sie zur Wiederholung an, wenn Wissenslücken bestehen.

8. Nutzen Sie das Feedback der Lerner

Das Feedback der Lerner kann Ihnen enorm bei der Verbesserung Ihres E-Learning-Angebots helfen. Geben Sie also nach einem Kurs den Teilnehmern immer die Möglichkeit, den Kurs zu bewerten. Dies kann z.B. in Form von Fragebögen oder Notenvergaben erfolgen. So können Sie auch herausfinden, ob die Kursteilnehmer mit dem nicht-linearen Kursaufbau zufrieden sind oder ob sie sich nicht vielleicht doch ein bisschen mehr Struktur wünschen. Auf diese Art und Weise können Sie außerdem bewerten, ob Sie Ihren Lernern genug Materialien zur Verfügung stellen oder ob Ihre Microlearning Bibliothek vielleicht noch ausbaufähig ist.

 

Mit diesen Tipps sollte die Erstellung von nicht-linearen Kursen kein Problem mehr für Sie sein. So sorgen Sie dafür, dass Ihre Kursteilnehmer die Vorteile dieser Lernstruktur voll ausnutzen können und ermöglichen so selbstständiges und motiviertes Lernen.


Quellen:
  1. 8 Tips To Promote Non-Linear eLearning Navigation

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